Mexiko, aber diesmal nicht geschäftlich.

Mexico-MEXICO

Meine Freundin und ich haben uns entschlossen unseren Urlaub im Land der Indianer Zentralamerikas zu verbringen, nachdem wir so Güte Erinnerungen bei unseren Vorstellungen gehabt haben. Es ist der zweite Woche von Juni 2003 und vorgestern habe ich noch meinem Jubiläum von « Star Esoteric » in Paris gefeiert. Wir sind also von Paris über Frankfurt direkt nach Mexiko City geflogen. Die Flugzeit betrug etwa 11 Stunden und die Zeitverschiebung 7 Stunden. Einmal in der größten Stadt der Welt angekommen, braucht es einige Zeit um sich zurechtzufinden.

     Indianertänzerin in Mexiko City.   Trommler am Hauptplatz. (Zocalo)

Die Stadt besitzt kein einheitliches Zentrum, sondern verschiedene Konzentrationspunkte. Das historische Stadtzentrum liegt am Zocalo, ein großer Platz der von der Cathedral Metropolitana einer riesigen allerdings renovierungsbedürftigen Kathedrale und vom Palacio National umgeben ist. Außerdem befinden sich Ausgrabungsstätten von der Aztekenstadt Tenochtitlan am Zocalo.
Ein weiterer sehenswerter Ort in Mexiko City ist der Park Alameda Central und der in ihm gelegene wunderschönen Palast Bellas Artes.

  Erdnusßverskäuferin in Bosque de Cabultebek.       Börse in Mexiko City.       Schloß Cabultebek.

Die Prunkstraße der Stadt, der Paseo de la Reforma verbindet die Zentren Alameda mit der Zona Rosa, ein teures, nobles Stadtviertel mit vielen Hotels und Bars und mit dem Bosque de Chapultepec, einem wunderschönen Park der die meisten Museen und Schlösser der Stadt beherbergt, unter anderem das Schloß Chapultepec indem sich eine Sammlung von Bildern der Revolutionsgeschichte des Landes befindet, oder das berühmte Anthropologische Museum, dem bedeutendsten und beeindruckendsten Museum des Landes.

  Skyline von Mexiko City.       Paseo de la reforma (Prunkstr.)       Akrobaten vorm Museum.

Ein Muß ist ein Tagesausflug nach Teotihuacan, zu Mexikos größter antiker Stadt mit den großen Pyramiden der Sonne und des Mondes, etwa 50 km nordöstlich von Mexiko City. Die Sonnenpyramide ist das volumsmäßig drittgrößte Bauwerk der Erde mit etwa 250 Meter Seitenlänge und 70 m Höhe. Man hat von der Spitze der Pyramide einen guten Überblick auf die gesamte Anlage und wenn man Glück hat sieht man Mexiko City.
Weitere interessante und schone Orte in Mexiko City sind z. B die Bezirke San Angel oder Coyoacan mit ihren schonen Märkten am Wochenende. ihren schonen Märkten am Wochenende.

         Ausstellungsstücke.     Sonnenpyramide in Teotihuacan.

Interessant ist auch Xochimilco und die schwimmenden Gärten wo man romantische Bootsfahrten mit allem dazugehörigen Kitsch und Klischee unternehmen kann.
Um von dieser gigantischen Stadt wirklich einen Überblick zu bekommen muß man mindestens eine Woche hier bleiben, jedoch werden viele Traveller durch die ungünstigen Luftverhältnisse (Smog) und die Hektik die in der Stadt durch die vielen Menschen entsteht abgeschreckt. Es ist weiter nicht ratsam, sich nachts allein durch die Straßen zu bewegen, aber ich denke es ist hier nicht gefährlicher als in einer anderen Großstadt.

