Meine reise in Süd-Afrika.

Die Straße nach Paarl.

Es ist der dritte Woche von Januar 1987 und ich brauche Abwechslung nach meine Auftritte und die tumultische Feiertage. Ich war schon voriges Jahr an verschiedene platzen in meine « South Africa-Fakir-Tour » von 03.01. bis 28.02.1985 (Johannesburg, Kruger National Park, Kaapstad, Durban und Drakenberg) Wüsten, Wälder, Weinberge und tropische Strande, kaum ein Land kann soviel Abwechslung bieten wie das schönste Ende der Welt. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist unglaublich. Dazu kommen die freundlichen Menschen, welcheseit jeher als Regenbogenvolk bezeichnet wurden. 300 Jahre lang dominierten die Weißen die Politikdes Landes, in den letzten Jahren hat sich viel getan und Schritt für Schritt wird sich auch dassoziale Leben der Menschen verbessern. Das"Kap der Guten Hoffnung" könnte mehr denn je ein Symbol für Hoffnung und Gerechtigkeit sein.

Parlement vom Kap.

Obwohl Südafrika nur ein Prozent der Landmassen unseres Planeten bildet, gilt es als eines der artenreichsten Länder der Erde, in der 10 Prozent aller Pflanzen und 6 Prozent aller Säugetiere beheimatet sind. Dies wird einem während einer Reise durch dieses Land auch bewußt. 300 verschiedene Säugetiere, vom Elefanten bis zur Maus sind hier beheimatet, und während einer Safari durch den Krüger Nationalpark bekommen wir eine Menge dieser Tiere auch zu Gesicht.

Johannesburg

SOUTH AFRICA-JOHANNESBURG

Unsere Reise begann in Johannesburg, wie für die meisten Touristen. Die Stadt hat eine aufregende Geschichte, wovon man auch noch heute einiges zu sehen bekommt. Begonnen hatte es 1886, als der Australier George Harrison im Gebiet von Johannesburg Gold gefunden hatte. Bald darauf erlebte die Stadt einen Wirtschaftsboom, welcher bis heute angehalten hat. Im Großraum von Johannesburg/Pretoria leben inzwischen rund 10. Mio. Menschen und dementsprechend hektisch spielt sich hier auchdas Leben in dieser Stadt ab. Hier schlägt nicht nur das wirtschaftliche Herz von Südafrika, sondern auch die Kunst und Kultur hat ein Zentrum für sich gefunden. Eine größere Zahl an Galerien und Museen sowie Kneipen und Jazzlokale sind vorzufinden.

Zentrum von Pretoria.

Parlamentsgebäude, Pretoria - Gauteng.

"Gold Reef City"

Extraktion vom Gold in Süd Afrika.

Will man die Geschichte von Johannesburg näher kennen lernen, so besucht man am besten das Freilichtmuseum "Gold Reef City", in dem das Leben gezeigt wird, wie es vor rund 100 Jahren war. Zwischen 1892 und 1987 wurden 1400 Tonnen Gold aus einer Tiefe bis zu 3000 m gefördert. In zahlreichen Konstruktionen wird dem Besucher die Geschichte wahrheitsgetreu präsentiert.

Das Gießen von Gold in Johannesburg.


Kimberley
500 km südlich von Johannesburg befindet sich Kimberley, das vor allem wegen seiner Diamanten bekannt wurde. Bereits 1869 wurden hier die ersten Diamanten gefunden und schon bald wimmelte es von Schatzsuchern. Das "Big Hole", ist das tiefste von Menschenhand gegrabene Loch der Welt. Für die meisten Besucher ein Wunder. Zwischen 1889 und 1914 wurden hier über 20 Mio. Tonnen Erdreich aus dem Fels gehoben, so daß ein Loch von 500 m Durchmesser und 800 Meter Tiefe entstand.

Big Hole.

Das Freilichtmuseum
Insgesamt wurden 2700 kg Diamanten im Wert von 25 Mrd. Dollar zu Tage befördert. Im Mc Gregor Museum sind heute Dokumente aus dieser Zeit zu bewundern. Im Freilichtmuseum in Kimberley, einem Dorf aus der Diamantenzeit, wird die Geschichte lebendig, da alle Gebäude Originale sind.

