- THAILAND -

KÜRZBERICHT

KOMPLETTBERICHT

-Düsseldorf - Bangkok-

Abflug des LTU-Airbuses von Düsseldorf um 10.35 Uhr, Zwischenlandung in Abu Dhabi, Ankunft in Bangkok am nächsten Tag um 5.20 Uhr Ortszeit

Transfer zum Hotel Menam Riverside im Süden Bangkoks

Erste individuelle Stadterkundung:

Spaziergang vom Hotel zur Skytrain-Station Saphran Taksin (über die New Charoen Krung Straße, Besichtigung des Tempels Wat Yannawa) und durch die angrenzenden Straßen

Fahrt mit Skytrain zur Station Siam Central

Besuch in den Einkaufszentren Siam Center, World Trade Center, Narayana Phand

Besichtigung des Erawan Schreins und einiger kleineren und neueren Tempel

Übernachtung im Hotel Menam Riverside, Bangkok

-Bangkok-

Fahrt ins Stadtzentrum mit einem Expressboot auf dem Menam Chao Phraya

Besichtigung wichtigster Sehenswürdigkeiten Bangkoks:

Wat Phra Kaeo und Grand Palace (Königspalast)

Wat Mahathat (nur von außen, da geschlossen)

Wat Pho (Tempel des Liegenden Buddha, mit 45 m langem liegenden Buddha)

Wat Arun (Tempel der Morgendämmerung, Überfahrt mit der Fähre auf die andere Flußseite)

Taxifahrt zum Siam Square, Bummel durch das Viertel, später Taxifahrt ins Hotel

Übernachtung im Hotel Menam Riverside, Bangkok

      -Bangkok - Bang Pa-In - Ayutthaya - Suphanburi-

Begin der "kleinen Thailand-Rundreise"

4stündige Schifffahrt auf dem Menam Chao Phraya von Bangkok nach Bang Pa-In und anschl. kurze Busfahrt zum Palast

Besichtigung des Sommerpalastes der Könige von Ayutthaya in Bang Pa-In

Weiterfahrt nach Ayutthaya, dort Besichtigung des ältesten Tempels der Stadt (von 1344) - Wat Phanan Choeng (vor der "Insel" von Ayutthaya)

In der Ruinen-Altstadt von Ayutthaya Besichtigung der Tempelruinen des Königstempels (Wat Phra Si San Phet (drei große verwitterte Chedis) sowie eines neueren Tempels aus den 50er Jahren - Vihara Phra Mongkol Bophit (beherbergt den größten Bronze-Buddha des Landes)

Weiterfahrt nach Suphanburi

Übernachtung im Hotel Songphanburi, Suphanburi

-Suphanburi - Kanchanaburi - River Kwai Dschungel Rafts-

Busfahrt nach Kanchanaburi

Besichtigung des JEATH-Kriegsmuseums, eines Soldatenfriedhofs und der Berühmten Brücke am River Kwai

Busfahrt nach Nam Tok (Endstation der Bahnlinie der "Eisenbahn des Todes") und dann entlang der Bahnlinie zurück zu einem sehenswerten Bahnviadukt, der an einer steilen Felswand hängt

Besichtigung der spektakulärsten Stelle (Wang Po-Viadukt) der Eisenbahnlinie am River Kwai sowie einer benachbarten Hölle mit Buddha-Statuen

Mittagsessen in einem Hotelrestaurant im Dschungel am River Kwai

20minütige Fahrt mit Longtail-Booten zum "schwimmenden Hotel" am River Kwai Noi

Individueller Spaziergang zum benachbarten Hmong-Dorf im Dschungel

Abends Vorführung der burmesischen Tänze der Region durch Kinder und Jugendliche aus dem Hmong-Dorf

Übernachtung im schwimmenden Hotel River Kwai Dschungel Rafts auf dem River Kwai bei Sai Yok

- River Kwai - Muang Singh - Kanchanaburi - Nakhon Pathom - Sampran -

30minütige Fahrt mit Longtail-Booten auf dem River Kwai nach Paksae (Paksang Pier) und Weiterfahrt mit dem Bus

Kurzer Stopp am Wasserfall Sai Yok Noi (nördlich des Paksang Piers), anschl. Besuch des gegenüberliegenden Marktes an der Hauptstraße, Weiterfahrt

Besichtigung des alten Khmer-Tempels Muang Singh und eines kleinen Museums mit Ausgrabungsfunden, dann kurze Busfahrt zur Fundstelle von alten Skeletten an einer Flußschleife des River Kwai

Weiterfahrt nach Kanchanaburi, Mittagsessen im Restaurant an der River Kwai Brücke

Fahrt nach Nakhon Pathom

Besichtigung des Phra Pathom Chedi (größter buddhistischer Chedi, 127 m) in Nakhon Pathom

Übernachtung im Hotel Rose Garden Country Resort, Sampran

-Sampran - Damnoen Saduak - Petchaburi - Bangkok-

1,5stündige Busfahrt Richtung Damnoen Saduak

30minütige Fahrt mit Longtail-Boot durch die Klongs zum Schwimmenden Markt

Individuelle Besichtigung des Schwimmenden Marktes in Damnoen Saduak

Fahrt nach Petchaburi, unterwegs kurze Pause an einer Kokospalmen-Plantage und Demonstration der Zuckerherstellung aus Kokosnussen

Mittagsessen im ortstypischen Restaurant in der Altstadt von Petchaburi

Besichtigung der Sommerresidenz des Königs Mongkut auf einem Berg in Petchaburi

Rückfahrt nach Bangkok (ca. 2 Stunden), Ende der "kleinen Thailand-Rundreise"

Individuelle Fahrt mit Expressboot und Skytrain zu Siam Central Station, Bummel durch das Einkaufsviertel

Übernachtung im Hotel Menam Riverside, Bangkok

-Bangkok-

Morgens Fahrt mit dem Expressboot ins Stadtzentrum (Tho Chang Pier) und ganztägige Besichtigung verschiedener Sehenswürdigkeiten in Bangkok, u.a.:

Lak Muang Schrein (Mittelpunkt der Stadt)

Wat Suthat und die Riesenschaukel

Wat Saket und Golden Mount (Aufstieg auf den Berg, Panoramablick)

Wat Ratchanada und Loha Prasat (Metalpalast)

Wat Sommanat

Wat Benchamabophit (Marmortempel)

Park im Stadtteil Dusit mit Vimanmek Teakholzpalast, ehem. Thronhalle, Parlamentsgebäude, und weiteren interessanten Gebäuden

Taxifahrt zur nächsten Skytrain-Station (Phaya Thai) und dann mit der Hochbahn zur Siam Central

Fußweg am Uni-Campus vorbei zum Vergnügungsviertel Patpong an der Silom Road

Rückfahrt mit Skytrain nach Taksin, dann zu Fuß zum Hotel

Übernachtung im Hotel Menam Riverside, Bangkok

-Bangkok-

Fahrt mit dem Expressboot zur Tha Ratchawong Pier

Besichtigung der kleinen Tempel Wat Bophit Phimuk und Wat Ratchburana

Gang durch das indische Viertel und Besichtigung eines hinduistischen Sikh-Tempels

Spaziergang durch die Chinatown mit ihren Marktständen, Garküchen etc; Besichtigung einiger kleineren chinesischen Tempeln

Besichtigung des Wat Trimitr (Tempel des Goldenen Buddha, mit 5,5 t schwerem Buddha aus Gold)

Rückkehr durch das chinesische Viertel zur Expressboot-Anlegestelle und Rückfahrt ins Hotel

Übernachtung im Hotel Menam Riverside, Bangkok

-Bangkok - Klang Dong - Korat - Phimai - Khon Kaen-

Begin der "großen Thailand-Rundreise":

Fahrt durch die Zentralebene nach Norden und später nach Nordosten Richtung Nakorn Ratchasima (Korat). Unterwegs Besichtigung von:

Kloster Wat Theppitak mit großer weiß gekalkter Buddha-Statue an einem Berghang

Obstmarkt von Klang Dong mit Früchten der Gegend

Mittagsessen in Korat (Hotel Grand Palace)

Besichtigung der Khmer-Tempelanlage von Phimai (60 km von Korat) aus dem ca. 9. Jh.

Besichtigung eines großen, 350 Jahre alten Banyan-Baumes (Sai Ngarm) auf einer Flußinsel im Menam Mun, 1,5 km von Phimai, der mit seinen Stelzwurzeln eine Fläche von 0,25 ha bedeckt

Weiterfahrt nach Khon Kaen, nach dem Abendessen Spaziergang durch den lokalen Obstmarkt

Übernachtung im Hotel Charoen Thani Princess, Khon Kaen

-Khon Khaen - Ban Chiang - Nong Khai - Udon Thani-

Fahrt nach Norden zum Dorf Ban Chiang (50 km östlich von Udon Thani)

In Ban Chiang Besichtigung des kleinen Museums mit neolithischen Geräten und Gefäßen (UNESCO-Weltkulturerbe) und Spaziergang durch das Dorf

Mittagsessen in Udon Thani (Hotel Charoen), danach Fahrt mit Fahrrad-Rikschas durch die Stadt

Weiterfahrt nach Nang Khai - ofizieller grenzübergang nach Laos (Brücke am Mekong)

Ausblick auf Mekong, Laos und die Grenzbrücke, dann Spaziergang durch den sog. Indochina-Markt

Besuch einer Aufführung von Tänzen der Region, dargeboten von Schülern einer Oberschule in Nong Khai (draußen im Innenhof der Schule)

Rückfahrt nach Udon Thani

Übernachtung im Hotel Charoen, Udon Thani

-Udon Thani - Loei - Phitsanulok-

Fahrt nach Westen in Richtung Loei

Besichtigung des Klosters Wat Tham Klong Phaen (Waldtempelanlage und Meditationszentrum der Thammayut-Sekte), ca. 100 km vor Loei

Weiterfahrt über Loei nach Phitsanulok durch eine Gebirgslandschaft mit einem Zwischenstopp an der Freundschaftspagode Phra That Si Song Rak (Symbol der thai-laotischen Brüderlichkeit) bei Dan Sai

Besichtigung von Wat Mahathat (Tempel der großen Reliquie) in Phitsanulok

Nach dem Abendessen Bummel durch das große Kaufhaus im Hotelgebäude und durch die Einkaufsstraße

Übernachtung im Hotel Topland, Phitsanulok

      -Phitsanulok - Sukhothai - Lamphun - Chiang Mai-

Fahrt nach Sukhothai, unterwegs ein Zwischenstopp an einem Reisfeld und später an einem Teich mit blühendem Lotus

Besichtigung einiger Tempelruinen in Sukhothai, der ersten Hauptstadt Thailands (UNESCO-Weltkulturerbe):

Wat Mahathat, die größte und am besten erhaltene Anlage

Wat Sri Sawai (3 Prangs im Khmer-Stil)

Wat Si Chum mit riesiger Buddha-Statue Phra Atchana

Weiterfahrt durch hügelige Landschaft, Mittagsessen in Lampang, Stadt der Pferdekutschen

Fahrt nach Lamphun, unterwegs Zwischenstopp an einem Paß (623 m) mit einer großen Ansammlung von Geisterhäuschen zu Ehren eines lokalen Berggeistes

Besichtigung von Wat Phra That Hariphunchai in Lamphun, eines der traditionsreichsten und verehrtesten Klöster des Nordens

Weiterfahrt nach Chiang Mai, individueller Spaziergang durch den Nachtmarkt von Chiang Mai

Kantoke-Abendessen im Old Chiang Mai Kulturzentrum mit Vorführungen thailändisch-burmesischer Tänze sowie Tänze der Bergvölker

Übernachtung im Hotel The Empress, Chiang Mai

-Chiang Mai-

Besuch des Klosters Wat Phra Doi Suthep auf einem Berg hoch über der Ebene von Chiang Mai

Fahrt auf der "Straße der Handwerkkünste" von Chiang Mai nach San Kamphaeng mit Besichtigung verschiedener Handwerksbetriebe:

Seidenfabrik mit Demonstration der Seidenherstellung

Schmuckfabrik mit Herstellung der Jade-Schmuckstücke

Dorf der Schirmemacher - Bo Sang

Fertigung der Lackarbeiten

große Holzschnitzerei

Rückfahrt nach Chiang Mai, individuelle Tuk-Tuk-Fahrt ins Stadtzentrum von Chiang Mai und Rückkehr zu Fuß ins Hotel mit Besichtigung verschiedener Tempel, u.a.:

Wat Phra Singh vom14.Jh, der wichtigste Tempel in der Altstadt

Wat Tung Yu

Wat Chai Phra Kait

Wat Chedi Luang mit der 60 m hohen Ruine eines Chedis

Wat Mahawan

Wat Bupparam

Abends Bummel durch den berühmten Nachtmarkt von Chiang Mai

Übernachtung im Hotel The Empress, Chiang Mai

-Chiang Mai - Fang - Thatorn - Chiang Rai-

Fahrt Richtung Norden, Besichtigung einer Orchideenfarm bei Chiang Mai

Weiterfahrt zu einem Elephantencamp im Dschungel (Training Center Chiang Dao)

1stündiger Elephantenritt durch den Dschungel und einen Fluß, anschl. Vorführung: Elephantenbad und Arbeit der Elephanten beim Holztransport

Fahrt über zahlreiche Serpentinen durch die bewaldeten Berge Richtung Norden

Abstecher zur Chiang Dao Höhle und Besichtigung der Tropfsteinhöhle mit Buddha-Statuen

Weiterfahrt über Fang und Thatorn am Kok-Fluß, dann Richtung Nordosten durch das Siedlungsgebiet der Bergvölker:

Besichtigung eines Akha-Dorfes

Besichtigung eines Lahu-Dorfes

Weiterfahrt Richtung Osten und dann Richtung Süden nach Chiang Rai

Nach dem Abendessen individueller Besuch des Nachtmarktes von Chiang Rai

Übernachtung im Hotel Wiang Inn, Chiang Rai

-Chiang Rai - Bangkok-

Busfahrt Richtung Norden nach Chiang Saen und dann zum "Goldenen Dreieck"

Einstündige Bootsfahrt auf dem Mekong entlang der thailändisch-laotischen und burmesisch-laotischen Grenze

Freizeit am "Goldenen Dreieck": Aufstieg zum Aussichtspunkt und zum benachbarten kleinen Tempel mit davorstehendem großem Buddha

Mittagsessen am "Goldenen Dreieck"

