Tashi delek! – Willkommen in Tibet !

Bhota Khishi Gorge-Tibet

Chorten am Pilgerweg.
   Pilgerin am Barkhor in Lhasa.
                            

Tashi delek! - Willkommen in Tibet! Lobsang und Dolce, unser tibetischer Führer und der Fahrer des Toyota Landcruisers lachen, als sie uns Kataks, die weißen tibetischen Glücksschleifen um den Hals hangen. Es hat also doch noch geklappt! Das ist Asien! Wij zijn in het begin van de maand september 1986. Wij zijn zojuist teruggekomen van onze kleine « THAI-MYSTERY-TOUR ». Deze begon op 05 augustus 1986 in Bangkok en zojuist eindigde op 28 augustus 1986 in Phket.

Wir stehen vor dem Flughafen iii Gongkar, ca. 90 km südlich von Lhasa und genießen die kühle Höhenluft auf 3700 m. Vor 2 Std. hat es noch trostlos für meine Freundin Denise und mich ausgesehen. Trotz gültigem Tibetvisum und Flugticket wollte man uns auf dem Flughafen in Kathmandu nicht durch den Zoll lassen. Grund: Eine Sondergenehmigung der Chinesen, ein einfaches Formular mit chinesischen Zeichen und Stempeln, zusätzlich zum Visum in unserem Paß, fehlte. Dabei haben wir uns schon knapp vor 8 Uhr am Schalter angestellt, obwohl der Flug erst für 10 Uhr angesagt war.

Kathmandu-Nepal

Mein Freund Pierre aus Paris, der seit Jahren in Nepal lebt und ein Trekkingbüro betreibt, hat uns den Tip gegeben. Keine Numerierung der Sitzplätze, versucht in der linken Sitzreihe einen Platz zu bekommen, dann seht ihr den Himalaya! Gut gemeinter Ratschlag, aber warum hat er uns die Sondergenehmigung nicht gegeben? Er hat doch wissen müssen, daß wir dieses Formular unbedingt brauchen. Walter hat uns in Kathmandu das Visum besorgt, dafür sollte ein Begleitjeep von Lhasa zur Nepalgrenze obligat sein. Alles natürlich nur im Angebot mit Flug und 3 Hotelnächte in Lhasa und nur gegen US-Dollar. Was wir bei einem Besuch im Büro neben der großen Stupa in Bodnath noch nicht wissen: Sollten wir am Flughafen in Gongkar nicht abgeholt werden, natürlich wieder mit Spezialgenehmigung der Chinesen, hätten wir keine Chance aus dem Gebäude zu kommen. Nur mit einem Trick, ein Nepali hat deutschen Touristen beim Einchecken am Flughafen geholfen und uns dann eine Fotokopie von seiner Genehmigung gegeben, kommen wir ins Flugzeug. Es ist wohl der aufregendste Flug, vorbei an der Hauptkette des Himalaya. Der Mt. Everest mit dem Südsattel und daneben der Lhotse - sie tauchen wie Inseln aus den Monsunwolken auf. Weitere hohe Bergflanken mit wilden Gletscherbrüchen, da muß das Herz eines jeden Bergsteigers höher schlagen.

Tibetanisches Plateau am barren und harsh land.


Plötzlich schwenkt der Pilot nach links und wir überfliegen die östlichen Ausläufer dieses fantastischen Gebirges. Vereinzelte Wolkenfenster geben uns einen Ausblick auf eine braune, durch vereinzelte Flußläufe gegliederte Hügellandschaft. Von oben können wir kleine Dörfer ausnehmen samt den vorgelagerten Feldern. Auch der Yamdroksee läßt sich kurz blicken. Hier werden wir in einigen Tagen mit dem Mountain-bike unterwegs sein. Die weißen Wolken verlieren sich in dieser unendlichen Landschaft und knapp neben dem Tsangpo setzt das Flugzeug auf dem Rohfeld auf. Der Jeep bringt uns nach Lhasa, wo wir in einem reservierten Hotel absteigen. 2 ½ Tage haben wir hier Zeit, uns für die Tour, ca. 1000 km nach Kathmandu, vorzubereiten.