     Mariachi auf den schwimmenden Gärten.     Blumenverkäuferin

Man kommt in der Stadt auch leicht herum durch das für mich beste und effizienteste U-Bahnsystem der Welt und es ist noch dazu billig, denn eine beliebig lange Fahrt kostet nur etwa 30 Cents (0.15 Euro). Die Züge fahren mindestens im Minutentakt und sind dabei immer total voll, was bedeutet, daß man aufsein Hab und Gut sehr gut aufpassen muß, denn Taschendiebe verstehen es vorzüglich im Gedränge die Geldbörsen aus den Taschen zu ziehen Das oberste Gebot lautet daher stets nichts wertvolles in den Hosentaschen aufbewahren und Rucksäcke oder Taschen immer vorne tragen. Wir haben von vielen Touristen gehört, die in der U-Bahn ausgeraubt wurden!
Wenn man etwas sicherer und komfortabler, aber auch teuerer unterwegs sein will, fahrt man mit dem Käfertaxi. In Mexiko City befindet sich eine VW-Käfer Fabrik und es sind fast ausschließlich diese legendären Autos auf den Straßen der Hauptstadt Mexikos zu finden. Man muß allerdings aufpassen und den Fahrtpreis immer vor Antritt der Fahrt aushandeln, denn obwohl viele sagen sie haben einen Taxometer in ihrem Auto muß dieser noch lange nicht korrekt funktionieren und außerdem macht man sehr wahrscheinlich einen großen Umweg zu Destination und zahlt daher einen erhöhten Fahrpreis.
Nach knapp einer Woche etwa haben wir Mexico City verlassen und sich und sich nach Oaxaca, einer Stadt in den Bergen im Südwesten des Landes gefahren, wo wir uns ein paar Tage von der schlechten Luft in Mexico city erholten. Oaxaca ist eine sehr saubere Stadt mit schönen farbigen Häusern und freundlichen Menschen. Eine lokale Spezialität auf den Märkten sind Chapulines, getrocknete, kleine, rote Grashüpfer. Sie schmecken etwas eigenwillig, aber durchaus köstlich!

         Chapulines-Verkäuferin                   Hausfront in Oaxaca City.

Auf den Märkten findet man aber noch viele andere schone Dinge aus Stroh, Leder oder Holz. In den umliegenden Bergen befindet sich die historisch bedeutendste und auch sehr beeindruckende Ausgrabungsstätte am Monte Alban. Hier lebten die Zapoteken über 2000 Jahre, eingeteilt in 5 Epochen. Sie erlebten ihre Blütezeit von etwa 300 - 700 n. Chr. und ihre Kultur endete durch die Konquistadoren im 16. Jahrhundert.

         Chilischoten.                   Fleischhalle in Oaxaca City.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Umgebung ist der Baum von Tule, von dem man sagt er sei mit ungefähr 3000 Jahren der älteste Baum Amerikas. Die Zypresse ist mit 42 m Umfang natürlich auch ein sehr großer Baum.

Baum von Tule. Puorto Angel -Strand.

Danach geht es mit dem Bus weiter an die Pazifikküste nach Puerto Angel, einem kleinen Fischerdorf, das noch nicht so vom Massentourismus überlaufen ist. Es gibt dort einsame, lange, mit Palmen bewachsene Sandstrände mit gemütlichen Hütten. Man schläft nachts in einer Hängematte am Strand und läßt es sich einfach gut gehen. Am besten zum Baden ist der Strand Zipolite, da hier die Meeresküste sehr flach verläuft und keine Felsen stören, aber trotzdem muß man wegen der starken Strömung sehr aufpassen, nicht ins Meer hineingezogen zu werden. Der Pazifik wirkt geradezu majestätisch und sehr mächtig!

         Plaga Zipolite - Strand.                               Tänzerin in Stein gemeißelt.

Nach ein paar sehr entspannenden Tagen am Strand, wo man sich dem süßen Nichtstun hingibt, geht's weiter nach San Cristobal de las Casas, im Bundesstaat Chiapas, dem ärmsten Bundesstaat und gleichzeitig jenen, mit dem höchsten Anteil an indianischer Bevölkerung. San Cristobal de las Casas ist eine in den Bergen gelegene Stadt die von vielen Indianerdörfer umgeben ist.
Von hier ging die Revolution aus und von hier geht auch die neue Revolution um den Rebellenführer Marcos aus. Hier sind Helden wie Zapatista und El Che sehr wichtig. Man findet überall Plakate mit Revolutionssprüchen und allerlei Souvenirs die man kaufen kann um die Revolution zu unterstützen.
San Cristobal ist ebenfalls eine sehr saubere Stadt mit einem großen Markt und schönen bunten Hauser.
Eine Hauptsehenswürdigkeit ist hier die schone Landschaft sowie der wunderschöne Sumidero Kanvon und das ökologische Reservat Huitepec Pro Natura.

         Straßenbild von San Cristobal.                             Pro Natura Wanderung.

