Sri Lanka, einfach Super.

COLOMBO


17.04.2004.

Ich treffe meine Freundin Dagmar mittags auf dem Saarbrücker Hauptbahnhof, die Gewichtsgrenze unseres Gepäcks ist mal wieder voll ausgereizt. Geschenke, gebrauchte Kleider, alles für unsere tamilischen Freunde in Trincomalee. Wir sind schon voller Erlebnisdrang und die Butterbrote werden zur Stärkung bereits im Zug hinter Saarbrücken verzehrt.

In Mannheim müssen wir beim Umsteigen die Koffer und Taschen im Eiltempo über Treppen und Untergänge transportieren. Im Frankfurter Sackbahnhof wird die Zeit knapp, aber ein Gepäckwägelchen erleichtert uns den Dauerlauf zum nächsten Gleis. Wir genehmigen uns im Flughafen noch eine Kaffeepause, d.h. Dagmar gibt einen aus und um 17.10 Uhr hebt die Emirates vom Boden ab. Wir lassen uns mit gutem und reichlichem Essen und Trinken verwöhnen. Dagmar macht ein Nickerchen (Schläfchen) und ich studiere alle verfügbaren Zeitungen. Gegen Mitternacht Zwischenlandung in Dubai, ich verwandele meine One Dollar Notes in Kaffee, wir machen uns etwas frisch und pendeln abwechselnd in den Duty Free Shop.

18.04.2004.

Am Morgen Ankunft in Colombo Bandaranaike Airport, das Gepäck läßt lange auf sich warten, eine Tasche mit Kleidern ist aufgeplatzt, kein großer Wertverlust, aber der Emirates Vertreter läßt lange auf sich warten und zeigt sich leider sehr uninteressiert und sagt wir hätten falsch gepackt, so daß wir ohne Ergebnis aufbrechen.
Draußen wird noch schnell Geld gewechselt und dann fahren wir mit dem kostenlosen Airport-Shuttlebus zum öffentlichen Parkplatz. Man achtet sehr auf Sicherheit, überall Polizei- und Militärkontrollen an den Straßen, der Flughafen ist regelrecht abgeschottet. Herzlicher Empfang auf dem Parkplatz, Brian hat uns bereits mit dem Toyota Minibus erwartet und so erreichen wir nach kurzer Fahrt Negombo und verbringen eine erste Nacht im Topaz Hotel. Brian managt unseres Zimmer zum halben Preis (550 Rupees). Wir treffen uns alle zum Abendessen, Spaghetti Bolognese, und besprechen Dagmars Wünsche und den Tourverlauf für die Rundreise. Es zeigt sich wieder, daß man sich auf die Profis voll verlassen kann, sie kennen das Land und die Verhältnisse am besten. Der Preis für 3 Wochen im Toyota Diesel Bus incl. Treibstoff und Kosten für den Fahrer DM 1.450,00 only!

19.04.2004.

Wir fahren gemütlich die Küste entlang Richtung Süden. Unterwegs erstehe ich für Dagmar und mich zwei Kuschelkissen, die den Komfort erheblich steigern. Brian zeigt uns in Colombo im Vorbeifahren die von den Kamikaze Tigern der LTTE gesprengte Nationalbank. Das Viertel sieht aus wie nach einem Bombenangriff.
Die feuchtwarme Luft läßt Dagmar schnell entschlummern und schon bald sind wir in Ambalangoda. Das Resthouse ist leider geschlossen und so beschließen wir weiter nach Hikkaduwa zu fahren.
Wir übernachten im Pearl Beach Hotel. Nutze die Zeit, um einen Putzeimer, Waschmittel und eine Coolbox zu erstehen. So können wir problemlos unsere Klamotten waschen und kühle Getränke mit uns führen.

Matara Beach

20.04.2004.