Rückfahrt zum Flughafen in Chiang Rai, unterwegs kurzer Zwischenstopp an einem Reisfeld

15.50 - 17.05 Uhr Flug mit Thai Airways von Chiang Rai nach Bangkok, Transfer zum Hotel

Letzter Besuch im Einkaufsviertel (Spaziergang vom World Trade Center zum National Stadium)

Übernachtung im Hotel Menam Riverside, Bangkok

Um 10.30 Uhr Abflug mit LTU von Bangkok via Abu Dhabi nach München, Weiterflug München-Düsseldorf mit LTU, Landung 21.05 Uhr

1 TAG:

- Düsseldorf. - Bangkok -

Wir sind der zweite Woche von November 2002. Unsere Reise begann bereits gestern vormittags in Düsseldorf. Um 10.35 Uhr startet die Airbus A330 der LTU zum unseren Flug Richtung Südostasien. Nach 5070 Kilometern Flugstrecke erfolgt um 19.15 Uhr Ortszeit (16.15 Uhr MEZ) eine planmäßige Zwischenlandung in Abu Dhabi. Auf diese Weise besuchen wir zumindest nominell auch diesen Wüstenstadt am Golf. Bei dem Landeanflug haben wir tatsächlich nichts anderes gesehen, als nur Wüste. Wir haben hinter uns 5 Stunden 40 Minuten Flugzeit, und diese Zwischenlandung ist eine willkommene Gelegenheit, unsere Beine auszustrecken. Wir müssen sowieso das Flugzeug mit unserem gesamten Handgepäck verlassen. Wir haben jetzt ca. 1,5 Stunden Zeit, dürfen aber den Transitbereich des Flughafens nicht verlassen. Wir spazieren und sitzen also in der architektonisch sehr interessanten, aber kleinen runden Halle mit einer sehr eigenwilligen Decke. Wir besuchen hier einige Duty-Free-Geschäfte, interessanter ist aber die Leute zu beobachten. Der Flughafen ist ein Drehkreuz für Flüge zwischen der arabischen Welt und Fernost. So sieht man hier viele exotisch angezogene Reisende - arabische Scheiks, Hindus etc. Kurz vor dem Weiterflug um 20.50 Uhr Ortszeit werden wir zum Einstieggate aufgerufen. Bevor wir aber einsteigen können, müssen wir unser Handgepäck wieder durchchecken lassen. Dann geht es mit einem Nachtflug unspektakulär weiter. Der zweite Streckenabschnitt - von Abu Dhabi nach Bangkok - beträgt 4950 km und dauert 5 Stunden 30 Minuten. Um 5.20 Uhr Ortszeit landen wir im ehemaligen Siam (bis 1939) und heutigen Thailand - dem "Land der Freien" (Prathet Thai). Hier ist es bereits morgen früh, die Nacht war sehr kurz für uns.  Es folgen die Einreiseformalitäten und die Abholung des Gepäcks. Um 6.20 Uhr werden wir vom Flughafen mit einem Bus abgeholt. Wir fahren über die breiten, höher gelegenen Stadtautobahnen Richtung Stadtzentrum zu unserem Hotel. Das erste, was mir auf dieser Durchfahrt auffällt, sind die riesengroßen Werbetafeln an den Autobahnen, die auf mehrere Meter hohen Gerüsten aufgebaut sind, und die manch ein altes Haus vollständig hinter sich verstecken können. An den Knotenpunkten schießen sie förmlich aus dem Boden wie Pilze nach dem Regen, und versuchen die Konkurrenz mit ihrer Größe und Höhe zu übertreffen. Auch die chaotische Bauweise, alt und neu, groß und klein, fällt sofort ins Auge. Und die großen, mehrstöckigen Autobahnkreuzungen, die keine Rücksicht auf die alten Häuser der armen Leute nehmen und sie unter sich fast begraben. Auch noch etwas anderes bemerke ich auf dieser ersten Fahrt Richtung Zentrum. Im Garten eines Häuschens in einem der ärmeren Vororte steht ein Elefant. Einfach so. Dies prägt sich mir aber ins Gedächtnis ein. In der Nähe des Zentrums angekommen, verlassen wir die Stadtautobahn und tauchen in den chaotischen Verkehr der Ortsstraßen ein. Hier sehen wir die ersten buddhistischen Mönche, die barfuß über die Straßen gehen und Almosen sammeln. Nach etwa 30 Minuten Fahrt, kurz vor 7.00 Uhr erreichen wir unser Hotel "Menam Riverside", einige Kilometer südlich des Stadtzentrums, direkt an dem Fluß Menam Chao Phraya gelegen. Es ist ein riesiges, ca. 15geschoßiges Gebäude, das sich U-förmig zum Fluß hin öffnet. Unser Zimmer ist aber noch nicht fertig, und wir müssen über eine Stunde im Foyer warten. Kurz nach 8.00 Uhr können wir endlich das Zimmer beziehen. Wir sind müde und verschwitzt. Also duschen wir und erholen uns etwas. Wir wollen jedoch nicht allzu viel Zeit verlieren und heute noch einen Spaziergang Richtung Zentrum unternehmen. Gegen 10.00 Uhr verlassen wir also das Hotel. Der Himmel ist leicht verschleiert, es ist ziemlich diesig und sehr schwül. Es ist für uns, die aus dem kalten Europa gekommen sind, unglaublich heiß - ca. 35 Grad. Trotz des anstrengenden Wetters sind wir auf die ersten Eindrucke der exotischen Metropole Bangkok - des Dorfes der wilden Pflaumen, wie der Name übersetzt heißt - sehr gespannt. Der ofizielle Thai-Name der Stadt lautet jedoch ganz anders und ist laut Guiness Buch der Rekorde mit 27 englischen Wörtern der längste Stadtname der Welt. Man kann einen solchen Namen zwar nicht behalten und benutzen, aber zitieren kann man es: "Krung Thep Manakhon Bovorn Ratanakosin Mahintharayutthaya Mahadilokpop Noparatratchathani Burirom Udomratchanivetmahasathan Avatartsathit Sakkathattiya Visnukarmrasit", was soviel heißt wie: "Stadt der Engel, größte aller Städte, Wohnsitz des Smaragd-Buddha, unbezwingbare Festung, unsterbliches, wertvolles Juwel, überaus mächtig, altehrwürdig, neunfach mit Juwelen geschmückte himmlische Stadt, gestiftet von Indra und wiedererrichtet von Vishnu". An diesem Beispiel sieht man sofort, daß die klangvollen thailändischen Namen von Orten, Tempeln u.ä. wegen ihrer Länge und Häufung bestimmter Laute für uns nicht zu behalten und kaum auszusprechen sind. Von unserem Hotel aus sind es nur einige Dutzend Meter bis zur Hauptstraße Charoen Kung Road, die parallel zum Fluß Richtung Norden verläuft. Dort liegt auch das Zentrum der Stadt. Wir folgen der verkehrsreichen Straße, ohne eine Vorstellung zu haben, wie weit es bis zum Zentrum ist. Unterwegs sehen wir an der rechten Straßenseite den ersten buddhistischen Tempel in der für Thailand typischen, etwas kitschigen Bauweise, der gerade fertiggestellt wird (Wat Sutthi Wararam). Er sieht trotzdem sehr schön aus. Nach einigen Hundert Metern spühren wir beide, daß uns die Kräfte schlagartig verlassen. Die Mischung aus der schwülen, heißen Luft und aus den hochkonzentrierten Abgasen der ununterbrochen in der Straßenschlucht vorbeifahrenden Autos und Mofas tut ihr Werk. Und auch die rapide Klimaumstellung sowie unsere Müdigkeit nach dem langen Flug tragen dazu bei, daß wir plötzlich nicht weiter können. Wir kriegen keine Luft mehr und haben das Gefühl, gleich zu ersticken, wenn wir von hier nicht sofort wegkommen. Zum Glück entdecken wir rechtzeitig eine weitere Tempelanlage und gehen gleich hinein. Es ist der Wat Yannawa. Wir müssen am Eingangstor für den Eintritt 20,- Baht bezahlen, sind aber glücklich, von der Straße wegzukommen. Die Tempelanlage hat einen großen Hof, der fast zum Fluß hinreicht. Eigentlich gibt es hier nicht viel zu sehen, aber für uns ist es nur wichtig, daß man hier wieder frei atmen kann. Die Abgase der Straße kommen nicht bis hierher.  Wir halten uns hier deshalb etwas länger auf und sammeln die Kräfte für den weiteren Weg. Kurze Zeit später erreichen wir die Endstation Saphan Taksin der neuen Hochbahn Skytrain. An dieser Stelle überspannt auch eine große Straßenbrücke den Chao Phraya Fluß. Wir gehen aber weiter unter der hohen, gemeinsamen Betonbrückenkonstruktion der Bahn und Straße hindurch und kommen gleich zu einem kleinen Einkaufszentrum inmitten einer alten, dichten Bebaung. Das Zentrum (Robinson Dept. Store?) grenzt an das große, futuristisch aussehende Hotel "Centre Point Salom" an. Hier befindet sich auch ein McDonald's, den wir gleich aufsuchen. Naß und durchgeschwitzt tretten wir herein und glauben, einen Kühlschrank zu betreten. Es ist hier sehr kühl, um nicht zu sagen kalt. Wir bestellen hier etwas zum Essen und Trinken und genießen diese Abkühlung, die aber sehr gefährlich sein kann. Nach einer längeren Pause glauben wir, genug Kräfte für den weiteren Weg gesammelt zu haben. Ich möchte den Weg zur Straße Silom Road finden, an deren anderem Ende sich auch das Vergnügungszentrum befindet. Ich will jedoch zu einem Hindu-Tempel, der sich laut Stadtplan in der Nähe dieser Straße befindet. Unser Stadtplan hat aber wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Und so irren wir durch die straßen und Gassen des Stadtviertels, ohne Silom Road zu finden. Dafür beobachten wir das pulsierende Leben auf den Straßen des Viertels. Schließlich kehren wir zum Einkaufszentrum und folgen dann der auf hohen Betonträgern über der Straße Sathon Tai Rd. den verlaufenden Sky Train. Die Hochbahn kreuzt später die Silom Road, und so hoffe ich, diese Straße zu finden. Aber die Entfernungen sind um ein Vielfaches größer, als man dies vom Stadtplan her vermutet. Wir folgen und folgen der Bahnlinie, aber das angestrebte Ziel ist nicht in Sicht. Inzwischen sind wir in einem vornehmeren Stadtviertel mit Bank- und Bürogebäuden angekommen. Hier sehen wir die ersten Geisterhäuschen, die so typisch für Thailand sind. Fast vor jedem Haus steht ein solches Häuschen, unterschiedlich aufwändig gestaltet und mit Blumengirlanden sowie diversen Figuren, z.B. geschnitzten Elefanten, geschmückt. Hier werden die Gaben für die guten Geister des Hauses geopfert, vor allem Obst und Früchte, aber auch andere Lebensmittel und sogar Getränke. Auf der Terrasse, die immer das Häuschen des Hausgeistes umgibt, werden auch andere Geschenke hingelegt und Räucherstäbchen entzündet. Auch vor den Luxusgebäuden der Banken stehen solche Geisterhäuschen, natürlich auch entsprechend groß und luxuriös ausgestattet. Dar Silom Road immer noch in Sicht ist, ändern wir in der Nähe der Station Chong Nonsi unsere Pläne. Wir klettern hoch zu der Station, kaufen in einem Automaten die Tickets und steigen in die Nächste Bahn ein, die Richtung Zentrum fährt. Die Bahnlinie verläuft schätzungsweise auf der Höhe der 2. Etage, unter uns fahren auf der breiten Straße Autos. Die Sky Train ist ein sehr schnelles und bequemes Verkehrsmittel, vor allem auch unabhängig von den ständiges Staus auf den Straßen. Die modernen uns sauberen Bahnen fahren alle paar Minuten. Aber es gibt nur zwei Bahnlinien. Sie führen zu dem modernen Stadtzentrum (Pathumwan) mit den großen Eikaufszentren. Aber zu dem historischen Zentrum am Fluß, wo sich der Königspalast und einige der interessantesten Tempeln befinden, kommt man damit nicht hin. Kurze Zeit später biegen wir in die Silom Road. Jetzt aber fahren wir weiter und steigen erst auf der Zentralstation (Siam Central) am Siam Centre aus. Beim Verlassen der Bahnstation müssen wir die scheckkartenähnlichen Plastiktickets wieder in einen Schlitz reinschieben und abgeben, damit wir rauskommen können. Jetzt befinden wir uns im Geschäftszentrum Bangkoks. Die Hauptstraße Thanon Rama I., über der die Hochbahn verläuft, ist eine der wichtigsten Ost-West-Achsen in der Stadt. Dementsprechend ist hier das Verkehrsaufkommen und die Smogentwicklung. Die Verkehrspolizisten, die hier versuchen, den chaotischen Verkehr zu regeln und die ständigen Staus aufzulösen, tragen Mundschutzmasken. Wir können dies gut nachvollziehen. An dieser Straße stehen dicht gedrängt riesige Luxushotels und moderne Einkaufszentren. Wir betreten jetzt eines der Zentren, das Siam Center, direkt an der Skytrain-Station. Überall hier - auf der Hauptstraße und in den Fluren des Handelszentrums - gibt es Massen von Menschen, obwohl die Geschäfte im Siam Centre eher zu der gehobenen Preiskategorie gehören. Anschließend gehen wir über die Thanon Rama I. nach Osten, parallel zur Skytrain-Trasse, die hier tlw. zweigeschoßig gebaut ist. Sie macht durch ihre massive Betonbauweise auf massiven Betonstelzen einen überwältigenden Eindruck und läßt die darunter verlaufende Straße im Schatten liegen. Auf der Straße rauschen die Autos und unzählige Tuk-Tuks an uns vorbei. Die Bebaung wird etwas kleiner und lockerer, und auf der rechten Straßenseite befindet sich eine große Grünanlage und ein Tempel. Nach etwa 30 Minuten kommen wir zu einer großen Kreuzung mit der Ratchapra Rop Road. Hier befinden sich wieder große Einkaufszentren und Hotels. Direkt an der Kreuzung sehen wir links das World Trade Centre, ein vollklimatisiertes Einkaufszentrum mit vielen Geschäften und Restaurants, wo ich früher schon ein paar Auftritte hatte, sowie einem großen Vorplatz mit einem ansehnlichen Geisterhäuschen. Wir wollen jedoch auf die gegenüberliegende Kreuzungsseite, wo sich der berühmte Erawan-Schrein befindet. Dahin zu gelangen, ist nicht so einfach. Wir müssen über die großen Fußgängerbrücken gehen, die die mehrspurigen Straßen überspannen.  San Phra Phrom, der Erawan-Schrein, ist eigentlich nur ein kleines Geisterhäuschen (chao thi) des Grand Hyatt Erawan Hotels, in dessen Schatten er auf einem kleinen Vorplatz direkt an der Kreuzung steht. Aber es ist wohl das berühmteste chao thi des Landes, das von der Bevölkerung sehr verehrt wird. Der Schrein wurde Mitte der 50er Jahre errichtet, als sich beim Bau des Hotels rätselhafte Unfälle häuften. Er ist dem hinduistischen, vierköpfigen Gott Brahma (einer der drei obersten Hindu-Götter, der auch als Vater des Gautama Buddha gilt) geweiht, der allerlei Wünsche erfüllen soll, wenn er entsprechend verwöhnt wird. Dementsprechend entwickelte sich der vergoldete Schrein zum richtigen Wahlfahrtsort. Auch jetzt herrscht hier ein reges, lebhaftes Treiben. Die Gläubigen bringen ihre Wünsche vor und bedanken sich für deren Erfüllung. Sie entzünden Räucherstäbchen, spenden Blumengirlanden oder aus Teakholz geschnitzte Elefanten. Die Luft ist hier erfüllt vom Rauch der Räucherstäbchen, vermischt natürlich mit den der Abgase von den angrenzenden Hauptstraßen. Trotzdem kann man hier die Nähe der Kreuzung vergessen. Es herrscht hier eine ganz andere, mythische Atmospäre. Unter einer schattenspendenden Überdachung in der Ecke des engen Vorplatzes sitzen Musikanten und Tänzerinnen in traditionellen Thai-Kostümen. Gegen Bezahlung führen sie für die Gottheit kurze Lakon-Tänze auf. Rund um die Uhr herrscht hier ein ständiges Kommen und Gehen, und angeblich insbesondere vor den jeweiligen Lotto-Ziehungen. Nach dem Aufenthalt am Schrein, während dessen wir die zahlreichen Gläubigen und die Tänzerinnen mit Interesse beobachtet haben, gehen wir jetzt noch zum Narayana Phand auf der anderen Straßenseite. Es ist ein riesengroßes Kaufhaus nur mit Handwerkserzeugnissen und Souvenirs aus Thailand. Danach gehen wir wieder über die Rama I. Road zum Siam Centre zurück. Unterwegs machen wir noch einem Absteher zu der Tempelanlage des Wat Rathum Wanaram, der auf dem Weg, unweit der Straße liegt. Zurück am Siam Centre, gehen wir noch herein, da wir dort vorher einen Internet-Terminal gesehen haben, der jedoch ständig besetzt war. Jetzt haben wir mehr Glück und der Terminal ist frei. Es findet hier wohl gerade eine Aktion eines Telekommunikationsanbieters statt und man kann dort kostenlos das Internet nutzen. Ich nutze die Gelegenheit, um einige E-Mails nach verschiedenen Künstleragenturen abzuschicken und meine eigene Mails nachzuschauen. Ich bin ziemlich zufrieden, dar ich gerade eine positive Antwort bekommen habe, angehend eine große Show, worauf ich schon ein paar Tage gewartet habe. Mittlerweile ist es 15.30 Uhr und wir haben Hunger bekommen. Wir gehen also zu einem der Fastfood-Läden (KFC), die hier im Center reichlich vertreten sind, und essen eine Kleinigkeit. Dann kaufen wir noch einige Wasserflaschen (wir schwitzen in diesem Klima enorm und müssen ständig den Wasservorrat des Körpers ergänzen) und machen uns auf den Rückweg. Wir fahren wieder mit Skytrain von Siam Central bis zur Endstation Saphan Taksin am Fluß Chao Phraya südlich des Zentrums. Den weiteren Weg kennen wir schon von unserem Spaziergang am Vormittag. Wir gehen jetzt den gleichen Weg zurück und nach ca. 40 Minuten erreichen wir das Hotel. Auf dem Stadtplan sieht alles ziemlich nah aneinander gelegen aus, aber es sind in Wirklichkeit riesige Entfernungen. Auf dem Rückweg haben wir schon viel weniger Probleme mit dem lauten Verkehr und den Abgasen auf der Straße. Trotzdem, als wir um 17.15 Uhr unser Hotelzimmer in der 10. Etage betreten, sind wir total geschafft. Nach einer schnellen Dusche legen wir uns also erst mal hin und schlaffen sofort ein. Später stehen wir aber wieder auf, packen unsere Sachen teilweise aus bzw. um, und bereiten uns für den morgigen Tag vor. Wir haben einen sehr anstrengenden Tag hinter uns, mit der langen Anreise, einer harten Klima- und Zeitumstellung, und einer erschöpfenden ersten Erkundung der riesigen Metropole. Mein erster Eindruck von Bangkok ist, daß sie trotz der vielen hervorragenden Sehenswürdigkeiten, die wir noch vor uns haben, eine sehr anstrengende, chaotische Stadt ist, in der man sich - zumindest am Anfang - nur sehr schwer orientieren kann. Da wir für Morgen ausführliche Besichtigungen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten planen, gehen wir heute rechtzeitig ins Bett.