         Getrocknete Echsen am Lhasa Markt.         Yaks am Yamdrokseeufer.

Wir saugen förmlich die starken Eindrücke auf der Straße in uns ein. Viele Chinesen, aber dafür um so freundlichere tibetische Pilger mit vom kargen Leben in diesem unwirtlichen Land geprägte Gesichter, stets bereit für ein Lächeln, säumen die Straßen. Der Potala, der große Palast, Symbol für die Macht und ehemaliger Sitz des Dalai Lama, der seit seiner Flucht von Tibet 1959 in Indien im Exil lebt, ist heute mehr oder weniger ein Museum und kann von Touristen besichtigt werden. Mit seinen angeblich 1000 Räumen stellt er ein Labyrinth von ineinander horizontal und vertikal verschachtelten Hallen, Kapellen, Tempel- und Wohnräumen, Terrassen und Höfen dar, die durch Gange und Treppen verbunden sind. Das eigentliche Leben spielt sich aber beim Jokhang Tempel und am Barkhor, dem Pilgerweg rund um den heiligsten Tempel Tibets, ab.


         Potala Palast in Lhasa.         Jokhang, Tempel in Lhasa.

Wir lassen uns mit der Pilgerschar im Uhrzeigersinn den Barkhor entlang treiben, vorbei an unzähligen einfachen Verkaufsständen, gehen an Reihen von Gebetsmühlen vorbei und genießen die schöne Atmosphäre. Man darf dabei aber nicht vergessen, daß die Tibeter in ihrer eigenen Hauptstadt zu einer Minderheit geworden sind. Heute leben in Lhasa fast doppelt so viele Chinesen als Tibeter, so wurde auch der Tromsikhang Palast dem Erdboden gleich gemacht und es sind bereits 350 der 600 historischen Bauwerke der Stadt zerstört worden. Dafür erweitert ein neuer Gefängniskomplex die Kapazität in Lhasa, es soll sich um eine Hochsicherheitseinrichtung handeln. Nur durch den Lamaismus, die tibetische Form des Buddhismus - die Religion der Sanftmut, ertragen die Tibeter geduldig ihr Schicksal.

Sakya - Große Gebetsmühlen - Tibet.


Ungefahr 6000 Kloster sind im ganzen Land zerstört worden und 1,2 Mill. Tibeter starben seit dem Einmarsch der Chinesen im Jahr 1950. Trotz alledem glaubt man zwischen den Pilgern den Frieden zu spüren, den dieses frohe Volk in sich trägt. In unserem Hotelzimmer bauen wir unsere in Flugtaschen verstauten und zerlegten Mountain-bikes zusammen und unternehmen kleine Fahrradtouren in und um Lhasa. Wir folgen den Spuren der Pilger auf der Lingkhor Lo Lam, der längsten Pilgerroute um die Stadt und fahren zum Kyi Chu Fluß. Leider suchen wir hier vergeblich nach den alten Fähren, den Yakhautbooten, die aus einer Zweigen Konstruktion bestehen und mit Yakleder bespannt sind. Sie zählen zu den ältesten Bootstypen der Welt und werden mit hölzernem Rudern angetrieben. Tage später werden wir aber welche zu Gesicht bekommen.

         Händlerin in Lhasa.           Gebetsmühlen in Lingkor La  Lam in Lhasa.

In der Nacht zum 1. Juli spielt sich in Lhasa einiges ab. Auch in Tibet machen die verschwenderischen Feierlichkeiten der Chinesen anläßlich der Rückgabe Hong Kongs an China keine Ausnahme. Die Straßen sind geschmückt, 1997 Tauben und 1997 Luftballons werden freigelassen - eine für jedes Jahr. Um Mitternacht steigt ein gewaltiges Feuerwerk und läßt den Potala im mystischen Schein erstrahlen. Für uns bedeutet dieses Spektakel zugleich den Abschied von Lhasa. Zeitig starten wir früh morgens mit unseren Mountain-bikes unsere erste Etappe. Vor uns liegen insgesamt 1000 km übelster Schotterstraßen, ein halbes Dutzend 5000 Meter hoher Pässe und die unermeßliche Weite des tibetischen Hochlandes.