Am nächsten Morgen besuchen wir das Fort in Galle und wandern die alten Festungsmauern entlang, die aus den Ballaststeinen der Seefahrer erbaut wurden. Wir werfen auch einen Blick in die alte holländische Kirche, in der man noch die Grabplatten der Eroberer studieren kann.
Weiter geht es nach Süden, wo wir unterwegs sehr schöne Küstenabschnitte mit Sandstränden, Felsen und kräftig tosender Brandung begegnen. Schon bald erreichen wir das kleine Örtchen Mirissa mit dem traumhaft schönen Paradise Beach Club Resort mit jetzt neuen Bungalows ( Preise: 10, - bis 25 Euro ). Ein feinsandiger Strand von Kokospalmen gesäumt, wie aus dem Bilderbuch. Hier gibt es keinen Rummel und keine Schlepper, wohl der schönste Platz an der Südwestküste. Brian und ich stürzen uns in die Brandung zum Bodysurfen und Dagmar macht eine ausgedehnte Strandwanderung, die wir am Abend noch mal wiederholen.

21.04.2004.

Am nächsten Morgen starten wir nach Dickwela, um den Weruwukanale Buddhisttempel mit seiner riesigen Buddhastatue und einer interessanten Skulpturenhalle zu besichtigen.
Brian zeigt uns auch an der Küste das Blow Hole, aus dem die komprimierte einfallende Brandung wie ein Geysir bis sieben Meter emporschießt. (manchmal). Das Blasloch findet sich an der südlichen Küste von Sri Lanka im Dorf "Kudawella" zwischen Dikwella und Tangalle. Man muss ungefähr 10 Minuten bis zur Klippe am Ufer über ein Privatgrundstück ( Bakschisch erforderlich ) gehen, um dieses natürliche Wunder zu sehen.

Nalanda Buddist Temples


Die Wellen pressen das Meereswasser durch einen Abstand in der natürlichen Felsenanordnung mit Hochdruck regelmäßig hindurch und bewirken eine Fontaine, die manchmal mehr als 100 hohes Fuß hoch ist.

Über Hambantota und wilde Küstenstreifen mit kräftiger Brandung gelangen wir am Mittag nach Tissa und nehmen Quartier im Lake Side Hotel.
Bei den Jeepfahrern vor der Tür starten wir sofort eine Safari in den Yala Nationalpark. Der Jeep kostet 1.200 Rupees und pro Person für den Park und Guard noch mal 870 Rupees, so kommt der Spaß auf ca. DM 80,-- pro Person für ca. 4 Stunden.
Wir sehen viele Eisvögel, Pfaue, bunte Wildhähne (Nationalvogel von Sri Lanka) dreimal Elefanten, jede Menge Rehrudel, wilde Wasserbüffel, Krokodile, Mungos und Leguane. Wir kehren in der Dunkelheit erschöpft zurück ins Hotel, schaufeln noch eine Riesenportion Vegetable-Egg-Noodles in uns herein und fallen dann wie die Steine ins Bett.

Sri Lanka

22.04.2004.

Aufbruch am frühen Morgen. Wir machen einen Abstecher in die heilige Stadt Kattaragama und wandern durch die riesige Anlage in der jede Religionsgemeinschaft einen Tempel hat. An Festtagen versammeln sich hier mehrere hunderttausend Menschen zur Wallfahrt. Boxenstop in Moranegala, wir machen Teatime mit Short Eats in einer Imbißbude. Üppig grüne Vegetation säumt unseren Weg zum Lahugalla Nationalpark, wo wir von der Straße aus an einem See (Tank) den Elefanten beim Baden zusehen. Die üblichen Checkpoints passieren wir ohne Probleme. Wir haben zwei Damen eine Mitfahrgelegenheit gegeben, die auch nach Pottuvil wollen. Sie zeigen sich sehr beunruhigt, als wir im Tamil Tiger Gebiet eine Pause einlegen, denn hier werden öfters Privatautos von den Tigern entführt. Eine Woche später wird an der gleichen Stelle ein Bus mit vierzig Leuten von den Tigern gestoppt, vier Polizisten werden entführt, der Bus wird verbrannt.