Bangkok - Kreuzungsbereich von Ratchapra Rop Road und Rama I Road, rechts Skytrain-Bahnlinie, vorne ein Geisterhäuschen - Thailand

Bangkok - der Erawan-Schrein, dahinter die Skytrain - Thailand

2 TAG:

- Bangkok -

Obwohl wir einen anstrengenden Tag hinter uns haben, stehen wir heute recht frühzeitig auf. Nach dem Frühstück gehen wir zu der hoteleigenen Anlegestelle für Boote. Unser Hotel bietet ein "free boat service", mit dem man flußaufwärts Richtung Stadtzentrum zu den Anlegestellen für öffenliche Boote am Oriental Public Pier bzw. River City Pier kostenlos gebracht wird. Die Hotelboote verkehren nur zu bestimmten Zeiten und man muß sich vorher, am besten schon Tage zuvor, an der Hotelrezeption anmelden, denn die Anzahl der Plätze im Boot ist begrenzt. Wir haben dies für ein Boot, das heute um 9.00 Uhr ablegt, bereits gestern getan. Wir wollen soweit wie möglich mit dem Hotelboot kommen, und so steigen wir nach 20 Minuten Fahrt an der River City Pier aus, vor dem 3stöckigen River City Shopping Centre  mit zahlreichen Kunst- und Antiquitätengeschäften. Von hier aus müssen wir einige Meter zurückgehen, und zwar bis zur Si Phraya Pier, die sich an dem Royal Orchid Sheraton Hotel befindet. An dieser Pier legen die öffentlichen Expressboote (Chao Phraya Express Boat) an, die am Fluß entlang pendeln und mit denen man am schnellsten ins Zentrum von Bangkok kommt. Diese Boote haben keine Schilder mit der Zielangabe, deshalb muß man aufpassen, wohin man einsteigt. Es verkehren hier nämlich auch viele andere Boote, die andere Ziele, auch außerhalb des Zentrums von Bangkok anfahren und nicht an allen Anlegestellen im Zentrum anhalten. Es dauert etwas Zeit bis wir das System durchschauen. Es gibt spezielle Expressboote und die haben jeweils eine kleine Fahne in den Farben gelb, rot oder grün. Die sollten wir nicht nehmen. Die Standard-Expressbote, die überall im Zentrum anhalten, haben keine Fahne.  Wir haben hier noch etwas Zeit, denn das nächste Boot kommt erst kurz vor 10.00 Uhr. Währenddessen beobachten wir die Umgebung. Auf dem Fluß herrscht ein reger Verkehr - Schiffe, Fähren, Boote und Motorboote fahren scheinbar chaotisch in alle Richtungen. Man sieht sofort, daß der Menam Chao Phraya der wichtigste und schnellste Verkehrsweg Richtung Stadtzentrum ist. Interessant ist auch die offensichtliche Unordnung in der Bauweise, die wir überall in Bangkok feststellen. Modernste Hochhäuser und exklusivste Hotels stehen häufig inmitten von alten, fast abbruchsreifen kleinen Häusern. Auch vom Fluß aus siehen wir an den Ufern meistens alte Abbruchbuden, aber hin und wieder direkt daneben auch moderne Bauten, wie die zahlreichen Hotels entlang des Flußes. Das Boot kommt relativ pünktlich an. Es bietet genug Sitz- oder Stehplätze für viele Passagiere. Es gibt aber auch speziell ausgewiesene Sitzplätze nur für Mönche. Die Tickets kauft man direkt im Boot. Die Schaffnerin kommt sicher zu jedem, der gerade eingestiegen ist. Der Ticket bis zur Tha Chang Pier, die am nächsten zum Königspalast gelegen ist, kostet uns 8,- Baht pro Person. Das Wetter ist heute sehr schön - sonnig, sehr warm, nur ab und zu zeigen sich am Himmel einzelne Wolken. Wir genießen die leichte Brise in dem öffenen, nur überdachten Boot und beobachten die an uns schnell vorbeiziehende Uferpanorama. Immer wieder sieht man hinter den direkt am Ufer stehenden alten Häusern und Schuppen auch die Spitzen der bunten Tempeldächer und goldene Chedis oder Pagoden. Allein in Bangkok gibt es angeblich ca. 400 Tempelanlagen. Nach etwa 20 Minuten Fahrt sind wir an der richtigen Anlegestelle angekommen, wobei sie, wie auch viele andere, keinen Schild mit dem Namen tragt. Man muß sich durchfragen oder an der Umgebung orientieren. Wir sind in der direkten Nähe des Königspalastes und des wichtigsten Tempels der Stadt - Wat Phra Kaeo - aber die Uferbebaung sieht gar nicht danach aus. Vor uns liegen alte Baracken und Holzschuppen  , und wir überlegen im ersten Moment, ob wir hier richtig ausgestiegen sind. Von der Pier müssen wir zuerst durch eine Halle mit kleinen Geschäften und Ständen durchgehen. Wen man hier herauskommt, liegt vor einem aber schon die Straße Thanon Na Phra Lan, an der rechterhand hinten dem Finanzministerium das weitläufige Gelände des Royal Grand Palace und des Königstempels Wat Phra Kaeo liegt, das unser erstes Ziel am heutigen Tag ist. Am Ausgang warten schon auf die Touristen selbsternannte Führer und Schlepper, die ihre Dienste und ihre Tuk-Tuks für Stadtrundfahrten anbieten. Wir wimmeln jedoch ab, denn wir wollen ganz alleine die Stadt besichtigen. Nach mehreren Dutzend Metern an einer hohen weißen Mauer vorbei kommen wir schließlich zum großen, von Soldaten bewachten Eingangstor, über das wir das ca. 20 ha große Areal betreten. Den Weg findet man immer - man muß sich nur an den Touristenströmen orientieren, die hier rein- und rausgehen. Zunächst gehen wir jetzt, den anderen Touristen folgend, über eine lange Straße Richtung Süden, bis wir zu einem großen Gebäude mit Kassenhäuschen und einer Durchfahrt zum Palastgelände kommen. Auf der linken Seite haben wir bereits eine große Wiese passiert, hinter der eine große Mauer und dahinter die reich dekorierten Dächer und Chedis des Wat Phra Kaeo Tempels zu sehen sind.  Zum Grand Palace geht es geradeaus, der Eingang zum Tempelgelände befindet sich links, an den Kassehäuschen vorbei. Die Besichtigung des öffentlich zugänglichen Teils des Palastgeländes ist kostenlos, hingegen für den Zutritt zu den Tempelanlagen braucht man einen Ticket. Es ist jetzt 10.30 Uhr. Wir entscheiden uns zuerst für die Besichtigung der Palastanlagen. Wir gelangen zu einem großen Platz mit Rasen, umgeben mit kugelförmig, sehr kunstvoll geschnittenen Bäumen, um den sich zahlreiche Gebäude gruppieren. Direkt vor unseren Augen, hinter dem Vorplatz, liegt das größte Gebäude, das den zentralen Bereich der gesamten Anlage einnimmt.  Es ist der Palast des Königs Rama V. (Chakri Maha Prasat), das im europäisch-thailändischen Mischstill entworfen ist. Die im Renaissance-Stil gebaute Fassade ist mit traditionellen Spitzdächern und Türmen im siamesischen Stil überdacht. Über eine von steinernen Elefanten flankierte Treppe im linken Flügel des Gebäudes gelangt man hinauf zur großen Audienzhalle. Vor dem Aufgang steht ein Wachsoldat in einer schicken weißen Uniform. Geduldig und regungslos erträgt er die unzähligen Touristen, die sich mit ihm fotografieren wollen. Hinter diesem langgezogenen Palastbau befindet sich ein großes privates Aeral der Königsfamilie, das der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Wir gehen jetzt nach rechts in den südlichen Bereich der Palastanlage.  Von der südlichen Seite wird die Grünfläche von einem kleinen, filigranen Aphonphimok Prasat Pavillon flankiert, den König Mongkut um 1860 als Umkleidepavillon errichten ließ. Mit eleganten Dekorationen und harmonischen Proportionen gilt er als besonders gelungenes Beispiel thailändischer Architektur.  Über ein schmuckes Tor  neben dem Aphonphimok Prasat Pavillon kommen wir zum im Süden angrenzenden, kleineren Areal, in dem der im Thai-Stil erbaute Palast Dusit Maha Prasat dominiert.   Dieser kreuzförmige Bau mit einem fünffach gestaffelten Bau und einem hohen siamesischen Turm  , der als Krönungshalle errichtet wurde, wird heute als Aufbahrungshalle für Begräbniszeremonien genutzt.  Nach einem kurzen Rundgang an dieser Halle, wenden wir uns jetzt dem gegenüberliegenden Teil der Anlage zu, der vom Norden die Grünanlage begrenzt. Hier dominiert ein großes, ganz im Thai-Stil errichtetes Gebäude, der Amarindra Vinichai Palast.  Er diente zur Zeit von König Rama I. als Gericht, später fanden hier Krönungsfeierlichkeiten und offizielle Empfänge statt. Davor befinden sich einige kleinere Hallen, bzw. Pavillons, u.a. die Dusida Bhiromya Halle und Snamchand Halle. Besonders die letzte Halle gefählt mir sehr wegen ihrem mit filigranen Keramikblümchen geschmückten Dach. In der nordwestlichen Ecke des Areals befindet sich ein Übergangstor zu der Tempelanlage. Da wir jedoch noch keine Eintrittskarten besitzen, müssen wir den Palastbezirk wieder verlassen und zu den Kassenhäuschen gehen. Ohne lange warten zu müssen kaufen wir hier unsere Eintrittskarten (200,- Baht p.P.), die auch zur Besichtigung einer Münzsammlung und des Vimanmek Palastes aus Teakholz in einem anderen Stadtteil berechtigen. Durch ein hohes Eingangstor im Südwesten der 1782 entstandenen Tempelanlage betreten wir zusammen mit zahlreichen anderen Touristen aus der ganzen Welt das ausgedehnte Gelände des Wat Phra Kaeo, des Tempels des Smaragd-Buddhas. Der Eingangsbereich wird überwacht von mehreren riesigen Yak-Dämonenpaaren,  die ein beliebtes Fotomotiv darstellen.  Der Tempel ist von einem überdachten Wandelgang umschlossen, auf deren Wänden ein farbenprächtiger Bilderzyklus das thailändische Ramayana-Epos erzählt. Wir bewegen uns durch das Tempelareal im Uhrzeigersinn und kommen zuerst zu einem, auf einer Marmorplattform gelegenen, großen goldenen Chedi (Phra Sri Ratana),  der eine Buddha-Reliquie beherbergt.  Um ihn herum sind einige kleine, mit Elefantenfiguren dekorierte Altare angeordnet. Auf der gleichen, erhöhten Plattform, östlich des goldenen Chedis befindet sich das prächtige Gebäude der königlichen Bibliothek (Phra Mondhop).  Vergoldete, mit Mosaiken geschmückte, schlanke Säulen tragen ein ebenso geschmücktes und vergoldetes, pyramidenförmiges Dach. Am unteren Rande des Daches befinden sich zahlreiche kleine Glöckchen, die, durch den Wind bewegt, ständig leise läuten. Auch die Außenwände der Bibliothek sind nicht weniger aufwendig geschmückt. Hier werden die heiligen Schriften "Triptaka" aufbewahrt. Wir gehen vom Westen um den goldenen Chedi herum, und kommen zu der nördlichen Begrenzung des Tempelgeländes. Auch hier überwachen einige Yak-Dämonen die Eingänge im Wandelgang.  Im Nordwesten befindet sich das Mausoleum Ho Phra Nak für verstorbene Verwandte des Königshauses.  Südöstlich des Mausoleums steht eine kleine Gebetshalle Vihara Yot. Das mit filigranen, farbigen Keramikblumen geschmückte Gebäude gefällt mir besonders gut.  In dem nördlichen Wandelgang dahinter knien mehrere Gläubige und beten leise, parallel zu einem mehrstimmigen, aus einem Gebetsraum laut übertragenen (oder aber vom Band abgespielten?), monoton-rhythmischen buddhistischen Gebet. Jetzt gehen wir zurück zur Plattform mit dem Chedi und der königlichen Bibliothek. Zwischen der Gebetshalle und dem Bibliothekgebäude gelangt man hier zu einem kleinen steinernen Modell der Tempelanlage in Angkor in Kambodscha. Weiter östlich auf der Marmorplattform, neben der königlichen Bibliothek steht der dritte von den erhöht gelegenen Bauwerken. Es ist das imposante königliche Pantheon (Prasat Phra Debidorn)   mit kreuzförmigem Grundris und einem von schlanken Säulen getragenen und von einem Prang bekrönten Dach. Das mit blauen und roten Fayencen prunkvoll geschmückte Gebäude birgt die Urnen der verstorbenen Chakri-Könige. Es wird überwacht von vergoldeten, mythischen Wesen, sog. kinaras.  An der östlichen Seite des Pantheons befinden sich zwei kleinere, goldene Chedis,  die von mehreren Dämonenfiguren gestützt werden. Diese Dämonen bilden auch ein sehr häufiges Photomotiv.    Hinter dem nördlichen Chedi und östlich von der Gebetshalle Vihara Yot befindet sich eine zweite königliche Bibliothek - Ho Monthien Dhamma. Im Osten wird das Tempelgelände von acht großen, mit verschiedenfarbigen Mosaiken belegten Prangs begrenzt. Wenn man hier durch ein Tor in dem Wandelgang hinausgeht, gelangt man zu einem kleinen parkähnlichen Innenhof,  wo man auch Toiletten finden kann. Zurück im Tempelbezirk, kommen wir zum Abschluß unseres Rundgangs durch die Tempelanlage zum allerwichtigsten Gebäude - dem prunkvollen Bot, der unter König Rama I. für den Smaragd-Buddha errichtet wurde. Der Bot steht im Zentrum der Anlage, südlich der Plattform mit dem Pantheon und der Bibliothek, und ist das größte Gebäude auf dem Gelände. Die Außenwände sind mit bunten Glasmosaiken und Basreliefs aus 112 Garuda-Figuren geschmückt. Auch die Fenster sind wundervoll verziert. Das dreifach gestaffelte Dach wird von hohen Säulen getragen. Auch hier hängen überall am Dachrand kleine, im Wind läutende Glöckchen. Vor dem Bot-Haupteingang im Osten stehen zwei schöne, große Fächerpalmen.  Daneben befindet sich ein großer Opferaltar, an dem die Gläubigen Räucherstäbchen entzünden, Lotosblumen opfern und beten. Da heute ein Sonntag ist, sind neben den Massen von Touristen auch sehr viele einheimische Besucher und Gläubige auf dem Tempelgelände zu sehen.  