Great Karoo
Südwärts von Kimberley befindet sich die Great Karoo, eine Halbwüste, welche auch einen Nationalpark birgt. Im Reservat wurden Bergzebras, Kuders und andere Tierarten wieder angesiedelt. Nach kurzer Fahrt erreichen wir das im viktorianischen Stil erbaute Städtchen Matjes-Fontstein, daß früher ein bekannter Luftkurort war. Über den Hex River Paß vorbei an Obst- und Weidelandschaften gelangten wir schließlich nach Kapstadt.

Der aktive Zugbahnhof.

Kapstadt
Die älteste Stadt Südafrikas ist malerisch zu Füßen des weltberühmten Tafelberges an der Bucht des Ozeans gelegen. Kapstadt bietet soviel zu sehen und zu erleben, daß kaum genügend Zeit für alle Sehenswürdigkeiten bleibt. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt entspannen wir uns erstmal im Botanischen Garten, dessen Grundstein Jan van Riebeck legte. Entlang der Long Street reihen sich die viktorianischen Häuser und bezaubern mit ihren bunten Türmchen und Balkonen. Ebenfalls befinden sich hier zahlreiche Läden mit Antiquitäten und alten Büchern. Unweit davon steht das Parlament, welches während der ersten Jahreshalbzeit Sitz der Regierung ist. Gleich gegenüber befindet sich die St.George's Cathedrale, welche Sitz des Nobelpreisträgers und Erzbischofs Desmond Tutu ist.

Das "Kap der Guten Hoffnung"

Die  Halbinsel vom Kap.

Die Geschichte von Kapstadt und dem Kap ist wahrlich zu einer Legende geworden. 1488 umfuhr der große Seefahrer Portugals, Bartholomeu Diaz das Kap, ohne es zu sehen. Erst 500 km weiter in der Bucht von Mosel Bay erreichte er eine geschützte Bucht und ging als erster Europäer an Land. Während seiner Rückfahrt taufte er den Felsvorsprung "Kap der Stürme". Seinem Landsmann Vasco da Gama gelang es, das Kap zu umsegeln um nach Indien zu gelangen. Seit dieser Zeit heißt es schließlich "Kap der Guten Hoffnung".

Der Signal Hill

Einzigartig ist der Blick vom 1087 m hohen Tafelberg auf die Kaphalbinsel. Die Auffahrt mit der Drahtseilbahn ist nur bei guter Witterung möglich und ein Erlebnis für sich. Da sich jedoch das Wetter um das Kap ständig ändert, ist es uns erst am dritten Tag möglich, diese Fahrt zu machen. Dementsprechend groß war dann auch der Andrang. Doch sollte man in Kapstadt auch der Menschen-Vielfalt sein Augenmerk schenken. Am Abhang des Signal Hill, befindet sich eine Asia-Town mit pastellfarbenen Häusern, Moscheen und Geschäften. Kapstadt ist heute eine multikulturelle Stadt mit einer Million farbigen Menschen. 800.000 Kap-Malaien. 500.000 Weißen und 300.000 Schwarzen. Dazu kommen jährlich an die 15 Millionen Touristen, so daß man eigentlich jede Nation vertreten sieht.

Oudtshoorn

Die Traubenernte in Süd Afrika.

Im Süden Südafrikas befinden sich die Region der Weinanbaugebiete, Päße, Schluchten und eine herrliche Küstenlandschaft. Oudtshoorn gilt als Weltzentrum der Straußenzucht, und der Besuch einer Straußenfarm gehört einfach zum Muß während einer Südafrikareise. Waren es früher vor allem die Federn, die das Tier so begehrt machten, so ist es heute sein cholesterinarmes Fleisch, das seinen Siegeszug um die ganze Welt angetreten hat. Einige Straußenfarmen bieten Besichtigungen und Straußenrennen an. Beim anschließenden Mittagessen wird schließlich dann ein Straußengericht serviert.

Strausvogelzucht in Süd Afrika.

"Settlers.Country"
Entlang der Garden Route, zwischen Bergen und Meer, wechselt die Landschaft mit Seen, Wäldern und Küsten ständig ab. Port Elisabeth an der Algoa-Bucht ist eine der am schönsten gelegenen Hafenstädte. In diesem Gebiet befindet sich auch das legendäre "Settiers Country" in welchem 1820 die britische Krone 500 Menschen zur Besiedelung des menschenleeren Landes hier herbrachte.

Die Rassengesellschaft

Ethnische Gruppen Süd Afrikaner.