Polonnaruwa Buddha sculpted in the rock - Gal Vihara


Mit uns ist ein guter Schutzengel, bald erreichen wir Arugam Bay, passieren den letzten Checkpoint der TSF Task Special Force.
Nach einem Blick ins "HILTON" Guesthouse ist Dagmar doch etwas entsetzt: "Nein, nein, nicht in diese dunkle Höhle". Nach dem Besuch im " STARDUST " (dreifacher Preis, kleine Zimmer, Plumsklo außen) nehmen wir einen neuen Anlauf im "HILTON". Ich berate den Besitzer und in kürzester Zeit haben wir eine große Neonlampe im Zimmer und alles wird nach unseren Wünschen arrangiert. Zu dritt machen wir eine ausgedehnte Strandwanderung bis in die großen Sanddünen und genießen den Sonnenuntergang. Zum Dinner gibt es eine Riesenportion Thunfisch mit Bratkartoffeln und gemischtem Salat. Die Welt ist wieder in Ordnung! Das Moskitonetz hält mir die Plagegeister vom Leibe, nur eine Kakerlake macht so viel Lärm, daß sie Opfer meiner Badesandale wird. Meine Papaya ist auch angefressen und wandert in den Müll.

23.04.2004.

Wir haben Dagmar ein Handtuch für den Komfort und Bananen für den Hunger gekauft und nun will sie noch eine Nacht bleiben. Die "Höhle" hat sich doch als tragbar erwiesen. Brian und ich wollen nach Panama zur Vogelbeobachtung. Dagmar ist mehr an der Erkundung des Ortes interessiert und unternimmt eine ausgedehnte Wanderung. Unterwegs treffen wir auf einen schwer bewaffneten Spähtrupp der STF, die als wir sie passieren, mit Maschinenwaffen in den Wald zu feuern beginnen. Wie wir an einem Panzerspähwagen vom Kommandant erfahren, schießen die Soldaten auf unsichtbare Terroristen.
Natürlich sind deshalb sämtliche Vögel und Affen der Umgebung verschwunden und es gibt kaum Tiere zu sehen. In Panama sind kilometerlange Sandstrände und Dünen, mit keine Häuser zu sehen, man sieht bis in den Yala Park und bis nach Arugam Bay im Norden. Brian und ich fahren zurück und treffen Dagmar vor dem HILTON Guesthouse, krebsrot, er war bei seinem Strandgang zu lange in der Sonne.
Brian hat wenig Lust sich etwas anzusehen und verbringt für meinen Geschmack zuviel Zeit auf seinem Zimmer. Aber er ist der Chef der Tour und ich kann seine Stimmungslage nur akzeptieren und hoffen, daß es ihm dabei gut geht. Dagmar klagt öfters über Schmerzen und greift jetzt regelmäßig zu den Schmerzmitteln, die ihr im Auto aber auch schnell einschlafen lassen. Die holperige Jeepfahrt im Yala Park hat sie sehr geschlaucht, aber sie wollte unbedingt noch am Nachmittag in den Park. Einmal wieder im Zimmer ruhen wir uns alle mal gründlich aus. Abends machen wir gemeinsam einen Strandspaziergang bis in die großen Sanddünen. Zurück im Hilton Guesthouse stürzen wir uns dann auf unser Wunschgericht, Bratkartoffeln mit gemischtem Salat und Thunfisch mit Knoblauch.

Polonnaruwa ruins of the royal palace of king Parakramabhu


24.04.2004.

Wir starten früh um neun Uhr, passieren die Checkpoints und haben das Glück der Morgenstunde. Am Lahugalla Tank baden bereits vier Elefanten im See und hauen sich den Bauch mit Wasserpflanzen voll. Durch den Einsatz des Fernglases kommen wir voll auf unsere Kosten.
Wir fahren über Moranegala zu den Diyaluma Falls, wo unterwegs kein Diesel und kein Bier zu bekommen ist, wir sind versorgungstechnisch auf der Rückseite des Mondes. An dem Wasserfall stürzt das Wasser aus der Höhe 210 m herab und dünne Sprühschleier treiben uns entgegen. Er führt reichlich Wasser, was durch den einsetzenden Tropenregen noch verstärkt wird. Ein eindrucksvolles Schauspiel. Wir können uns an dem üppigen Grün um uns herum nicht satt sehen, wir durchkurven viele Serpentinen und genießen die weiten Ausblicke ins Hochland .
Dagmar macht der Wetterumschwung und das veränderte Klima zu schaffen. Wir machen einen kurzen Stop vor dem Wasserfall vor Ella, aber zu viele Besucher. Weiter geht's zum Ella Resthouse, von wo man einen herrlichen Ausblick ins Tiefland hat.
Wir kommen unter im Rock View Hotel und haben riesige Räume, aber die Einrichtung ist etwas überaltert und das Bad liefert nur einen Hauch von warmem Wasser. Das Essen ist schlecht, aber dafür teuer. Die übelsten pommes in altem Koskosfett gebacken, die ich je gegessen habe.