Jetzt wollen wir den Bot besuchen. Man darf nur barfuß hereintretten. Unsere Schuhe müßen wir also vor dem Gebäude, in speziell dafür aufgebauten Regalen stehen lassen. Im Mittelpunkt des hohen, reichlich geschmückten Raumes thront auf einem goldenen, mit wertvollen Votivgaben bestandenen Altar der Smaragd-Buddha. Die nur 66 cm hohe Figur aus milchig-grünem Nephrit (eine Jade-Art) stammt vermutlich aus der Mitte des 15. Jh. und ist das Nationalheiligtum von Thailand. Im Tempel dürfen wir nicht stehenbleiben. Man muß sich auf dem Boden hinknien oder hinsetzen. Dabei muß man darauf achten, daß man der Statue niemals die Fußsohlen entgegenstreckt, da das als äußerst unhöflich gilt (auch im Bezug zu lebenden Personen). Wir bleiben hier auch etwas länger auf dem Boden sitzen. Die Stille dieses halbdunkles Raumes und die hier betenden Buddhisten verleihen dem Ort eine besondere Atmosphäre. Und auch die angenehme Kühle der Halle verschafft uns eine willkommene Pause von den tropischen Temperaturen draußen. Gegen 13.00 Uhr beenden wir unserer Rundgang durch beide Anlagen und verlassen das Gelände auf dem gleichen Wege   über das Haupttor im Norden. Zunächst versorgen wir uns an einem Stand wieder mit einigen Flaschen Wasser, den bei den vorherrschenden Temperaturen schwitzen wir wie Weltmeister. Jetzt wenden wir uns dem riesigen, ovalen, parkähnlichen Platz Sanam Luang zu, nördlich des gerade besuchten Tempels gelegen. Hier treffen sich viele Bangkoker, hier wird gepicknickt, hier läßt man Papierdrachen steigen. Am westlichen Rand entlang gehen wir ca. 10 Minuten lang zur Wat Mahathat Tempelanlage. Dieses Kloster mit einer buddhistischen Universität ist aber leider wegen der zur Zeit dort stattfindenden Meditationsstunden heute erst ab ca. 18.00 Uhr für Touristen zugänglich, wie wir dort erfahren. Schade, wir wolten auch diesen, einen der größten Tempel der Stadt besichtigen. So werfen wir nur von draußen einige Blicke rein, aber hinter den Bäumen kann man nicht allzu viel erkennen, und gehen anschließend, mit einer kurzen Zwischenpause auf einer Bank in Sanam Luang Park, zurück. Am nordöstlichen Rand des Wat Phra Kaeo-Tempelgeländes befindet sich eine verkehrsreiche Kreuzung der Na Phra Lan und Sanam Chai Straßen. In der Mitte der Kreuzung steht ein großer Denkmal des Königs Bhumipol (Rama IX.). Östlich davon befindet sich der Lak Muang-Schrein. Der von einem weißen Prang gekrönte Schrein ist dem Schutzgeist Bangkoks gewidmet und birgt den Grundstein der Stadt. Er markiert das Zentrum des Landes, von dem alle Entfernungen gemessen werden. An dem Schrein vorbei gehen wir jetzt entlang der stark befahrenen und breiten Sanam Chai Straße nach Süden. Auf der linken Straßenseite verbirgt sich hinter einer hohen, insgesamt 1900 m langen Mauer das ausgedähnte Gelände des Königspalastes. Östlich der Straße liegt das sehr europäisch wirkende Verteidigungsministerium, von mehreren historischen Kanonen umgeben, und weiter südlich davon - das Außenministerium. Hinter den Ministerien erreichen wir einen Park, wo wir im Schatten der Bäume eine Erholungspause anlegen. Danach machen wir uns auf den Weg zur nächsten wichtiggen Sehenswürdigkeit, die wir uns für heute vorgenommen haben - zum Wat Pho Tempel. Er liegt nicht mehr weit von hier, nämlich südlich vom Königspalast. An der nächsten Kreuzung biegen wir nach rechts in die Thai Wang Straße und gehen einige Dutzend Meter Richtung Fluß bis zum Tempeleingang. Um etwa 14.30 Uhr sind wir da. Der Eintritt auf das Tempelgelände kostet 20,- Baht p.P., also ein Zehntel des zum Wat Phra Kaeo Tempel. Der 1789 errichtete Wat Pho Tempel ist wohl die älteste und auch größte Tempelanlage von Bangkok. Zu Beginn unseres Rundganges im Uhrzeigersinn überschreiten wir ein Tor zum östlichen Tempelbereich. Der Zugang wird von grimmig dreinblickenden, riesigen Tempelwächtern mit großen Hüten bewacht, die angeblich dem Marco Polo nachgebildet wurden. In diesem Teil des Tempels befindet sich ein großer Bot, der als der eindrucksvollste von Bangkok gilt. Um ihn herum sind symmetrisch vier Viharas, die meisten von den insgesamt 95 Chedis sowie zahlreiche Nebengebäude angeordnet. Der Bot ruht auf einer Marmorplattform, die von Hallengalerien mit ihsgesamt ca. 400 Buddha-Figuren umgeben ist. Im Inneren befindet sich auf einem Altar eine kleine Buddha-Statue. Entlang der südlichen Begrenzung der Tempelanlage, hinter der sich die Wohnungen der ca. 300 hier lebenden Mönche befinden, kommen wir zum zentralen Tempelbereich. Hier dominieren vor allem vier hohe verschiedenfarbige Chedis, die mit Fayencen bedeckt sind. Weiter westlich steht ein sehr sehenswerter Pavillon der mit Porzellan reich dekorierten Bibliothek. Unweit davon befindet sich ein chinesischer Pavillon, mit Lampions und farbigen Bändern dekoriert, in dem, unter einem heiligen Baum der dickbäuchige chinesische Milefo-Buddha sitzt. An dem Bibliothekgebäude vorbei kommen wir zu der größten Atraktion des Tempels, die sich in dem westlich des Tempel-Haupteinganges stehenden Vihara befindet. Er beherbergt den großen liegenden Buddha. Ihm verdankt der Tempel den Namen: Tempel des liegenden Buddhas. Die 45 m lange und 15 m hohe, vollständig vergoldete Statue aus Ziegeln und Zement stellt Buddha beim Eingang ins Nirvana dar. Auf den Sohlen seiner überdimensionalen Füße sind 108 Perlmuttplättchen angebracht, die über die Eigenschaften eines Buddhas belehren. Leider ist heute die Statue wegen Renovierungsarbeiten vollständig eingerüstet. Einen der häufigsten Photomotive in Bangkok kann ich also nicht aufnehmen. Aber es macht nichts, die Besichtigung selbst hinterläßt unvergeßliche Eindrücke. So wie jedes Tempelgebaude bisher, können wir auch den Vihara nur barfuß betreten. Wie vor jedem wichtigen Tempel, befinden sich auch hier große Regale für die Schuhe. Man muß sich nur gut merken, wo man sie abgestellt hat. Nach ca. 1 Stunde beenden wir unseren schnellen aber interessanten Rundgang durch diese beeindruckende Tempelanlage. Ich bin besonders fasziniert, ähnlich wie schon bei der Besichtigung des Wat Phra Kaeo Tempels, von den farbenfrohen, filigranen Dachkonstruktionen der buddhistischen Tempelbauten. Dabei dominieren immer die Farben orange, gelb und grün, die miteinander unterschiedlich kombiniert werden. Mittlerweile ist es schon 15.30 Uhr geworden, aber wir haben heute noch einiges vor. Also begeben wir uns jetzt schnell zur nächsten Anlegestelle am Fluß. Die Tha Tien Pier liegt nicht weit, in der direkten Verlängerung der Thai Wang Straße, die das Palastgelände vom Wat Pho Tempel trennt. Von dieser Pier pendeln ständig kleine Fähren auf die andere Flußseite, zum dort etwas weiter südlich gelegenen Wat Arunratchawararam (kurz Wat Arun genannt) - dem Tempel der Morgendämmerung (bzw. Tempel der Morgenröte). Er zählt zu den schönsten Sakralbauten des Landes und gilt auch als eines der Wahrzeichen Bangkoks. Sein mit bunten chinesischen Keramik- und Porzellanscherben vollständig bedeckter, 66,8 m hoher Prang (mit einer 236 Quadratmeter großen Grundfläche) ist schon von Weitem sichtbar und bietet einen majestätischen Anblick. Der aus dem frühen 18. Jh. stammende zentrale Prang ist von vier kleineren Prangs und vier Viharas flankiert, sie alle auch überreich mit Porzellanmosaiken verziert. Die Überfahrt auf die andere Flußseite kostet je 2,- Baht und dauert nicht lange. Die Fähre manövriert dabei geschickt zwischen den flußaufwärts und -abwärts zahlreich fahrenden großen und kleinen Booten. An der anderen Ufer angekommen, kaufen wir direkt an der Pier für 20,- Baht unsere Tickets für die Tempelbesichtigung und nähern wir durch einen Park dem imposanten Prang. Etwas weiter südlich des Wat Arun befindet sich das Hauptquartier der Marine (Royal Thai Navy Headquarters) und wohl auch eine Offiziersschule. In dem Park am Tempel findet gerade eine große feierliche Zeremonie statt. Vielleicht ist es eine Schlußfeier der Kadeten der Offizierschule? Auf jeden Fall wimmelt es überall von Marinesoldaten in schicken, weißen Uniformen. Immer wieder kommen kleine Delegationen von Offizieren zu einem im Park stehenden Denkmal einer Persönlichkeit und bringen Blumen sowie spezielle Opfergaben mit sich, die wie kleine, weiße, eiförmige Urnen oder Pokale aussehen. All dies läuft sehr förmlich ab. Vor dem Denkmal stehen einige Uniformierte, wohl Militärpolizisten, die den Zugang zu ihm regeln. Fotografen und TV-Reporter sind auch dabei. Auf dem Gelände wird laut die Thai-Musik gespielt. Auf einer kleinen Bühne führen junge Mädchen in bunten Trachten typische Thai-Tänze und Lieder auf. Es sind wohl die Kinder der Offiziere, denn die Zuschauer - wahrscheinlich hauptsächlich deren Eltern - reagieren mit großer Begeisterung auf die Aufführung. Überall auf dem Rasen sind auch Stühle und Tische aufgestellt, an mehreren Ständen kann man sich mit warmen Thai-Essen versorgen. Wir lassen das bunte, exotische Treiben hinter uns und nähern uns dem Prang. Vier steile Treppen führen auf einen hohen Sockel hinauf, auf dem der zentrale Prang emporragt. Man darf aber nur zu der untersten Plattform aufsteigen und darauf den Prang umrunden. Erst aus der nächsten Nähe kann man den Detailreihtum der Keramikverzierungen und Dekorationen so richtig erkennen. Immer wieder entdecken wir hier interessante Details, wie z.B. die Dämonen, die den Prang im unterem Bereich stützend umringen. Danach spazieren wir noch durch das nordwestlich des Prangs gelegene Tempelgelände mit zahlreichen größeren und kleineren Gebäuden, u.a. der Kapelle (Phra Viharn) und der Nische mt dem Fußabdruck Buddhas, sowie durch die benachbarten Straßen. Die weißen Säulen und Außenwände des Bots dieser Tempelanlage bzw. der Ordination Hall sind mit bunten Porzellanblumen dekoriert. In dem Innenhof, der von einem in grellen Farben bemalten Wandelgang mit Buddha-Statuen und Bronze-Elefanten umgeben ist, stehen zahlreiche chinesische Steinstatuen. Hier begegnen wir einer hochrangigen Delegation. Ein wichtiger General oder uniformierter Minister verläßt gerade den Tempel, begleitet von mehreren ihn respektvoll umgebenden Offizieren (darunter auch Frauen) in festlichen Uniformen sowie von einem Fernsehteam. Wir werfen noch einen Blick in den Innenraum des Bots mit einem goldenen, sitzenden Buddha und gehen gleich weiter über die angrenzenden Straßen zurück zur Pier. Auf die Fähre wartend, beobachten wir den regen Verkehr auf den Fluß.  Gegen 17.30 Uhr setzen wir auf die östliche Flußseite zurück und nehmen uns dort gleich ein Taxi, mit dem wir für 69,- Baht zum Geschäftszentrum im Osten, am Siam Square, fahren. Hier ist richtig etwas los. Massen von Menschen, mit Autos und Tuk-Tuks verstopfte Straßen, Lärm, Abgase - dies sieht hier zu jeder Tageszeit ähnlich aus, aber abends kommt der wahre Höhepunkt. Wir bummeln über die gewaltigen Betonkonstruktionen der riesigen Fußgängerbrücken, die die Kreuzung der beiden Hauptstraßen Rama I. und Phaya Thai Road überspannen. Direkt von diesen Brücken gelangt man zu den gigantischen MBK-Einkaufszentrum sowie zu anderen angrenzenden Gebäuden. Unter uns der laute Straßenchaos, über uns die zweigeschoßige Betonstrecke der Schnellbahn, die sich hier noch verzweigt, überirdische Durchgänge zu den zwei großen Skytrain-Stationen National Stadium und Siam Central, Treppen rauf, Treppen runter. Man weiß nicht, wohin man zuerst hingucken soll, und wo man hinauskommt. All dies ist beeindrückend aber auch bedrückend. Wir erkunden hier ein wenig die Wege und gehen danach zum Siam Centre, wo wir an einem Internet-Terminal kostenlos unsere E-Mail-Konten abfragen können. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite finden wir einen Pizza-Hut, in dem noch einige Plätze frei sind, und genießen nach dem sehr anstrengenden Tag gemütlich ein für dieses Lokal typisches Menü. Mittlerweile ist es dunkel geworden. Wir überlegen, wie wir zurück ins Hotel kommen sollen - von der südlichsten Skytrain-Station in Saphan Taksin gibt es noch ca. 40 Minuten Fußweg nach Hause, wofür wir heute wohl nicht mehr genug Kräfte haben - also entscheiden wir uns für einen Taxi. Der Taxi-Fahrer spricht kaum Englisch. Nachdem wir ihm den Hotelnamen gesagt haben, fragt er uns, welches von den beiden, weil es angeblich in Bangkok zwei Hotels mit diesem Namen gibt. Es dauert eine Weile, bis wir uns schließlich verständigen, wohin wir fahren müßen. Dabei widmet er sich, stark gestikulierend, mehr dem Gespräch mit uns, als dem Straßenverkehr. Aber hier im Zentrum kommen wir durch die verstopften Straßen sowieso nur schleppend voran. Da sind die Tuk-Tuk-Fahrer eindeutig im Vorteil. Sie nutzen jede, noch so kleine Lücke zwischen den Fahrzeugen, um voranzukommen. Als wir schließlich auf eine der Schnellstraßen gelangen, ist unser Fahrer so froh darüber, endlich Gas geben zu können, daß er die Abfahrt auf die Charoen Krung Straße zu unserem Hotel verpaßt und über die Brücke auf die andere Flußseite kommt. Es ist ihm zwar richtig peinlich, aber es hilft nichts, man kann hier sowieso nirgendwo wenden. Einen kleinen Vorteil hat die ganze Aktion - wir können ihm von der gegenüberliegenden Flußseite unser Hotel zeigen. Er scheint sich hier auch nicht so gut auszukennen. Auf jeden Fall dauert es einige Zeit, bis er den Weg zurück auf "unsere" Flußseite über eine weiter südlich liegende Brücke findet. Gegen 21.00 Uhr sind wir endlich im Hotel. Der Taxi-Fahrer berechnet uns wegen seiner Panne nur 90,- anstatt der angezeigten 107,- Baht. Im Hotel bereiten wir dann unser Gepäck für die morgen beginnende Rundreise vor, ich schreibe noch einige Postkarten, dann trinken wir noch in der Hotelbar unser Welcome-Getränk. Als wir schließlich erschöpft schlafen gehen, ist es bereits 23.30 Uhr.