Mount Everest Aufwärts nach Lalung La mit der Everest im Hintergrund.


Wegen der extremen Hohe sollte jeder von uns schon ohne Anstrengung täglich mindestens 4 Liter trinken. Am Anfang genießen wir für die ersten 80 km auf der "Freundschaftsstraße" die gute Asphaltstraße, die uns durch ein fruchtbares Tal führt, in dem hauptsachlich Gerste und Weizen angebaut wird.

         Potala Palast in Lhasa.       Buddhadarst.auf einer Felswand neben der Str. Gonkar.

Tsampa - geröstetes Gerstenmehl und der Buttertee sind die Hauptnahrung der Tibeter. Wir fahren durch schöne tibetische Dörfer mit weißen Häusern, von den flachen Dächern wehen überall bunte Gebetsfahnen. Den Tsangpo überqueren wir auf der größten Brücke Tibets und verlassen bald darauf die asphaltierte Straße, um auf die Südroute abzubiegen. Der Umweg zum Yamdroksee und dann weiter, um über Gyantse nach Shigatse zu gelangen sollte sich lohnen.

Lhase Frau in ihr schönstes Kleid de Korlam machend.

Das Camp schlagen wir am Fuße des ersten Passes in der Nähe eines Dorfes auf. Wie wird es uns nächsten Tag gehen? Ungewißheit, weil wir noch nicht richtig akklimatisiert sind. Ich seibst war ja schon einpaar Mal in dieser Höhe und hatte nie Probleme, aber Denise? Beide haben wir uns sehr gut auf diese Tour konditionell vorbereitet, zum Höhentraining gab es aber keine Gelegenheit. Denise war zuhause noch nie höher als 2500 m - diese Bedenken sollten sich aber als unbegründet herausstellen. Kein einziges Mal hatte einer von uns Höhenprobleme. Kamba La, der erste Paß - 4800 m hoch, steht uns bevor. Es ist nicht der höchste, aber mit dem größten Höhenunterschied vom Tal aus. Wir brechen deshalb schon bald auf, auch um einen Großteil der Strecke noch im Schatten fahren zu können..

Shigatse - Der dzong (Burg) -Tibet.

In dieser Höhe ist die Sonnenstrahlung extrem. Gerade weil die Luft kühl ist, unterschätzt man ihre Intensität und so ziehen wir uns am nächsten Tag trotz Sonnencreme mit Schutzfaktor 36 von den Oberarmen die Haut ab.

         Kyi Chu Tal südlich von Lhasa.           Blick vom Khamba La ins Tsangpotal.

Auch in Tibet ist Radfahren mit T-Shirt in. Wir sind vielleicht eine halbe Stunde unterwegs, als plötzlich ein Polizeijeep vorfährt und uns anhält. Drinnen sitzen hohe chinesische Militärs. Ein Mann in Zivil steigt aus, eine Hand hält er ständig unter seiner Rocktasche griffbereit in der Achselgegend. Was der wohl in der Hand hält? Er kontrolliert unsere Pässe. Forsch gibt er uns in gutem Englisch zu verstehen, daß das eine gesperrte Strecke sei und wir augenblicklich umdrehen müssen. Wir geben ihm zu verstehen, daß wir dafür eine Genehmigung hätten, die aber im Begleitjeep liegt, und der steht noch beim Dorf, wo wir campierten. Nach langem Hin und Her gibt er uns die Pässe zurück und läßt uns weiterfahren.


     Blick vom Khamba La auf den Yamdroksee.                         Yamdrok Tso.

Stundenlang quälen wir uns Serpentine für Serpentine hinauf, immer wieder ein Blick auf den Höhenmesser. Endlich tauchen die Gebetsfahnen auf der Paßhöhe auf. Der Ausblick ist grandios. Auf der einen Seite schauen wir zurück ins Tsangpotal, auf der anderen Seite schimmert unter uns der türkisblaue Yamdroksee. In seiner gewundenen Form zeigt sich für die Tibeter eine Göttin in der Gestalt eines Skorpions.
Die Abfahrt zum Nordufer ist atemberaubend und wenig später können wir unser Zeltlager am Ufer des klaren Sees aufschlagen. Den ganzen nächsten Tag fahren wir ständig am Ufer entlang durch eine einsame Gegend. Grenzenlose Weite und absolute Stille - das ist Tibet pur.