25.04.2004.

Gleich nach dem Frühstück fahren wir weiter Richtung Nuwara Eliya und machen dort einen Spaziergang zur Faxstation und genießen die koloniale Atmosphäre der Stadt. Wieder unterwegs durch die saftiggrüne Berglandschaft, Reisterrassen, Teeplantagen. Dagmar hält ein Schläfchen, um dem Serpentinenkoller zu entgehen.
In der Labukeele Teafactory wird gerade gestreikt, trotzdem machen wir einen Gang durch die ruhigen Fabrikhallen und sehen uns die Maschinen und die Produktion an. Ich kaufe 12 kg Broken Orange Pekoe Hochlandtee und bekomme noch als Provision 2 kg der stärkeren BOPF Qualität dazu. Brian macht mit der Verkäuferin ein furchtbares Theater, weil sie ohne Rücksprache mit ihm die Kommission offenbart hat. Er fühlte sich übergangen und tobte. Die Frau fing an zu weinen und ich versuche zu vermitteln.
Wir fahren weiter Richtung Kandy, zwischendurch kleine Regenschauer, wieder Wasserfälle und malerische Landschaftsbilder. Unser Fahrer muß hart arbeiten, um die ganzen Kurven zu meistern. Nachmittags kommen wir in Kandy an und Dagmar hat Sehnsucht nach einem guten Hotel. Brian kennt das Richtige, Hotel Thi-Lanka, ca. DM 60 pro Nacht, direkt hinter dem Dalada Maligawa Tempel am Berg gelegen mit Swimmingpool, großer Terrasse und herrlichem Blick zum Kandy See. Ich fahre zu meiner alten Adresse Mc Leod Inn und bekomme die Honeymooner Suite, ebenfalls mit Blick auf den Zahntempel und den See.
Zurück bei Dagmar im Hotel setzt ein wahrhaft tropischer Regenguß ein, der fast zwei Stunden anhält, das Wasser läuft in Bächen durch unseres Zimmer. Ich rede mit der Rezeption und wir bekommen ein noch besseres Zimmer No 305 mit noch besserem Blick und sehr ruhig gelegen.

Gegen 19.30 Uhr treffen wir uns beim Uhrturm zum Abendessen. Die Stadt ist ruhig und leer geworden und Dagmar hat keine Lust weit zu laufen. So landen wir als letzte Gäste im Bake House bei Fried Noodles. Nach acht Uhr ist die Stadt wie ausgestorben, was durch den Stromausfall noch verstärkt wird.

26.04.2004.

Nach dem Frühstück fahren wir nach Peradeniya in den Botanischen Garten, Dagmar gefallen die riesigen Bäume und Riesenbambussträucher, die entlang dem Mahaweli Ganga wachsen. Wir gehen ein gutes Stück durch den Garten und gehen durch den riesigen Schattenbaum zu einem Restaurant und decken uns mit Postkarten ein.
Mittagessen im Devon Restaurant, das mittlerweile neu renoviert ist und über eine sehr gute und auch preiswerte Küche verfügt. Wir halten Siesta und verschlafen den Nachmittag. Abends wieder Stromausfall, eine Palme ist über die Stromleitungen der Straße gestürzt und hat auch noch einem Minibus das Dach eingedrückt.
Ganz in der Nähe treffe ich auf eine Herde von ca. dreißig Affen, die eine Auseinandersetzung haben. Die Arbeiter der Stromgesellschaft sitzen an der Unfallstelle und machen Pause, abends gibt es eben mehr Überstundenzuschlag. Die Kabel hängen derweil am Boden und sprühen Funken.
Zum Abendessen fahren wir ins Lion Café, ein chinesisches Restaurant in der zweiten Etage mit angenehmer Atmosphäre und gutem Essen. Nur einen Parkplatz zu finden macht etwas Probleme. Danach fahren wir gut gefüttert zurück in unsere Herbergen.