 

    Bangkok - Wat Phra Kaeo, Dämonen, die einen goldenen Chedi stützen - Thailand                   Bangkok - Wat Phra Kaeo, Blick auf die Tempelanlage von Außen, von links: der Prang des Pantheons, das Dachturm der Bibliothek und der goldene Phra Sri Ratana Chedi - Thailand

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- Bangkok - Bang Pa-In - Ayutthaya - Suphanburi -

Heute beginnt unsere 4tägige "Kleine Thailand-Rundreise" durch Zentralthailand, die wir bei TUI gebucht haben. Schon frühmorgens werden wir vom Hotel mit einem großen TUI-Reisebus abgeholt, obwohl unsere Reisegruppe nur aus 15 Teilnehmern besteht. Wir fahren zunächst über die uns schon bekannte Charoen Krung Road nach Norden. Wir kommen an der Hochbahn und einigen großen Hotels vorbei,  und nach ca. 30 Minuten Fahrt steigen wir in der Nähe einer Bootanlegestelle (River City Pier) aus, denn unsere Fahrt werden wir gleich mit einem Schiff fortsetzen. Das Schiff ist aber noch nicht da, und bis zur Weiterfahrt haben wir noch etwas Zeit. Wir warten und spazieren also an der River City Pier und an dem River City Shopping Centre. Dies ist das größte Handelszentrum für Kunst und Antiquitäten (art and antique centre) in ganz Südostasien, dementsprechend stolz sind hier auch die Preise. Etwas nördlich davon liegt das große Hochhaus des Royal Orchid Sheraton Hotels. Zwischen dem Hotel und dem River City Gebäude befindet sich ein kleiner Platz, auf dem wir die meiste Wartezeit verbringen. Gegen 8.00 Uhr gibt unser Reiseleiter das Signal, daß das Schiff gleich kommt und wir einsteigen können. Das Schiff mit dem wir jetzt flußaufwärts - nach Norden - unsere Reise fortsetzen werden, heißt "Pearl of Siam" (II) und ist einer der drei gleichnamigen Schiffe der Queen Mary Company. Außer unserer kleinen Reisegruppe sind nur noch einige wenige andere Passagiere am Bord des 1993 erbauten, 33 m langen Ausflugsschiffes, das eine Kapazität von 170 Passagieren besitzt. Wir fahren zuerst durch das Zentrum und dann durch die Vororte von Bangkok. Neben vielen alten Bauten sehen wir im Norden der Hauptstadt auch mehrere moderne Hochhäuser und eine riesige Flußbrücke. Das Wetter in Bangkok ist nicht sehr gut. Es ist eher bewölkt und in der Luft liegt sehr viel Dunst. Aber während der Fahrt wird es besser. Die Sonne kommt heraus und verschwindet nur ab und zu hinter großen Wolken. Am Horizont hinter uns braut sich jedoch etwas zusammen und folgt uns langsam hinterher. Wir verbringen die meiste Zeit auf dem Oberdeck und beobachten das Leben an den Flußufern. Die Landschaft ist flach aber nicht langweilig. Im Gegenteil, die Gebiete entlang der Ufer sind fast durchgehend besiedelt. Wir sehen vom Schiff aus viele, meist einfache aber auch größere Holzhütten, die in der Regel auf Stelzen im Wasser stehen. Aber in größeren Ortschaften sind natürlich auch viele moderne Gebäude, sogar Hochhäuser, zu sehen. Und immer wieder sieht man auch schöne, bunte Tempelanlagen, die an den Ufern errichtet wurden und überwiegend zum Fluß hin ausgerichtet sind. Das traditionelle Leben der Thais am Menam Chao Phraya orientiert sich natürlich zum Wasser hin. Der Fluß und die zahlreichen Kanäle sind hier auch die Hauptverkehrsadern. Wir begegnen vielen anderen Schiffen, kleinen und schnellen Motorbooten und auch großen Kähnen, die voll beladen flußauf- und -abwärts fahren. Während der geruhsamer Fahrt bewundern wir auch die tropische Vegetation an den Ufern und genießen einfach die Sonne und die an uns langsam vorbeiziehenden Landschaften. Hier oben sitzen wir an den Tischen fast ganz alleine. Die meisten Mitreisenden verstecken sich vor der Sonne auf dem unteren Deck oder verbringen die Reise unten im vordersten Teil des Bootes. Dort bekommen wir gegen 9.00 Uhr den Kaffee serviert, und gegen 11.00 Uhr genießen wir am Unterdeck das Mittagessen. Kurz danach, nach einer ca. 4stündigen Schiffsreise kommen wir zum Ziel. An der Anlegestelle Bang Sai mit einem kleinen Tempel Wat Potangtai, ca. 50 km nördlich von Bangkok, verlassen wir das Schiff und steigen in einen Bus um, mit dem wir die Reise zum ca. 10 km nordöstlich entfernten Bang Pa-In fortsetzen. In Bang Pa-In befindet sich seit dem 17. Jh. der Sommerpalast der Könige von Ayutthaya. Später, als die Könige in Bangkok residierten, ließen König Mongkut und sein Nachfolger Chulalongkorn im 19. Jh. an dieser Stelle einen neuen Palast im asiatisch-europäischen Still errichten. Es ist genau Mittag. Zwischenzeitlich ist der Himmel gänzlich hinter einem von Süden heranziehenden Wolkenschleier verschwunden. Die Luft ist sehr schwül und dünstig. Wir fahren jetzt auf Landstraßen durch eine landwirtschaftlich geprägte Gegend mit einigen Reisfeldern sowie vielen Gärten mit Palmen und Bananenbäumen. Bereits während der Fahrt fallen die ersten Regentropfen. Als wir gegen 12.20 Uhr am Parkplatz vor dem Sommerpalast ankommen, beginnt es in Strömen zu gießen. Es ist ein heftiger, tropischer Platzregen. Unser junger Reiseführer behält jedoch die Ruhe und prophezeit, daß in einer halben Stunde der Regen zu Ende ist. Wir bleiben also im Bus sitzen - eine Besichtigung bei diesem Wetter macht keinen Sinn, da hilft kein Regenschutz. Während wir also so vor sich hindüsen, beobachten wir mitleidig andere Touristen, die weniger Glück als wir hatten, und jetzt klitschnaß in ihre Busse nach der Besichtigung zurückkehren. Gegen 13.00 Uhr hört es tatsächlich auf zu regnen, und wir können aussteigen. Dann muß ich, und einige andere Mitreisende auch, aus dem Koffer noch eine lange Hose rausholen und sie anziehen, denn eine Palastbesichtigung in kurzer Hose ist nicht erlaubt. Der Regen ist zwar vorbei, aber es bleibt zunächst bewölkt, und die Sonne kommt nur sehr schwach zum Vorschein. Auf dem Weg durch die weitläufige, an einem Arm des Chao Phraya Flußes gelegene Parkanlage mit vielen künstlichen Seen kommen wir zunächst an einem kleinen Steinschrein im Khmer-Still zu Ehren eines Ayutthaya-Königs (Ho Hem Monthian Thewarat) vorbei. Am Ende des geraden Weges, der an einem See und dem dahinterliegenden Palast im europäischen Still vorbeiführt, kommen wir wohl zu dem schönsten Bauwerk der Anlage. Es ist der kleine, filigrante und elegante Wasserpavillon (Phra Thinang Aisawan Thiphta-Art), der mitten in einem Teich steht und sich malerisch darin spiegelt. Der aus Holz konstruierte Pavillon gilt als ein Beispiel vollendeter Thai-Architektur. Im starken Kontrast zu ihm stehen die steinernen europäischen Statuen auf der Brücke sowie die Warophat Phiman-Residenz und das an den Still der französischen Paläste angelehnte Thewarat Khanlai Gate.  Über eine weitere Brücke gelangen wir zum hinteren Teil der Anlage, der früher ausschließlich der Königsfamilie vorbehalten war. An einigen anderen Bauten und Grünflächen mit aus Hecken schön modellierten Elefanten vorbei gelangen wir zum weiteren sehenswerten Gebäude - zu dem zweistöckigen, im chinesischen Still errichteten Phra Thinang Wehart Chamrun Pavillon. Er war ein Geschenk eines Prinzen für den König Rama V. und später das bevorzugte Domizil von König Rama VI. Das Gebäude mit seiner interessanten Ausstattung dürfen wir nur barfuß besichtigen. Auf einer kleinen, über Brücken erreichbaren Insel steht ein bunter Aussichtsturm, der mich eher an einen Leuchtturm erinnert. Insgesamt ist der ca einstündige Rundgang durch die üppige tropische Parkanlage mit der Ansammlung von Bauten der verschiedensten europäischen und asiatischen Stilrichtungen sehr kurzweilig und interessant. Gegen 14.15 Uhr steigen wir wieder in den Bus ein und fahren jetzt in die alte Hauptstadt Ayutthaya, die ca. 20 km von hier entfernt liegt. Die Landschaft ist, ähnlich wie vorher schon, landwirtschaftlich geprägt. Immer wieder sehen wir in den Dörfern und Orten auch prunkvolle, bunte Tempelanlagen. Ayutthaya war vor Bangkok über 400 Jahre lang die Hauptstadt des Königsreiches und eine der glänzendesten Metropolen Südostasiens (in den Jahren 1350 bis 1767). Obwohl sie 1767 von den birmesischen Truppen völlig zerstört wurde, blieben im alten Kern der Hauptstadt - auf der von drei Flüssen umschlossenen Insel - über 500 Ruinen erhalten; teilweise wurden sie auch restauriert.   Seit 1991 gehört dieses Gebiet zum Weltkulturerbe der UNESCO. Eine ausführliche Besichtigung des weitläufigen Areals der alten Königsstadt mit zahlreichen Tempeln würde sicherlich mehrere Tage erfordern. Wir müssen uns bei der Rundreise nur auf einige wenige Sehenswürdigkeiten beschränken. Noch außerhalb der Flußinsel, südöstlich davon in einem Flußbogen gelegen, befindet sich der gut erhaltene bzw. vollständig renovierte Wat Phanan Choeng Tempel, an dem wir unsere erste Pause anlegen. Er ist der älteste Tempel in Ayutthaya, erbaut 1344, und beherbergt die angeblich größte antike Buddha-Statue, die als "Luang Po To" bekannt ist. Vor dem Eingang zur Haupthalle (Viharn) befindet sich eine abgeschnittene Bananenstaude mit unzähligen eingesteckten Geldscheinen, die so geopfert werden. In der Vorhalle kann man Kerzen, Lotusblüten sowie kleine Blattgoldstücke (oder wohl nur künstliche, goldene Folie?) kaufen und an den Buddhastatuen opfern. Der Reiseleiter Tam erklärt uns, wie man opfert. Während man mit den Goldblättchen eine der vielen kleinen Buddhastatuen im Vorraum beklebt, muß man sich einen Wunsch denken, der dann in Erfüllung gehen wird. Wir kriegen von ihm auch die goldenen Blättchen und probieren es aus. In der Haupthalle mit dem riesigen sitzenden Buddha kann man bei einem älteren glatzköpfigen Mönch auch große, orangenfarbige Gewände kaufen, wenn man sich von irgendeiner Schuld freikaufen will. Diese Gewände werden der großen Buddhastatue immer wieder neu umgehängt. Gerade jetzt werden sie auch wieder erneuert. Dazu dient eine Wendeltreppe am Rücken der Statue, über die die Mönche bis zur Schulter den Buddhas kommen, und von dort das breite orangene Band nach unten abrollen lassen. An einer anderen Stelle in der Haupthalle befindet sich ein Verkaufsstand, an dem mittelgroße Plastikeimer, voll mit Lebensmitteln verpackt und in Folie eingeschweißt, verkauft werden. Es verwundert mich zunächst, daß im Tempel sowiel Handel betrieben wird. Aber wir erfahren, daß man diese Lebensmittel hier kaufen kann, um sie anschließend einem der im Tempel sitzenden und betenden Mönche zu spenden. Sie leben und ernähern sich nämlich nur von den Almosen der Gläubigen. Es ist schon merkwürdig zu sehen, wie die Mönche an den Eimern voller Leckereien sitzen (und sie auch vielleicht selbst verpackt haben) aber erst warten müssen, bis jemand sie ihnen abkauft und anschließend verschenkt. Nach dem Rundgang um die große Buddha-Statue, umgeben von vielen kleinen goldenen Buddhas, und der Besichtigung eines Nebenraumes mit anderen Buddhastatuen und interessanten Wandmalereien, sehen wir noch sieben goldene Miniaturstatuen von Buddha in verschiedenen Haltungen, die jeweils einem Wochentag zugeordnet sind. Dann fahren wir mit dem Bus ein kurzes Stück weiter und erreichen über eine Brücke die historische Ruinenstadt auf der Flußinsel. Von dem Parkplatz gehen wir an einem neuen Tempel Vihara Phra Mongkol Bophit vorbei und kommen zur größten Tempelruine der ehemaligen Hauptstadt. Inzwischen ist das Wetter wieder schön geworden - tiefblauer Himmel und warmer Sonnenschein verleihen den Ruinen eine besondere Atmosphäre. Die Ruine des Königstempels Wat Phra Si San Phet, die wir jetzt besichtigen, ist von hohen Mauern umgeben. Der Tempel war ein Ort wichtiger religiöser und staatlicher Zeremonien, die vom König vollzogen wurden. Nach der Zerstörung durch die Birmesen sind nur drei verbrannte und verwitterte große, weiße Chedis geblieben. Diese enthalten die Asche verstorbener Könige und eine Buddha-Reliquie. Vor der Zerstörung stand im Vihara des königlichen Tempels ein 16 m hoher, vollständig mit Gold überzogener Buddha. Um die drei großen Chedis herum befinden sich noch einige weitere kleinere, zerstörte Chedis aus roten Ziegelsteinen. Alle sie sind schon ziemlich stark verwittert und zerfallen. Wir haben noch etwas Zeit, um durch diese parkähnliche Anlage mit kurzgeschnittenem Rasen und einigen alten Bäumen um die Ruinen herum zu schlendern. Anschließend geht es zurück zum Bus. Auf dem Rückweg zum Parkplatz habe ich noch Zeit, um in den aus den 50er Jahren stammenden Vihara Phra Mongkol Bophit einen Blick zu werfen. Er beherbergt den größten Bronze-Buddha des Landes, der bei der Bevölkerung ein hohes Ansehen genießt. Es handelt sich dabei um die Rekonstruktion einer Statue aus dem 15. Jh. Mittlerweile ist es schon ein später Nachmittag geworden. Durch ein flaches Land mit vielen Reisfeldern geht es jetzt nach Suphanburi, einer typischen Provinzstadt mit bewegter Vergangenheit und geruhsamer Lebensweise, die etwa 60 km nordwestlich von Ayutthaya liegt. Hier beziehen wir ein großes, mehrstockiges Hotel Songphanburi. Nach dem Begrüßungscoctail haben wir vor dem Abendessen noch Zeit, uns in den Zimmern etwas zu erholen und frisch zu machen. Das Hotel macht einen ziemlich leeren Eindruck. Auch im Speisesaal ist unsere kleine Reisegruppe fast alleine, später kommen noch ein paar Thais dazu. Trotzdem wir für uns Livemusik gesungen. Das erste originelle Thai-Essen schmeckt uns sehr gut, was aber nichts über die Qualität aussagt, wie es sich später erweisen wird. Nach dem Essen verbringen wir mit unserer kleinen Gruppe noch gemütlich etwas Zeit im Lobbybereich des Hotels. Zum Amüsement von jedem, präsentiere ich selbstverständlich einige Zaubertricks, zum Vergnügen der Gruppe und einige Thais die um mich herum platzgenommen haben.

Auf dem Menam Chao Phraya zwischen Bangkok und Bang Pa-In, ein Tempel am Ufer - Thailand

Ayutthaya - Ruinen des ehem. Königstempels Wat Phra Si San Phet, weiße Chedis - Thailand