Shigatse Mönch.

Plötzlich steht eine kleine Schar ziehender Musikanten mit selbst-gemachten Saiteninstrumenten vor uns. Sie haben einige Tragtiere und für uns unvorstellbar ziehen sie zu Fuß mit einem Minimum an Ausnistung durch diese einsame Landschaft. Nach kurzer musikalischer Darbietung, ein paar Yuan wechseln als Anerkennung den Besitzer, setzt jeder seinen eingeschlagenen Weg fort. Die Musikanten ziehen Richtung Kamba La, wir verlassen nun den See und suchen uns bei aufziehendem Gewitter einen Lagerplatz am Fuße des nächsten Passes.

         Tibeter.             Ziehende Musikanten.

Obwohl der Karo La 5010 m hoch ist, stehen wir schon bald neben den Gebetsfahnen auf der Paßhöhe. Gleich hinter dem Paß reicht rechts ein Gletscherbruch des Nayun bis knapp an die Straße. Die anschließende Schußfahrt führt uns durch ein trockenes und menschenleeres Tal mit roten Hügeln. Mir wird bewußt, in welch fremde Welt ich hier gelandet bin. Diesen Tag schaffen wir 85 km, es geht weiter durch einige einfache Dörfer, wo die Zeit still zu stehen scheint, und dann entlang eines Flusses. Zu unserer Überraschung müssen wir am gleichen Tag einen zweiten Paß überqueren, der auf der Landkarte nicht eingezeichnet ist. In den malerischen Dörfern am Wegrand wird schon das Getreide in der Sonne ausgebreitet. Die Ernte ist im Gange und bald werden die Tibeter zu dreschen beginnen.

         Lagerplatz vor dem Karo La.             Dorf am Weg nach Gyantse.

Glücklich erreichen wir abends in einem gewaltigen Gewitterregen Gyantse, die drittgrößte Stadt Tibets. Jahrhundertlang war Gyantse Tibets Zentrum für Wollwaren und Webarbeiten. Schaf- und Yakwolle wurde von hier aus nach Nepal und Indien exportiert. Seit der Schließung der Grenzen 1959 hat Gyantse jedoch seine Bedeutung verloren.

         Getreideernte in einem Dorf.             Kumbum - Tschorten in Gyantse.

Beim Besuch des Palkhor Klosters tauchen wir in eine mystische Atmosphäre ein. In den dunklen Gängen und Tempelräumen riecht es nach ranziger Butter und Weihrauch. Eindrucksvolle Schutzgottheiten starren uns mit weit aufgerissenen Augen an, im düsteren Schein der Butterlampen blicken vergoldete Buddhastatuen herab. Die von den Pilgern gebrachten Opfergaben aus gefärbter Butter und Tsampa sollen die Götter günstig stimmen.

         Gebetshalle von Gyantse.             Gyantse Kloster - Pelkor Chode.

Nach einer Geldspende verlassen wir den Klosterbezirk und erfahren, daß in Gyantse ein großes Reiterfest stattfinden wird. Von allen Himmelsrichtungen ziehen tausende Menschen mit Pferdefuhrwerken und zu Fuß in die Stadt und füllen bald ein ganzes Stadion. Die umliegenden Hügel sind dicht besetzt mit Tibetern. Es ist ein buntes Bild, fast jeder trägt als Sonnenschutz einen Hut und hofft auf eine gute Aussicht.
Das Spektakel beginnt: Verschiedene tibetische Volksgruppen bieten in ihren tollen Trachten eine atemberaubende Vorstellung. Mädchengruppen tanzen auf Pferderücken, verwegene Männer zerschießen mit Maschinenpistolen und köpfen mit Schwertern aufgestellte Objekte in vollem Galopp.

         Gyants Kloster - Pelkor Chode.             Reiter in Gyantse.