Sigiriya palace fortress of king Kasyapa


27.04.2004.

Bin schon um sieben Uhr aufgestanden und habe meine Wäsche gewaschen, der Strom ist wieder da und es gibt auch heißes Wasser. Das Frühstück wird schnell wie der Blitz serviert, das Haus hat z.Zt. nur vier Gäste. Ich schreibe an meinen Tagebuchnotizen, nehme meinen Café auf der Terrasse und genieße die schöne Aussicht auf Kandy und den See. Dagmar ist noch müde und ich beschließe den Buddhistischen Tempel in Kandy zu besuchen.

Kandy-Le Dalada Maligawa, oder Tempel von dem Zahn des Buddhas, hat sein Name vom Reliquie das diese beherbergt. Es ist der heiligste Buddhistischen Tempel unter allen.


Dagmar kommt und wir machen eine Tour zum Kandy Markt und essen einen Wattalapam im Queens Hotel. Nach zwei Stunden Tour ist Dagmar geschafft und wir gehen ins Restaurant. Ich bekomme eine Soda mit Mücke, habe aber ohne bestellt. Erst als ich die Zahlung verweigere, wird es zurückgenommen und ich erhalte ein Neues. Wieder Mittagessen im Devon, Stromausfall und es riecht stechend nach verbranntem Essig. Wir sind froh wieder an die frische Luft zu kommen und verabreden uns für Abends. Ich schlafe zwei Stündchen, hänge meine Wäsche ab und schreibe ein paar Postkarten. Brian holt mich und Dagmar mit dem Bus ab, und fahren zu den Kandy Dancers, das Theater liegt gleich hinter dem Thi Lanka Hotel. Die Vorstellung kostet 150 Rupees und ist etwas moderner in der Aufmachung als das bisher mir bekannte Theater, aber nicht schlecht und als Finale gibt es auch ein Firewalking. Danach geht Dagmar zur Bettruhe und ich nehme mit Brian noch ein Bier im Lions Café.

28.04 - 03.05.2004.

Wir brechen auf nach Trincomalee, kaufen unterwegs noch Lebensmittel und Gemüse ein und fahren dann nonstop durch. Wir kommen bei Familie Kulam an und alles rennt durcheinander, um das Zimmer herzurichten. Dagmar beschließt gleich nach Nilaveli weiterzufahren, um sich etwas im Nilaveli Beach Hotel zu erholen.
Ich bin etwa eine Stunde im Haus, da erscheint der Grundstücksverkäufer von Eastern Motor Works Mr. Collin und fängt wieder mit dem Grundstück an, obwohl ich ihm aus Indien bereits abgeschrieben hatte. Also geht alles wieder von vorne los. Ich verteile die Mitbringsel unter der Familie, diesmal viele Jeanshosen und einige Küchengeräten.
Dagmar geht es ausgezeichnet im Nilaveli Beach Hotel, sie ist der einzigste Gast, hat eine Kompanie zur Bewachung, der Koch erkundigt sich jeden Morgen nach ihren Wünschen und eine Affenherde führt vor ihre Suite Kunststücke vor. Dagmar unternimmt herrliche Strandwanderungen an den endlosen Sandstränden Nilavelis und genießt ihren Kaffee. Zeitweise besuche ich sie mit der Familie Kulam im Hotel oder sie kommt mit Brian nach Trincomalee zum Eiscremeessen.
Kulam hat für Dagmar auch eine extra Puja im Kali Tempel abgehalten und Dagmar war im Sarong zugegen. Wir besuchen auch den Swami im Fort Frederik bzw. im Koneswar Tempel, der uns gleich einen Tee zusammenbraut. Er lernt mir verschiedene interessante und spirituelle Sachen, die mir bei meine Aufführungen gut helfen können.
Dagmar und ich besuchen anschließend auch Rasati (Kulams Tochter) und ihren Mann Mahesan, deren zwei Kinder Dagmar sehr ins Herz geschlossen hat. Die Familie hat einen kleinen Bauplatz (Steinacker) zugewiesen bekommen und haust in einer ärmlichen Palmblatthütte. Da dort kein Wasser, kein Strom, kein Schatten, keine Straße entlangläuft, hat Dagmar sich spontan entschlossen DM 200 für einen Wasseranschluß zu spendieren. Ich kaufe auch noch Kleider für die Kinder.
Ich liefere im Fotoladen wieder eine gebrauchte Canon Kamera ab und werde sofort in Rupees ausbezahlt auch für die Kamera, die ich vor Jahren mitgebracht habe.
Der Manager vom Nilaveli Beach Hotel ist verzweifelt, weil Dagmar mit der Kreditkarte zahlen will. Fürs Wochenende sind Gäste angesagt und er hat kein Bargeld um Lebensmittel zu kaufen. Ich überzeuge Dagmar davon, daß sie dann ebenfalls ohne Futter bleibt und biete an mit Barem in Vorlage zu gehen. So werde ich meine Rupees los und Dagmar muß erst zuhause zahlen.