4 TAG:

- Suphanburi - Kanchanaburi - River Kwai Dschungel Rafts -

Mitten in der Nacht, um 2.30 Uhr, wache ich mit sehr starken Magenschmerzen auf. Gegen 4.00 Uhr morgens holen wir unseren Reiseleiter in der Hoffnung, daß man hier im Hotel vielleicht einen Arzt hat. Leider ist dies nicht der Fall. Stattdessen organisiert der Reiseleiter einen Wagen und bringt mich zum städtischen Krankenhaus. Ich fülle mich total schwach, am Rande eines Kollaps. Ich schaffe kaum noch die paar Schritte vom Auto zum Krankenhaus. Mittlerweile weiß ich fast nicht, was um mich geschieht. Mein Kreislauf ist so schwach, daß ich nur eines will - einfach einschlafen (beinahe schaffe ich dies im Stehen), alles andere ist mir in diesem Moment egal. Im Krankenhaus wird mir relativ schnell die Temperatur und Blutdruck gemessen, dann kriege ich ein Elektrolytgetränk. Nachdem ich mich endlich übergeben konnte, werde ich in einer Kammer auf ein rollendes Bett hingelegt und an den Tropf angeschlossen. Ich kriege noch mit, daß ich in einen anderen Raum gerollt werde - wohl in einen Seminarraum, denn hier stehen gereiht vor einer Tafel mehrere Stühle - und daß der Reiseleiter verspricht, gegen 7.00 Uhr morgens wieder zu kommen. Anschließend schlaffe ich sofort ein. Gegen Morgen werde ich wach, als eine Ärztin und eine Krankenschwester kommen. Mir geht es schon wesentlich besser, bin aber noch ziemlich schwach. Die Verständigung auf Englisch ist extrem schwierig, aber ich verstehe, daß sie mich fragen möchten, ob ich Hunger habe. Etwas später bringt mir die Ärztin einen schwarzen Kaffee und eine Scheibe Zuckertoast. Ich darf aufstehen und mit dem Tropf in ihr Kabinett hinter dem Seminarraum gehen. Sie verschwindet anschließend. Ich schaue auf die Uhr: 7.00 Uhr ist vergangen, bald ist auch 7.30 Uhr vorbei. Aber keiner kommt hier, und ich hänge immer noch am Tropf und kann nicht raus. Ich mace mir schon ernsthafte gedanken, wie es weiter geht, aber kurz vor 8.00 Uhr höre ich endlich laute Stimmen und Schritte. Unser Reiseleiter ist da, und auch Agnes und die Ärztin. Wie ich erfahre, steht der ganze Bus vor dem Krankenhaus. Nachts hatten noch 4 weitere Reiseteilnehmer große Magenprobleme, und sie werden auch noch untersucht. Dies dauert noch eine Weile, und schließlich bekommen wir alle Antibiotika verschrieben. Die Ursache unserer Probleme muß das gestrige Abendessen sein, und irgendwelche, darin enthaltene Erreger, die zu einer starken Vergiftung geführt haben. Der Hotelmanager, der mit der Gruppe auch mitgekommen ist, bestreitet dies zwar wehement, übernimmt aber bereitwillig die Krankenhausrechnung für alle Medikamente, Untersuchung und Behandlung aller Personen. Na, also. Ich muß noch nur meinen Kaffee und Zuckerbrot bezahlen (25,- Baht). Es ist also glimpflich ausgegangen, aber wie ich später erfahre, wollte mich das Krankenhaus ursprünglich unbedingt 3 Tage lang zur Beobachtung behalten. Nur mein gutes Wohlbefinden und der Druck des Reiseleiters haben meine Weiterreise möglich gemacht. Es ist kurz nach 8.30 Uhr. Mit einer gut einstündigen Verspätung kann jetzt also weitergehen. Wir mussen aber eine im Programm geplante Besichtigung des Tempels Wat Palelei in Suphanburi ausfallen lassen, denn sonst würden wir nicht den Zug erreichen, mit dem wir heute über die Brücke am River Kwai fahren sollen. Er soll um ca. 11.00 Uhr in Kanchanaburi abfahren, und wir haben bis dahin noch gute 2 Stunden Fahrt und vorher noch eine Besichtigung. Alle sind damit einverstanden. Ich bin nicht unglücklich darüber, daß fast aus jeder Familie jemand von der Vergiftung betroffen war, denn sonst hätte ich ein schlechtes Gewissen, die Verspätung verursacht zu haben. Die Gegend, durch die wir heute nach Südwesten fahren, ist landwirtschaftlich geprägt. Die ebenen Landschaften unterscheiden sich nicht viel von den gestern gesehenen. Es dominieren hier vor allem Reisfelder. Erst kurz vor der Provinzhauptstadt Kanchanaburi zeigen sich am Horizont die ersten Bergketten. Das Wetter ist heute schön und mir geht es nach den nächtlichen Turbulenzen auch schon ganz gut. Während der Busfahrt kann ich mich weiter ausruhen und etwas schlafen. Die ca. 50.000 Einwohner zählende Stadt Kanchanaburi, am Zusammenfluß von Kwai Yai und Kwai Noi gelegen, ist bekannt als Ausgangspunkt der von Japan im Zweiten Weltkrieg gebauten Bahnverbindung von Thailand nach Birma. Hier, ca. 4 km nordwestlich des Stadtzentrums, befindet sich auch die legendäre Brücke am Kwai.  In der Nähe liegt auch der Bahnhof, von dem aus die "Eisenbahn des Todes" bis zur Endstation in Nam Tok nahe der birmesischen Grenze verkehrt. Für die 77 km lange, einspurige Strecke braucht der Zug ca. 2 Stunden. Als wir in der Stadt ankommen, heißt es, daß heute der Zug erst um 12.15 Uhr abfahren wird. Nach Worten unseres Reiseleiters verkehrt die Bahn immer sehr unzuverlässig. Wir müssen unser geplantes Programm also erneut überdenken. Das Mittagessen war ursprünglich erst nach der Bahnfahrt in Nam Tok geplannt.  Dies kann aber wegen der Zugverspätung frühestens gegen 14.30 Uhr erfolgen. Und ob der Zug so kommt, wie die letzte Information ist, wissen wir auch noch nicht. Wir sind alle nach der letzten Nacht etwas müde, gestreßt und hungrig. Deshalb überlegen wir, bereits in Kanchanaburi essen zu gehen. Dann schlägt aber der Reiseleiter vor, auf die Fahrt mit der sog. "Todeseisenbahn" zu verzichten, und stattdessen mit unserem Bus zur Endstation der Bahnlinie zu fahren, und dort wie geplant zum Mittagsessen zu gehen. In einer demokratischen Abstimmung spricht sich die Mehrheit für diesen Vorschlag aus. Die Bahnfahrt soll sowieso nicht das größte Vergnügen sein: nur Wagen der 3. Klasse, die voll Touristen sind (obwohl es ein normaler und kein Touristenzug ist), und außerdem sind die Ausblicke nicht besonders berauschend - Dschungel bzw. Felsen und einige Schluchten sowie der Fluß. Für mich ist es nicht so wichtig, dar ich den "Todeseisenbahn" schon einige Jahre vorher genommen hebe. Den eindrucksvollsten Abschnitt der Strecke mit dem spektakulären Wang Po-Viadukt, der parallel zu einer Felswand hängt, würden wir sowieso von der Endstation aus sehen. Bevor wir jedoch zur Endstation Nam Tok fahren, besichtigen wir in Kanchanaburi das sehr authentisch wirkende JEATH-Kriegsmuseum (JEATH - von den Anfangsbuchstaben der Länder Japan, England, Australien, Thailand und Holland, die in diesem Gebiet in die Kampfhandlungen verwickelt waren). Als wir auf dem Parkplatz aus dem klimatisierten Bus aussteigen, werden wir von der heißen, trophischen Luft fast umgehauen. Von hier müssen wir noch einige Meter bis zum Museum durchlaufen. Das 1977 eröffnete Museum befindet sich in einer rekonstruierten Gefangenenbaracke auf dem Gelände des Tempels Wat Chai Chumphon, direkt am Fluß. Es werden hier verschiedene Fotos, Briefe, Zeichnungen, Ausrüstungsgegenstände und andere Fundstücke von den Kriegsgefangenen gezeigt, die hier in den Jahren 1942-1943 zum Bau der Todeseisenbahn eingesetzt wurden. Beim Bau dieser ca. 400 km langen Bahnstrecke von Thailand nach Birma wurden ca. 60.000 Kriegsgefangene aus England, Holland und Australien eingesetzt. Dazu kamen noch ca. 200.000 Zwangsarbeiter aus Indien, China, Malaysia, Singapur, Birma und Thailand. Aufgrund der unmenschlich schwierigen Arbeitsbedingungen, Unterernährung, Tropenkrankheiten und schlechten Behandlung durch die japanischen Besatzer starben währen der Bauarbeiten mehr als die Hälfte der Arbeiter. Deswegen auch trägt diese Bahnlinie den schrecklichen Namen. Bei der Besichtigung des Museums wird jedem das Elend und unglaubliche Leid der Gefangenen schnell bewußt. Unter dem Eindruck dieser Bilder und Erkenntnisse fahren wir weiter und halten noch kurz an einem der zwei großen Soldatenfriedhöfe. Dann geht es zu der berühmten Brücke am Kwai. Sie war ein zentraler Punkt der Bahnverbindung und wurde deshalb vor dem Kriegsende von den Flugzeugen der allierten Streitkräfte bombardiert und schwer beschädigt. Die heutige Brücke wurde einige Hundert Meter von der Originalstelle, mit zum Teil noch ursprünglichen Bauelementen der zerstörten Konstruktion wiederaufgebaut. Wir haben jetzt Zeit genug, um die Brücke selbst und die Gegend zu erkunden. Man darf über die Brücke zu Fuß gehen, wobei man aufpassen sollte, daß man zwischen den Schwellen, oder seitlich der Gleise nicht in den Fluß fällt, denn die Lücken sind groß genug. Auf fahrende Züge muß man dabei aber nicht achten. Es verkehrt hier sowieso nur ein Zug, von dem jedoch auf dem benachbarten, kleinen Bahnhof noch nichts zu sehen ist. Und wenn er kommt, gehen einige Bahnangestellte davor, die die Touristen rechtzeitig warnen und vertreiben. Nach dem Spaziergang durch den ersten Teil der Brücke, laufen wir noch an der Bahnstation vorbei und besuchen auch einige Souvenirgeschäfte, die hier zahlreich vertreten sind. Dabei erstehe ich zwei schöne Elefantenfiguren aus Holz bzw. schwarzem Harz, die überall angeboten werden. Anschließend fahren wir mit unserem Bus, wie verabredet, zur Endstation der Bahnstrecke in Nam Tok. Der Weg führt uns durch eine bergige Landschaft am Horizont, mit kleinen Dörfern, Feldern und einem trockenen und lichten Dschungel. Von der kleinen Bahn-Endstation fahren wir dann ein Stückchen entlang der Bahnlinie zurück, Bis zur Station Tham Krasae. Aus dem Bus ausgestiegen, gehen wir dann noch einige hundert Meter entlang der Gleise zurück. Wir kommen zum Fluß Kwai (Kwai bedeutet eigentlich Fluß auf thailändisch, ebenso wie auch Menam) und zur Aussichtsstelle, von der sich ein schöner Blick auf die Bahnlinie zwischen einem steilen Felsen einerseits und dem Fluß andererseits bietet.  