Bei einer Reise durch Südafrika wird einem auch immer wieder das Rassenproblem bewußt. Schließlich herrschte hier bis vor kurzem eine Rassengesellschaft. Nach der Reform von 1994 ist jedoch die Hoffnung gestiegen, ein besseres Verständnis zwischen Schwarz und Weiß zu bewirken. Dennoch liegen nach wie vor alle Wirtschaftszweige in den Händen der Weißen, da der schwarzen Bevölkerung meist das dazu nötige Know-how fehlt.

Durban

Der unglaubliche Wachstum in Durban.

Durban ist die drittgrößte Stadt Südafrikas und zählt 1,3 Mio. Einwohner, wovon fast eine Million Inder sind. 1885 brachten die Briten Inder als Arbeitskräfte für ihre Zuckerplantagen hierher. Dementsprechend bald entwickelte sich eine eigene Kultur mit stark asiatischem Einfluß. An Besichtigungshighlights kann Durban neben bunten Märkten vor allem mit dem Seaworld Aquarium aufwarten, welches an die 1000 Fischarten beinhaltet. Durban ist zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum herangewachsen. Nicht nur als Touristen Stadt, sondern auch als größter Zuckerumschlagplatz der Welt. Zudem besitzt es den größten Hafen des Landes.

Das "Tal der 1000 Hügeln"

Der Fluss Orange in Süd Afrika.

Das beliebteste Ausflugsziel von Durban ist das "Tal der 1000 Hügeln". Hier lebt der Stamm der Zulus in kleinen Rundhüttendörfern. Den Namen erhielt die Gegend auf Grund ihrer Hügellandschaft. Die Zulus zählen mit 9,2 Mio. Menschen zum größten Stamm Südafrikas.

Der Krüger Nationalpark

Der Wasserlauf vom Kruger National Parc.

Absoluter Höhepunkt unserer Reise ist jedoch der Krüger Nationalpark mit einer Fläche von 20.000 qkm. Die Vielfalt der Tierwelt ist überwältigend. Während einer Safari können Sie einige der 1800 Löwen, 2000 Nashörner und 7800 Elefanten, die hier im Park leben, sehen. Jährlich besuchen an die 800.000 Besucher den Park, wobei nur 4% den Touristen zugängig sind. Während der Safari durch den Park bekommen wir in das Gebiet, Elefantenherden, Raubkatzen, Büffeln und Zebras zu sehen.

Diese Tiere aus der Nähe zu sehen, zählt zu einem der schönsten Erlebnisse während der Rundreise. Aus Sicherheitsgründen dürfen wir jedoch während der Fahrt durch den Park nicht aus dem Bus aussteigen, aber gibt es dennoch genügend Möglichkeiten für Schnappschüsse.

Der Park hat eine lange Geschichte hinter sich. 1884 wurde Paulus Krüger zum Präsidenten von Transvaal ernannt. Er setzte sich unter starkem Protest für den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt im Gebiet zwischen den Flüssen Sabie und Crocodile ein. 1898 wurde es schließlich zum Schutzgebiet erklärt, doch Anfangs standen nur eine Handvoll Rangers den Wilderern gegenüber. 1926 konnte durch zusätzlich angekaufte Flächen das Gebiet stark erweitert werden, und die Errichtung des Krüger-Nationalparks wurde durch das Parlament beschlossen.

Die Drakenberge

Die Bergen von Drakensberg.

Eine weitere Besonderheit Südafrikas befindet sich zwischen Durban und Johannesburg - nämlich die blauschimmernden Drakenberge. Der Höhepunkt dieses Gebietes ist der Blyde River Canyon, eine 26 km lange und 800 m tiefe Schlucht. Wie Rundhütten stehen die Felsen im Canyon und bilden mit ihrem überwachsenen braunen Gestein ein unvergeßliches Bild. Zahlreiche weitere Naturschönheiten wie das Fenster Gottes laden zum verweilen ein. Das historische Dorf Botshabelo wurde 1865 von den deutschen Missionaren Heinrich Grützner und Alexander Merensky gegründet. Botshabelo heißt "Platz der Zuflucht" und hängt mit der Verfolgung der Christen im Zulugebiet zusammen. Doch wir konzentrierten uns mehr auf einige Wanderungen in den Drakenbergen mit der Gewißheit, daß die Reise langsam aber sicher zu Ende ging.

Anfang nächste Monat bin ich mit meine « South-Amerika-Fakir-Tour » unterwegs. Diese fängt an in Rio de Janeiro in Brasilien am 01 Februar und endet in Isla Providencia in Kolumbien am 02 November 1987.

Initiative Ritus xhosa.

Seuqcaj Named

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SHOW-TOUR