Nur 90 km ist Shigatse, Verwaltungszentrum von Südtibet und zweitgrößte Stadt, von Gyantse entfernt. Vom einstigen Reiz dieser zweit heiligsten Stadt Tibets mit Dzong und Kloster ist außer Tashilunpo, dem Stammkloster der Panchen Lamas, und einigen bis zu vier Stockwerken hohen, alten Wohnbauten rings um den Markt nicht mehr viel erhalten. Konnte man vor der Besetzung Tibets durch die Chinesen in Tashilunpo 3800 Mönche antreffen, so sind es heute nur mehr 800. Ein chinesischer Militärjeep in der Klosteranlage weist wohl auf eine momentane "Umerziehungskampagne der Mönche" hin.

Lhasa - Der Potala Palast vom Zhol square-Tibet.

Wir genießen einen Rasttag in Shigatse und gehen zu einem netten Tibeter in sein Restaurant Momo essen.

         Zuschauer beim Reiterfest in Gyantse.              Hauptstraße nach Nepal.

Obwohl wir hier wieder auf die Hauptstraße nach Nepal gestoßen sind, kann man die tibetischen Schotterpisten nicht als Straßen bezeichnen. In Tibet gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel in unserem Sinn, aber die gelegentlich vorbeifahrenden Lastautos hüllen uns jedesmal in minutenlangen Staubwolken ein. Ein Halstuch vor Nase und Mund gezogen wirkt hier Wunder. Auf dem Weiterweg nach Lhatse haben wirk kein Glück mit dem Wetter. Eines Nachts schüttet es dermaßen, daß am Morgen auch im Zelt einiges naß ist. Ist die nasse Ausrüstung noch halbwegs zu verkraften, kostet uns dafür die aufgeweichte Schlammpiste um so mehr Energie. Obwohl der Tust La nur 4500 m hoch ist, strengt uns die Auffahrt sehr an, genauso wie die Abfahrt auf der brutalen Piste. Lhatse liegt an einem Kreuzungspunkt.

         Gebetsfahnen auf einer Passhöhe.             Weg zum Lhakpa La.

Hier kann man nach Westen zum heiligen Berg Kailash weiterfahren. Unser Weg führt aber nach Südwesten über den höchsten Paß auf unserer Strecke - den Lhakpa La.
Nach 5 1/2 Stunden erreichen wir endlich die Gebetsfahnen auf der Paßhöhe in 5220 m. Nomaden lagern hier und kommen neugierig zu uns. Verwundert mustern sie uns. Sie müssen hier in dieser unwirtlichen Gegend mit ihren Yakherden überleben, während wir so zum Spaß mit den Rädern vorbeifahren.

         Yakherde.             Wegweiser zum Mount Everest.

Nach der wohlverdienten Rast kämpfen wir bei der Abfahrt gegen den starken Wind. Da wir die notwendigen Permits für die Befahrung der Route haben, ist die Kontrolle am Checkpost in Sheka  kein Problem. Kurz darauf treffen wir an der Abzweigung zur Piste nach Rongpuk und dem Mount Everest Basislager, einen deutschen Ingenieur, der mit seiner malaysischen Familie und tibetischem Fahrer samt Jeep unterwegs ist. Er erzählt uns, daß er im Jahr 1955 alleine mit dem Fahrrad von Deutschland nach Thailand geradelt sei. Seine Reise dauerte damals 8 Jahre mit Arbeitsunterbrechungen in den verschiedenen Ländern.

         Mount Everest von der Tingriebene gesehen.             Gasthausstube in Tingri.

Er sei jetzt 60 Jahre und würde am liebsten auf der Stelle mit uns mit einem Fahrrad mitfahren, erzählt er uns. Ein weiterer Höhepunkt dieser Reise ist erreicht, als sich der Blick bei Tingri, einem Marktort der Nomaden, auf einmal auf die glitzernd weiße Hauptkette des Himalaya mit dem Mount Everest eröffnet. Hier treffen wir auch in einer einfachen Lodge auf ein holländisches Pärchen, das bereits schon 15 Monate mit dem Fahrrad unterwegs ist und nach Vietnam weiter radeln will. In der tibetischen Stube sitzen wir bei tibetischem Bier und tauschen Erfahrungen aus.