Hier befindet sich auch das spektakulärste Bauwerk der Strecke - das Wang Po-Viadukt, das an der steilen Wand förmlich hängt, und unter größten Schwierigkeiten erbaut wurde. Wir spazieren über die Gleise, die teilweise auf wenig vertrauen erweckenden, langen Holzstützen hoch über dem Grund verlaufen. Seitlich davon gibt es keine Geländer, so daß dieser Gang eigentlich nur für Schwindelfreie zu empfehlen ist. An dieser Stelle befindet sich zwischen den Gleisen und dem Berghang der Eingang zur einer mittelgroßen Höhle (Kra Sae Höhle), in der sich eine goldenfarbige Buddha-Statue befindet. Die angenehme Kühle in der Grotte ist für uns eine willkommene Abwechslung zu den tropischen Temperaturen draußen. Nach einem ca. 30minütigen Aufenthalt an diesem Streckenabschnitt fahren wir zum River Kwai Village Hotel, wo uns um 14.00 Uhr das Mittagessen serviert wird. Das Hotel ist sehr malerisch im Dschungel, direkt am Ufer von River Kwai Noi gelegen. Von der Restaurantterrasse kann man sehr gut den dichten Uferbewuchs mit großen Bambusbuschen und exotischen Bäumen sowie den Fluß beobachten. Die Geräuschkulisse des Dschungels ist für mich faszinierend und überraschend laut. Die Luft ist erfüllt vom beeindruckenden Summen der Zikaden oder anderer Insekte, die um diese Zeit scheinbar ihren Hauptkonzert veranstalten. Wir machen hier eine ca. 1,5 Stunden lange Pause, also nach dem Essen spazieren wir noch durch das angrenzende Gelände. Über einen Pfad geht es durch den Dschungel den Hang herauf zu einem kleinen Zoo, in dem wir einige Pfauen sehen. Viel interessanter ist aber die Dschungelvegetation, insbesondere die Luftwurzeln bzw. Stämme, die wie verdrehte Ketten aussehen. In einem Holzpavillon in einem dem Hotel angeschlossenen kleinen Park unterhalb des Hangs sehen wir Schautaffeln und Bilder, die der Geschichte des II Weltkrieges in der Region gewidmet sind. Viel größere Bedeutung für uns hat im Moment aber die Tatsache, daß dieser Pavillon uns etwas Abkühlung und Schutz vor den tropischen Temperaturen draußen bietet. Um 15.30 Uhr geht es weiter zu unserem schwimmenden Hotel, in dem wir heute Nacht übernachten sollen, und der nur auf dem Fluß zu erreichen ist. An einer Anlegestation unterhalb des Restaurants steigen wir in zwei landestypische, mit Motoren angetriebene Longtail-Boote um, laden auch unser gesamtes Gepäck ein und fahren auf dem Noi Kwai flußaufwärts. Die rasante Fahrt mit diesen schmalen und langen Booten an den mit dichtem Dschungel oder Gestrüpp bewachsenen Berghängen vorbei ist sehr spannend. Ab und zu sehen wir am Ufer einzelne Holzhütten und Wasserbüffel. Nach knappen 30 Minuten Fahrt erreichen wir das heutige Ziel - die "River Kwai Jungle Rafts".  Das Hotel besteht aus mehreren miteinander verbundenen Flößen, die unweit des Ufers auf Schwimmbojen aufgebaut und im Fluß fest verankert sind. Auf diesen Flößen sind als Wohnräume mehrere Bungalows aus Holz aufgebaut. Auch die Rezeption und ein überdachter Speiseraum befindet sich hier. Wir beziehen gleich unsere Bungalows und haben genug Zeit, um uns hier umzusehen. Am Rande der Flöße führt ein Verbindungssteg zwischen den einzelnen Bungalows. Vor jedem Häuschen befindet sich noch eine kleine überdachte Terrasse, wo man an einem Tisch sitzen oder in einer Hängematte schaukeln kann. Aber auch die ganzen Flöße schaukeln ganz schön, wenn ein Motorboot vorbei fährt. Besonders morgens beim Aufwachen hat man ein komisches Gefühl, wenn das Bett schaukelt und man das Planschen von Wasser unter sich hört. Die Bungalows bestehen jeweils aus einem großen Schlafraum, einer Toilette samt Dusche (kaltes Wasser!) sowie einer weiteren, kleineren Terrasse auf der anderen, dem Ufer zugewandten, "privaten" Floßseite. Natürlich gibt es hier kein Strom. Abends bekommt jeder eine Öllampe, die etwas Licht liefert. Sehr empfehlenswert ist aber eine eigene Taschenlampe.  Nachdem wir uns etwas erholt, geduscht, und erfrischt haben, wollen wir jetzt auf eigene Faust das benachbarte Dorf des Mon-Volkes besuchen. Es ist mittlerweile ca. 17.00 Uhr und die Sonne hat sich schon hinter den Hügeln versteckt. Das Ufer erreichen wir über einen Steg. Dann folgen wir durch den Dschungel einem Pfad, der leicht hangaufwärts führt. Nach einigen Hundert Metern erreichen wir einen mit Palmenblättern überdachten Wandelgang, der uns zielsicher ins Zentrum des Dorfes führt. Links und rechts davon beobachten wir die üppige, tropische Dschungelvegetation mit Bambushainen, Palmen, einigen blühenden Pflanzen und vielen uns unbekanten Baumarten. Der Dschungel ist aber nicht besonders dicht. Es sind meistens kleinere Bäume die hier wachsen; der Boden ist aber mit einer dickeren Schicht ausgetrocknetes Laubes bedeckt. An einer Wegekreuzung hängt ein gemahlter Plan der Mon-Village. Das Dorf liegt mitten im Dschungel. Die Holzhütten stehen direkt zwischen den Waldbäumen. Aber es ist hier sehr sauber. Mehrere Dorfbewohner kehren gerade die befestigten Wege und Pfade vor eigenen Häuschen. Viele dieser Häuschen besitzen auch schön gepflegte Vorgärten. Wir kommen an der Dorfschule vorbei, die keine festen Wände besitzt. Man braucht sie auch bei diesem Klima nicht. Alles ist hier aus Holz gebaut. Gegenüber dem Schulpavillon entdecken wir einige Elefanten, die an einer Hütte angebunden sind. Wir nähern uns neugierig, bleiben aber in einer sicheren Entfernung stehen, denn wir sehen hier keine Leute und die Dickhäuter zeigen ein reges Interesse an uns. Wir schlendern durch das Dorf, den ihn umgebenden, lichten Wald und kleine Felder, die von den Einheimischen bewirtschaftet werden. Viele von ihnen kehren gerade von den Feldern heim. Hier sehen wir, wachsen zahlreiche für uns exotische Pflanzen und Früchte: u.a. Ananas, Papayas, Bananen, Pomelos, Kokospalmen. Auf unserem Rundgang laufen wir auch an einem großen Bolzplatz für die Kinder vorbei (auch hier im Dschungel wird Fußball gespielt), entdecken ein Haus, in dem die Mönche wohnen, kommen auch zu einem mitten in einem Teich gebauten Holzpavillon, der über einen Steg ereichbar ist. Wir sehen auch den kleinen Dorftempel, eine Buddhastatue im Wald und einige Geisterhäuschen. Viele der Hütten haben nur durchlässige, gitterähnliche Holzwände, die uns Einblicke in das Innere ermöglichen. Insgesamt bin ich von dem Dorf und deren Sauberkeit sehr beeindruckt. Gegen 18.00 Uhr kehren wir zu unserem Floßhotel zurück. Es ist schon fast dunkel. Eine Stunde später essen wir zu Abend in dem Floßrestaurant. Es werden uns leckere lokale Gerichte angeboten. Wir werden hier von den Dorfbewohnern bedient. Um 20.00 Uhr wird uns noch ein interessanter Programmpunkt angeboten. Auf dem letzten Floß unseres schwimmenden Hotels befindet sich eine kleine Bühne mit einem Zuschauerraum. Die Bewohner des benahbarten Mon-Dorfes - überwiegend Kinder - führen hier für uns in bunten Trachten ihre Volkstänze auf. Wir befinden sich hier nur wenige Kilometer von der Grenze nach Birma entfernt. Das Mon-Volk stammt auch von dort, so daß wir hier typisch birmesische Tänze sehen, und keine thailändischen. Die Vorführung dauert eine halbe Stunde und ist sehr interessant. Die jungen Musiker, Tänzerinnen und Tänzer sind über unser Beifall sichtbar erfreut. Es sind überwiegend die gleichen Jungs und Mädchen, die uns am Abend bedient haben. Nach der Vorstellung haben sie aber endlich frei und laufen schnell ins Dorf zurück. Wir verbringen noch den Abend bis tief in die Nacht zusammen mit einigen Bekannten auf der Terrasse unseres Floßes und präsentiere noch einige von meine letzten neuen Zaubertricks am Tisch. Beim gedämpften Licht der Öllampen und beim hochprozentigen "Mekong" erzählen wir, hören den Dschungel- und Flußgeräuschen zu und genießen einfach die besondere Atmospäre des tief im Dschungel und abseits der Zivilisation gelegenen Flußhotels.