Dagmar sponsert DM 100 für ein großes Abschiedsessen und ich lege auch noch etwas drauf, so daß wir ein Festessen für ca. fünfundzwanzig Personen mit Getränken und Dessert zaubern können. Dabei gelang mir auch eine Familienzusammenführung. Die älteste Tochter Shanti (früher Hindu) ist mit einem Muslim verheiratet und mußte Muslima werden. Beide waren vor der Hochzeit durchgebrannt und wurden dann nach einiger Zeit bei der Muslimfamilie aufgenommen. Die Schwiegereltern haben Shanti verboten, die Eltern ( Fam. Kulam) zu besuchen, die auf der anderen Straßenseite wohnen. Weil es sich um eine Einladung von Dagmar und mir gehandelt hat, konnte die ganze Familie kommen. Es war eine große Freude und alle haben den Abend sehr genossen.

03.05.2004.

Wir verabschieden uns und brechen auf nach Anuradhapura. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher zum Aukana Rajamara Viharaya, der größten freistehenden Buddhastatue in Sri Lanka. Wieder entzückt uns die herrliche Landschaft und das üppige Grün und die großen Seen. In Anuradhapura wohnen wir im Shalini Guesthouse und genießen ein vorzügliches Essen. Der Besitzer hat gerade ein neues sehr geschmackvolles Restaurant gebaut und will in Kürze auch das Guesthouse modernisieren. Wir besuchen die große Ruanveliseya Dagoba , den Sri Maha Bodhi ( heiligster Baum Sri Lankas und ältester Baum der Welt , 2200 Jahre alt ) , und den ehernen Palast Lohaprasada, der früher aus neun Stockwerken bestand und von dem heute noch 1600 Steinpfeiler des ersten Stockwerks erhalten sind. Am Abend machen wir einen zweiten Rundgang und bestaunen die angeleuchteten Bauwerke. Viele Pilger sind hier unterwegs und man muß oft Schlange stehen, was Dagmar sehr ermüdet.

04.05.2004.

Wir fahren zurück nach Negombo und kommen am Nachmittag im Topaz Hotel an, wo wir uns noch eine Portion Spaghetti einverleiben und eine letzte Mütze voll Schlaf nehmen. Mitternacht geht es dann zum Flughafen und Emirates bringt uns sicher wieder nach Hause. Die lange Bahnfahrt von Frankfurt nach Saarbrücken verbraucht Dagmars letzte Kräfte und sie hat nur noch einen Wunsch schnell ins Bett.

Hikkaduwa Beach


Am Bahnhof in Saarbrücken empfangen uns unsere Freunde, und wir sind froh wieder nach hause zu gehen. Ohne zu vergessen, das ich übermorgen eine Lesung habe über die « Reinkarnation » in Lüttich in Belgien.

Seuqcaj Named.

REIZEN-D

SHOW-TOUR