Weiter ist es fast ein Muß Na Bolom zu besuchen. Dies ist das Haus des Ehepaares Trude und Frans Blom. Die beiden sind zwar bereits tot, aber sie haben ihr stolzes Anwesen zu einem Museum umfunktioniert und Ihr Lebenswerk für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Frans war Archäologe und hat unter anderem wichtige Ausgrabungen in Chiapas gemacht und außerdem war er ein hervorragen der Kartenzeichner. Trude beschäftigte sich mit dem Leben der Indianer und hat unzählige Fotos über die Lacadon Indianer abschössen um deren ursprüngliche Lebensweise erhalten zu können und die Touristen ins Haus Blom anstatt in die Indianerdörfer zu lotsen.

         San Cristobal - Hauptplatz.                               Dächer von San Cristobal.

Ein weiteres für die Touristen zugängliches "Indianerdorf" ist San Juan Chamula, eine halbe Stunde mit dem Kleinbus von der Stadt entfernt. Hier geht es am Markt noch touristischer zu als in San Cristobal, aber man lernt etwas abseits vom Dorfzentrum etwas andere, ursprünglichere Menschen kennen.

     Kirche in Chamula.           Hütte außerhalb von Chamula.

Nach San Cristobal de las Casas geht es per Bus weiter nach Guatemala. Nach der Grenze (man muß auch hier mit den Zöllnern über den Preis für die Einreise verhandeln, denn obwohl es normalerweise nichts kosten dürfte, verlangen sie bis zu 10 US $) sieht man gleich einen grundlegenden Unterschied zu Mexiko: Die Busse sind hier in viel schlechterem Zustand und auch die Straßen lassen zu wünschen übrig. Doch dafür muß man sagen, daß die Busreise von der Grenze nach Panajachel am Lago Atitlan die schönste Busfahrt meines Lebens war zumindest bezüglich der Landschaft, denn es schaut wirklich so aus wie man es von den Kaffeewerbungen kennt.

     Bus nach Guatemala.           Lago Atilan, einer der schönsten Seen der Welt.

Panajachel ist ein Dorf das vom Tourismus lebt. Es liegt am malerischen Atitlansee, von dem man sagt, er sei einer der schönsten Seen der Welt. Er liegt von Vulkanen umringt in den Bergen Guatemalas auf etwa 1500 m Seehöhe, aber er ist trotzdem warm genug um darin Baden zu können. Nach zwei Tagen sind wir mit der Fähre auf die andere Seite des Sees, nach San Pedro gefahren, um von dort aus den gleichnamigen Vulkan zu besteigen, welcher immerhin ein Dreitausender ist.

     Vulkane und Seen.           Beim Aufstieg zum Vulkan.

Wir waren eine Gruppe von 7 Leuten, zwei Australier, zwei Holländer, meine Freundin, ich und ein lokal Guide, ein Farmer der sich etwas dazuverdienen wollte und uns auf den erloschenen Vulkan hinaufbegleitete. Es war ganz schon mühsam und nach etwa eineinhalb Stunden Gehzeit kamen wir zu der Maisgrenze, zu der Grenze also, wo die Bauern keinen Mais mehr anbauen. Das bedeutet, daß die Bauern bis zu eineinhalbstündige Fußmärsche in Kauf nehmen um Mais zu ernten, denn man kann hier höchstens noch mit Pferden als Lasttiere ernten.

     Erloschener Krater.           Antila-See von San Pedro Vulkan.

Danach ging’s noch etwa zwei Stunden bis zum Gipfel und um etwa 10 Uhr erreichten wir völlig geschafft unser Ziel. Die Aussicht über den See war aber einfach überwältigend und entschädigte uns für alle Strapazen. Nachdem wir uns am Gipfel eine Weile entspannten, brachen wir wieder auf und gingen hinunter. Am nächsten Tagen borgten wir uns zwei Pferde aus und unternahmen mit einem Guide eine kleine Tour durch die umliegenden Dörfer. Dies ist eine durchaus angenehmere Art die Landschaft zu durchforschen!

         Krabben-Verkäuferinnen.                             Hauptplatz von Panajachel.

Nach einem Erholungstag geht’s weiter Richtung Antigua, der früheren Hauptstadt des Landes. Man muß sagen es ist wirklich eine sehr schöne Stadt, sehr sauber, bunte Hausfassaden, breite gepflasterte Straßen und ein großer, parkartiger Hauptplatz. In der Umgebung von Antigua gibt es eine Vielzahl von Vulkane und ganz einsame Dörfer wie zum Beispiel Santa Maria de Jesus. In diese Dörfer kommen ganz selten Touristen und die Leute sind deswegen sehr neugierig und mustern uns genau.

     Ausritt in San Pedro.     Santa Maria: Wasserschöpfen aus Erdlöchern.     Straßenverkäuferinnen in Antigua.