Kanchanaburi - die Brücke am River Kwai - Thailand

Eisenbahn des Todes am River Kwai - im Hintergrund der Wang Po-Viadukt und der River Kwai - Thailand

River Kwai Jungle Rafts (schwimmendes Hotel) - Thailand

5 TAG:

-River Kwai - Muang Singh - Kanchanaburi - Nakhon Pathom - Sampran-

Heute war die Nacht sehr kurz. Bereits um 6.00 Uhr werden wir geweckt. Ich konnte auf dem schaukelndem Floß trotzdem sehr gut schlaffen. Um 6.30 Uhr treffen wir uns alle zum Frühstück. Das Gepäck haben wir auch schon dabei, denn nach dem Essen geht es sofort los. Wir frühstücken in dem überdachten Restaurant auf dem Hauptfloß. Plötzlich sehen wir zwei Elefanten, die direkt neben unserem Floß ins Wasser eintauchen. Die Dorfbewohner kommen nämlich mit ihren Elefanten zum morgendlichen Bad hierher. Zwischen dem Ufer und dem Floß haben die Tiere Platz genug, um ins kühle Wasser einzutauchen. Sie genossen es sichtlich, wie ihre Herrchen sie schrubben und scheuern. Wir beobachten all dies aus der nächsten Nähe. Unser Reiseleiter hat große Mühe, uns davon abzuziehen und in die Boote zu locken, denn die Zeit drängt. Erst mit einiger Verspätung, um 7.40 Uhr nehmen wir wieder in den Longtail-Booten Platz und fahren flußabwärts durch eine malerische Landschaft zurück. Der Morgen ist noch ziemlich dunstig, der Himmel ist bedeckt und die Sonne kommt nicht durch. Dadurch wirkt die Landschaft am Fluß auch etwas rauh und bedrohlich. Nach etwa 40 Minuten Flußfahrt kommen wir nach Paksae, wo uns schon der Reisebus erwartet.  Nach einigen Kilometern Busfahrt halten wir an dem Sai Yok Noi Wasserfall, der sich im gleichnamigen Nationalpark befindet. Der Nationalpark erstreckt sich zwischen dem Kwai Noi Fluß und der birmesischen Grenze. Der Wasserfall liegt direkt an der Highway 323 nach Sangkhlaburi und ist ca. 60 km nordwestlich von Kanhanaburi entfernt. Er lag einst entlang der Strecke der Todesbahn. Heute endet die Bahnlinie 2 km von hier entfernt. Auf dem Weg zum Wasserfall passieren wir eine Schlucht, an der eine Gedenktafel an den Bau der Todesbahn erinnert. Zu sehen sind noch die Reste der Eisenbahntrasse, wo auf einem Gleisabschnitt noch eine historische Lokomotive steht. Der Wasserfall ist besonders eindrucksvoll während der Regenzeit, heute führt er dagegen nur sehr wenig Wasser. Trotzdem sind der Wasserfall selbst und die vom Wasser geglättertten Felsformationen sehenswert. Die großen exotischen Bäume und Bambusbüsche bilden einen hübschen Rahmen für die Kaskaden. Nur der Sonnenschein fehlt heute morgen noch, um diese Szenerie zu verschönern. Es ist immer noch bewölkt. Zurück am Highway, gehen wir auf die andere Straßenseite, wo sich in kleinen Barracken mehrere Geschäfte und Marktstände befinden. Hier werden vor allem Früchte, Lebensmittel und viel Knabberzeug verkauft. Besonders ins Auge fallen mir viele getrocknete oder kandisierte Früchte, die hier angeboten werden, z.B. Bananen, Süßkartoffeln. Sie werden wie bei uns Chips geknabbert. Ein lustiger Architekturprofessor, der mit uns reist, probiert auch ein alkoholhaltiges Potenzmittel, das ihm hier angeboten wird. Kurz nach 9.00 Uhr fahren wir weiter Richtung Kanchanaburi. Das nächste Ziel unserer Reise ist die alte Ruine einer Khmer-Anlage. Die etwa 25 km westlich von Kanchanaburi, in einer Flußschleife des River Kwai Noi gelegene Befestigung Muang Sing (Löwenstadt) wurde vor ca 700 Jahren von den Khmers zur Sicherung ihrer westlichen Grenze erbaut. Die Ruinen dieser Anlage, teils Festung, teils Tempel wurden vor einiger Zeit restauriert. Bevor wir zu der Anlage kommen, besichtigen wir in einem kleinen, benachbarten Museum einige Ausgrabungsfunde, die in dieser Gegend gemacht wurden, u.a. eine Shiva-Statue, deren Kopie in der Anlage steht, sowie andere hinduistische und buddhistische Figuren und Artefakte. Vor dem Museumsgebäude befindet sich ein großes Model des gesamten Muang Sing Historical Parks, schön auf einer Rasenfläche gestaltet. Insgesamt befinden sich auf dem Gelände 4 Ruinenstellen. Über einen mit großen Steinblöcken gepflasterten Weg gelangen wir anschließend zum gut erhaltenen zentralen Prang inmitten der Anlage, der hier die größte Ruinenstätte ist. Zu meiner großen Verwunderung sehe ich im Innenhof der Anlage, zwischen den Steinplatten einen großen Jackfruit-Baum stehen, der noch reichlich große Früchte trägt. Sie wachsen zum Teil direkt unten aus dem Stamm heraus. Um diese Befestigungsanlage herum befindet sich ein gepflägter Park mit zahlreichen Bäumen und einem sehr kurz geschnittenen Rasen. Auf der anderen Seite der Ruinen entdecken wir beim unseren Rundgang mehrere Frauen, die hockend den Rasen mit blosen Händen züpfen. Der zentrale Prang und die verwitterten Ruinen der mächtigen Mauern vermitteln einen guten Eindruck der einstigen Größe dieser Anlage. Zwischenzeitlich kommt die Sonne schwach durch die Wolken durch und taucht die Ruinen in ein dezentes Streulicht ein. Nur das Zwitschern der Vögel unterbricht die Stille. Von hier fahren wir mit dem Bus nur ein kurzes Stück weiter, zu einer anderen Stelle der Anlage, die direkt am Flußufer im Südosten des historischen Parks gelegen ist. Hier sind unter einer Überdachung auf tiefer gelegenen Horizonten verschiedene prähistorische Funde zu sehen, die 1985 entdeckt worden sind. Dazu gehören einige menschliche Skelette, viele Gefäße und diverse Bronzeartefakte. An dieser Stelle befand sich vor mehreren Jahrtausenden wohl eine prähistorische Begräbnisstätte. Nach der Besichtigung dieser Anlage kehren wir gegen 11.30 Uhr nach Kanchanaburi zurück. Hier gehen wir zu einem Restaurant Mittagessen, das direkt in der Nähe der berühmten River Kwai Brücke gelegen ist. Von der Restaurantterrasse, wo wir sitzen, haben wir einen schönen Ausblick auf das Bauwerk. Und gegen 12.20 Uhr sehen wir auch endlich, wie ein Zug Richtung Nam Tok langsam über die Brücke rollt. Bis 13.00 Uhr haben wir noch Freizeit in Kanchanaburi. Wir schlendern also etwas durch die Gegend um die Brücke und die benachbarte Bahnstation, sowie durch die Souvenirgeschäfte. Anschließend fahren wir Richtung Osten in die Provinzstadt Nakhon Pathom, die etwa auf der halben Strecke von Kanchanaburi nach Bangkok liegt (ca. 60 km westlich von Bangkok). Wir fahren über eine Hauptstraße, die in etwa parallel zu der berühmten Bahnlinie verläuft. Gewöhnungsbedürftig für uns ist der in Thailand herrschende Linksverkehr. Unser Reiseleiter Tam besorgt einige exotische Frühte, die wir während der Fahrt probieren dürfen. Auch eine Tüte mit gebratenen und kandisierten, süßlich zubereiteten Würmern und Grillen läßt Tam durch die Reihen gehen. Es ist ein Leckerbissen für die Thais, und es wird ähnlich wie bei uns Chips geknabbert. Aber zur großen Freude des jüngeren Bruders unseres Reiseleiters, der seit gestern mit uns auch fährt (er lernt angeblich auch den Beruf eines Reiseleiters und jetzt hilft er praktisch seinem Bruder), nur einige wenige Reiseteilnehmer lassen sich davon überzeugen und probieren das Zeug. Zum Schluß kriegt er also die fast volle Tüte und genießt begeistert das merkwürdige Knabberzeug. Nach etwa 1,5 - 2 Stunden Fahrt sehen wir vom Weiten schon das Wahrzeichen von Nakhon Pathom - einen gewaltigen, orangenfarbenen Chedi im ceylonesischen Still, das im Zentrum der Stadt steht. Es ist nicht nur das höchste buddhistische Bauwerk Südostasiens (127 m). Der Phra Pathom Chedi gilt auch als das älteste buddhistische Bauwerk Thailands, dessen Kern aus dem 5. Jh. stammt. An diesem Ort hat der Buddhismus in Siam seinen Anfang genommen, hierher sind die ersten buddhistischen Mönche aus Indien gekommen, um die neue Lehre zu verbreiten. Inzwischen haben wir wieder ein wunderschönes Wetter mit einem strahlendblauen Himmel. Wir lassen den Bus auf einem großen Parkplatz vor dem Chedi stehen und haben jetzt eine halbe Stunde Zeit für einen individuellen Rundgang um das imposante Bauwerk. Über eine lange Treppe kommen wir zu einem kreisförmigen Wandelgang mit unzähligen goldenen Buddha-Statuen, der in allen vier Himmelsrichtungen von Viharas durchbrochen ist. Dort stehen große Buddha-Viguren in verschiedenen Positionen. Zunächst sehen wir am Haupteingang im Norden den 8 m hohen, stehenden Buddha Phra Ruang mit erhobener Hand in Lehrhaltung. Dann gehen wir über die Terrasse am Wandelgang in westlicher Richtung. Unterwegs sehen wir viele Nebengebäude, die alle in hellen Pastellfarben bemahlt sind. Überall blühen hier auch wunderschön die Frangipani-Bäume. Ihre cremefarbenen Blütenkelche verbreiten einen starken, wohlriechenden Duft. Bei dem jetzt tollen Wetter könnten wir uns hier wohl noch stundenlang aufhalten und das Geschehen beobachten. Aber die Zeit drängt. Im Westen kommen wir dann zum liegenden Buddha in der Vihara. Auf der Treppe beim Westeingang befindet sich auf einem Opferaltar auch eine andere, sitzende Buddha-Statue. Das Innere des Chedis kann nicht begangen werden, dort gibt es wohl keine Räume. Die Zeit läuft uns sehr schnell Weg und in großer Eile kommen wir zu vereinbarter Zeit zum Bus zurück. Jetzt machen wir uns auf den Weg zu unserem heutigen Hotel in Sampran, etwas südlich von der Verbindungsstraße Nakhon Pathom - Bangkok, ca 30 km von der Hauptstadt entfernt. Nach ca. 30 Minuten Fahrt erreichen wir am Nachmittag das Hotel "Rose Garden & Country Resort". Das Hotel befindet sich auf dem Gelände eines riesengroßes Parkkomplexes, direkt am Nakorn-Chaisri-Fluß gelegen. Wir beziehen schnell unsere Zimmer, packen unsere Sachen aus und erholen uns ein wenig. Auf dem Tisch steht ein Begrüßungskorb mit Früchten. Meine Aufmerksamkeit ziehen vor allem die grünroten Rambutans mit langen Stacheln zw. Haaren. Diese Früchte kennen wir noch nicht und probieren sie gleich aus. Unter dieser stacheligen Schale verbirgt sich eine weiße Frucht, die ähnlich wie Litschis aussieht und schmeckt. Nach ca. einer ca. 30minütigen Pause im Zimmer gehen wir nach draußen, um diese wunderbar gestaltete Anlage zu besichtigen. Als wir ins Hotel gekommen sind, schien noch die Sonne. Leider zogen in den 30 Minuten Wolken auf, und jetzt ist es schon ziemlich bewölkt. Wir schlendern auf zahlreichen Wegen durch den ausgedehnten Park. Direkt am Hotel sehen wir einen Teich mit mehreren Flamingos. Vorbei an vielen exotischen Bäumen und Palmen gehen wir den Fluß entlang. Auf dem Wasser schwimmen ganze Teppiche von grünen Wasserpflanzen. Es gibt hier immer wieder kleine Seen und Wäldchen, grüne Rasenflächen und eine Vielzahl blühender Pflanzen. Wir genießen die friedliche Ruhe und das beruhigende Ambiente dieser Anlage. Etwas später kommen wir an mehreren Teakholz-Bungalows im Thai-Still vorbei. Dann finden wir einen schönen Teich mit Seerosen und Lotusblüten, einen Rosengarten, einige Mangobäume mit wie auf langen Seilen hängenden Früchten. Zu dem Komplex gehört auch ein Cultural Village, das wir jedoch nicht besuchen. Hier erhalten Touristen bei speziellen Vorstellungen einen Eindruck von überlieferten Zeremonien und traditionellen Handwerkskünsten. Auf einer großen Bühne kann man Thai-Boxen, Hahnenkampf, Tänze, Schwertkämpfe, Elefantenkünste etc sehen. An dem Village vorbei gehen wir zu einem großen See an dem ein schöner chinesischer Pavillon und ein anderes Pavillon mit einer Wasserbühne gelegen sind. Nach dem sehr interessanten, ca. einstündigen Rundgang durch die Anlage gehen wir nochmals ins Hotel bevor wir gegen 19.00 Uhr zum Abendessen gehen. Das Essen wird in einem an dem Fluß freistehenden Pavillon serviert. Sehr stillvoll werden wir hier bedient, während eine Musikgruppe thailändische Volkslieder aufführt. Jeder Gast bekommt eine spezielle Menükarte zum Mitnehmen, auf der das heutige Menü im Original und in der Übersetzung aufgeführt ist. Nach dem Essen machen wir noch einen kurzen nächtlichen Spaziergang durch den Garten, dann nutzen wir noch den Internet-Anschluß im Hotel-Foyer, um einige E-M