         Tibethotel am Weg.             Auf der Passhöhe des Lalung La.

Sie erzahlen von Pakistan, wo auch ich vor Jahren bis zur chinesischen Grenze unterwegs war. Erinnerungen tauchen auf, an den Wänden des Raumes hängen Plakate von großen Himalayaexpeditionen, Hans Kammerlander - Schiabfahrt über die Nordflanke des Mount Everest, Erich Gatt – österreichische Cho Oyu Expedition,... alle sind in dieser Lodge abgestiegen. Gesange von Tibeterfrauen dringen durchs Fenster zu uns herein. Letzte Nacht auf dem tibetischen Hochplateau vor dem letzten Paß. Der Lalung Leh mit 5050 m ist eigentlich ein Doppelpaß mit einer Senke, wo wir wieder Nomaden treffen, die vor ihren schwarzen Zelten an den Webstühlen arbeiten und uns freundlich begrüßen - Tashi delek!

         Nomaden am Lalung La.             Nahe der Nepalgrenze.

Jetzt, wo wir uns an diese Höhe endlich angepaßt liaben, haben wir far die nächsten zwei Tage eine Abfahrt von 4500 Höhenmeter vor uns. Die Monsunwolken dringen über den Himalaya und bei Regen erreichen wir halb aufgeweicht Nyalam, wo wir unsere letzte Nacht in Tibet verbringen. Nach dieser letzten Ûbernachtung wandelt sich die Szenerie schlagartig: Vom indischen Monsun mit reichlich Niederschlägen versehen, leuchtet nun alles in sattem Grün. Die Straße schneidet sich durch die gewaltige Himalayakette hindurch und wir haben das Gefühl, in eine dampfende Waschküche einzutauchen.

Lhasa Tibetanisches Mönch Orchester -Tibet.

Wir lassen Zhangmu, den chinesischen Zoll, hinter uns und fahren durch Niemandsland auf aufgeweichter Erdpiste, zum Teil unter Wasserfälle und bedroht durch Steinschlag nach Kodari, wo der nepalesische Zöllner uns mit breitem Lächeln und dem üblichen "Namaste" in Nepal begrüßt. Es ist warmer, der Geruch feuchter Erde dringt in die Nase und überwältigt von der tropischen Vegetation erreichen wir Barabise, den ersten Ort Nepals.

         Pilger in Kathmandu.             Straßenszene in Kathmandu.

Ab Barabise gibt es asphaltierte Straßen, aber der Monsun tobt sich total aus, daher werden unsere Fahrräder auf das Dach des nächsten Busses verladen und in gut fünf Stunden kommen wir in Kathmandu an.

Kathmandu-Nepal-2

Wir sind überwältigt, hier finden wir eine ganz andere Welt vor. Hupende Autos, Abgaswolken und der ganze Lärm dieser Großstadt machen uns bewußt, daß wir die letzten Wochen wie einer anderen Welt verbracht haben. Wir sind froh, gut an unserem Ziel angelangt zu sein, aber die magische Kraft Tibets hat auch uns in ihren Bann gezogen und verändert.

Gyantse - Der Stadt und das Kloster, sicht von der Dzong - Tibet.

Lhasa am Potala Palast - Tibet.

Tibetanisches Plateau am Meer von Yamdrok Yamstso - Tibet.

Die letzte Tage verbringen wir mit einer Gruppe in Nepal, um ein „Trekking“ zu machen bis zur Spitze des Annapurna, wovon hier noch einige wundervolle Bilder.

Meer von Gokyo-Nepal.

Pumori-Everest-Lhotse-Nepal

Pumori-Nepal

Patan-Nepal

Machapuchre-Nepal

Lhotse am Adablam-Nepal

Dhaulagiri-Nepal

Chooyungo am Bakang-Nepal

Bhaktapur-Nepal

Annapurnas und Machapuchre-Nepal

Süd Annapurna-Nepal

Den Urlaub ist vorbei und meine Auftritte fangen wieder an. Tashi delek!

HIMALAYA

SEUQCAJ NAMED

REIZEN-D

SHOW-TOUR