Schließlich gibt es aber auch in der Umgebung von Antigua eine Tour die hier jeder Tourist machen sollte: Der Pacaya Vulkan. Eine zweistündige Fahrt mit dem Jeep und ein anschließender Aufstieg zum hochaktiven Pacayavulkankegel. Die Tour ist nicht sehr anstrengend und umso schöner wenn man erst am Nachmittag aufbricht, denn im Dunkeln kann man den tollen Anblick und die Wärme eines glühenden Lavastromes genießen. Ein wahrlich unvergeßliches Erlebnis!

         Pachaya Vulkan.                           Lavastrom am Pachaya Vulkan.

Wir blieben etwa eine Woche in Antigua und Umgebung, ehe wir weiterreisten zur Karibik.
Während der Busreise merkten wir erst, wie angenehm das Klima bisher war. Warm, am Abend etwas kühler und eine erträgliche Luftfeuchtigkeit. Je näher wir ans Meer kamen desto heißer und schwüler wurde es. Gleichzeitig zählten wir auch mehr Mosquitostiche. Es dauerte eine Zeit bis man sich an das Klima gewöhnt.

         Kind.                     Markt in Santa Maria.

Wir fänden jedoch in Livingston, einem kleinen Dorf an der Mündung des Rio Dulce in das karibische Meer, die malerische Privatpension La Marina. Wir schlafen in Bambushütten in Betten mit Mosquitonetzen und verbringen die Tage in der Hängematte liegend und baden am eigenen Privatstrand. Die Besitzer des Anwesens, ein argentinisches Paar und ein Kanadier die mit ihren Segelbooten hier gestrandet sind und diese Pension gekauft haben, sind sehr nett. Wir unternehmen eine Bootsfahrt am Rio Dulce und einen Trip durch den Urwald auf den Spuren von Taraan (denn hier wurden die frühen Taraanfilme gedreht) und besuchen ein Indianerdorf. Mit dem Motorboot geht’s weiter zu den bekannten "Siete Altares", zu kleinen Wasserfällen die zum Baden einladen. Nach einer Erholungswoche geht's weiter Richtung Norden, tiefer in den Urwald hinein.

La Marina.   Ohne Moskitonetz geht nichts.   Bootsausflug am Rio Dulce.

Unser letztes großes Ziel ist Tikal, die bedeutendste Maya Stätte die mitten im Tropischen Regenwald liegt. Zuvor legen wir noch einen Zwischenstop auf der Finca Ixobel ein. Dies ist eine Erlebnisfarm, die von Touristen für den Individualtourismus betrieben wird. Man bietet Höhlentrips, Dschungeltrecks sowie Pferdetouren an, ein echtes Erlebnis, Adventure pur.

 Cabanas in La Marina. Kinder am Rio Dulce. Indianerdorf.

Schließlich erreichen wir Flores, die Stadt von der aus Tikal besucht werden kann. Flores ist eine Insel die über eine Landbrücke zugänglich ist. Man besucht Tikal sehr zeitig am Morgen, um 4 Uhr fahrt man mit dem Kleinbus weg und erreicht die Maya-Stätten noch vor dem Sonnenaufgang, denn gerade dieser ist am beeindruckendsten. Wenn der Dschungel mit all seinen Stimmen und Geistern erwacht und ein Hauch von Mystik und Magie über den Pyramiden der Maya liegt.

         Wachpapagei auf der Finca.                       Finca Ixobel.

Ohne Zweifel, die Mayastadt im Urwald war ein Höhepunkt der Reise. Nun ist die Zeit schon ziemlich weit fortgeschritten und wir müssen uns Gedanken über die Rückreise machen. Zuerst geht es per Flugzeug nach Guatemala City und von dort zurück nach Antigua. Wir übernachten hier noch einmal und machen uns dann auf den Weg zurück nach Mexiko. In San Cristobal de las Casas, der nächsten Tag meines Geburtstag, erleben wir den Dia Independencia, den Unabhängigkeitstag am 16. September. Dies ist der größte Feiertag in Mexiko und gerade in San Cristobal wird dieser Tag gebührend gefeiert. Danach gibt's noch einmal ein paar Tage einen Zwischenstop in Palenque, hier gibt es besonders gut erhaltene Maya Pyramiden.

Palenque-Mexico.

Palenque-Mexico-2

Wir besuchen hier außerdem noch Misol Ha, einen 40 m hohen Wasserfall und den wunderschönen Naturschutzpark Agua Azul, was soviel wie "blaues Wasser" bedeutet. Schließlich geht es per Bus über Villahermosa und Veracruz zurück nach Mexiko City.

         Tikal - Tempel des schwarzen Panthers.                 Ruinen - Tikal mit Tucan.

Nach ein paar Erholungstagen bzw. Einkaufstagen fliegen wir am 22. September via Frankfurt zurück nach Wien.

INFO


Erste Siedlungsspuren in Mexiko werden auf etwa 20.000 v. Chr. datiert. Der erste bedeutende Fund, der Texepan-Mensch ist etwa 12000 Jahre alt. Um etwa 7000 v. Chr. beginnt die Landwirtschaft zu entstehen, man baut Kürbis, Avocado, Chili-Pfeffer und Baumwolle an.

         Guatemala City.                       Unabhängigkeitstag in San Cristobal.

In der Archaischen Periode (5000-1500 v.Chr.) entstehen größere Daueransiedlungen die der Grundstein für die prä-kolumbianischen Hochkulturen sind. Frühe Keramiken und erste Opsidianwerkzeuge werden gefertigt und es wird Mais angebaut.
Um etwa 1200-400 v. Chr. blühte die Kultur der Olmeken, der "Urindianer" auf. Sie bildeten den Grundstein für alle anderen Hochkulturen.

     Wasserfall Pagua Azul.                       Wasserfall Misol Ha.

In der Klassischen Periode von etwa 200 - 900 n. Chr. erreichten viele indianische Kulturen den Höchststand ihrer Entwicklung. Großartige Leistungen auf den Gebieten der Architektur, Bildhauerei, Malerei und der Schmuckerzeugung werden attestiert. Astronomie und Mathematik entwickeln sich zu höchstem Niveau. Die wichtigsten Völker sind die Maya, Tolteken, Zapoteken, Mixteken.
In der Nachklassischen Periode (900 -1521) bringen die Azteken die Entwicklung der Kulturen zum Stillstand. Die barbarischen Stämme aus dem Norden unterdrücken und verdrängen die anderen Kulturen und verhelfen der Metallverarbeitung zum Aufschwung. Um 1350 gründen sie die Hauptstadt Tenochtitlan (heute Mexiko City). Mitte 15. Jahrhunderts endet die neoklassische Mayakultur.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts kommt es zu ersten Kontakten der Konquistadoren mit den Indianern. 1519 beginnt die schicksalsträchtige Seefahrt des Heman Cortez. Er erobert die Aztekenhauptstadt Tenochtitlan unter deren Führer Moctezuma, dies gilt bis heute als eine der grausamsten Taten der Menschheit.
Die Spanische Kolonialherrschaft dauerte von 1522-1821. Tenochtitlan wird als Kolonialhauptstadt von Neuspanien unter dem Namen Mexiko wiederaufgebaut und Cortez als Oberkommandeur gefeiert. Die Spanier erobern fast alle Völker Lateinamerikas, katholische Mönche missionieren die Indianer und begehen dabei unter dem Decknamen "Heilige Inquisition" unglaubliche Gräueltaten.
1810 beginnt der Unabhängigkeitskrieg unter der Führung des aufgeklärten Priesters Hidalgo und dauert 11 Jahre lang an.

Ballspielplatz von Monte Alban.


Von 1858-1861 dauert der Reformkrieg unter der Präsidentschaft des Liberalen Benito Juarez, der heute noch als einer der großen Helden des Landes gefeiert wird.
Die Mexikanische Revolution (1910-1920) in der für mehr Rechte für die Bewohner Mexikos gekämpft wird und die unter dem Motto "Boden und Freiheit" von Emilio Zapata angeführt wird, ist nur wenig erfolgreich. Speziell im Süden des Landes ist die Bodenaufteilung sehr ungerecht und es gab und gibt seit dieser Zeit eine permanente Revolution. Der Rebellenführer der Gegenwart, Subkommandante Marcos kämpft noch fast um die gleiche Ziele, wie Zapata sein Pendent zu Beginn des Jahrhunderts. In Chiapas, dem ärmsten Bundesstaat Mexikos, besitzen 2% der Bevölkerung fast 90% des Landes.

Und nun wieder nach hause. In 10 Tage fange ich meinen « Asia-Mystery-Tour » an, von 04.01.2002 in Islamabad in Pakistan, bis am 23.02.2002 in Ulan Bator in der Mongolei.

Canon de sumidero-Mexico-2

                                                                                                           Seuqcaj Named

REIZEN-D

SHOW-TOUR