"ALOHA" - ist der Gruß der Polynesier und heißt so viel wie "Guten Tag", ALOHA ist aber nicht nur ein Gruß, sondern eine Lebenseinstellung. Die Freundlichkeit der Bevölkerung und ihre angenehme Art Menschen zu begegnen, hat seinerzeit schon die europäischen Seefahrer und Entdecker in ihren Bann gezogen.

Heute sind die schon erwähnten Polynesier oder "Ur-Hawaiianer", eher die Minderheit auf den Hawaiianischen Inseln. Der Hauptanteil der Bevölkerung besteht aus Weißen und Bewohner asiatischer Herkunft - Japaner. Filipinos, Chinesen etc. Im Laufe der Jahre schuf man eine fast perfekte Freizeit- und Urlaubswelt.

Diese entspricht dem Ideal des Südseezaubers und zieht jährlich Millionen von Touristen in ihren Bann. Hawaii ist auch die Wiege des Surfsportes. Schon die alten Polynesier begannen mit Planken aus dem Holz der koa-Bäume Surfbretter zu fertigen. Nun, gerade diese Kombination aus Südsee, "american way of live" und asiatischen Einschlag macht diese Inselwelt im Pazifik gerade so interessant, ja fast magisch anziehend. Ich möchte Ihnen, geschatzter Leser, berichten wie es mir erging als ich diese Inseln bereiste. Mittlerwelle brachten wir es schon auf drei Urlaube auf diesen Inseln - sicher aber nicht zum letzte Mal.

Damals als alles begann

Entdeckt wurden die Hawaiianischen Inseln von polynesischen Seefahren, die von den südlich Gelegenen Marquesas- Inseln kamen. Tausende von Kilometern legten die Seefahrer ohne moderne Navigation zurück. Nur Wellen, Gestirne und der Vogelflug dienten zur Orientierung. Ungefähr 500 bis 1000 Jahre später setzte eine zweite Erwanderungswelle von Tahiti ein. Die ankommenden Einwanderer ließen sich auf allen wichtigen Inseln nieder. Über 1000 Jahre hin- durchkonnte sich so eine völlig eigenständige Kultur entwickeln, ohne Einfluß von Außen. Die Kultur der Hawaiianer war stark von Priestern und Göttern geprägt. Erst im Jahre 1778 wurden die Inseln von Kapitän Cook entdeckt. Die erste Insel, wo Cook an Land ging war Kauai.

1810 gelang es König Kamehameha die, bis zu diesem Zeitpunkt verschiedener Königreiche auf den Inseln, zu einem einzigen zu vereinigen. Die Einigung war ein langer Kampf, der viele Opfer mit sich brachte.

König Kamehameha schuf ein vereinigtes Königreich das knapp 100 Jahre bestand, ehe es zum 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten wurde. Schon bald nach der Entdeckung durch Kapitän Cook kamen immer mehr Schiffe, die auf den Inseln Proviant und Wasser faßten. Dadurch wurde auch der westlich- europäische Emfluß starker und die hawaiianische Bevölkerung gab nach und nach ihre alten Bräuche und Riten auf In Folge fand auch die Christianisierung der Bevölkerung statt. Der Zuzug von Europäern und Amerikanern tat das seinige dazu. Nach mehreren Königen und Königinnen mit einer wechselvollen Geschichte. würde Im Jahre 1900. Hawaii von den Vereinigten Staaten annektiert. Die letzte Königin Liliuokalani wurde abgesetzt. Ein weiterer geschichtlicher Höhepunkt war der Angriff japanischer Kampfflugzeuge auf das Hauptquartier der Pazifikflotte PearI Habour. Dieser Angriff leitete den 2. Weltkrieg im Pazifik ein.

Nach dem Krieg. Im März 1959 war es dann soweit. Hawaii wurde 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten.

Sie werden sich jetzt sicherlich schon gefragt haben, wo dieses Hawaii eigentlich liegt? Manch unserer Bekannten und Freunde reihten es in der Karibik ein, andere meinten es sei im Indischen Ozean zu suchen.

Ein wenig Geographie

Hawaii liegt ca. fünf Flugstunden von Los Angeles entfernt mitten im Pazifik, auf halbem Weg nach Japan. Hawaii der südlichste Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Hawaiianischen Inseln bestehen aus 136 Inseln - Atolle und Riffe, aber nur sieben sind davon bewohnt.

Die gesamte Inselkette erstreckt sich über ein Gebiet von mehr als 2400 Kilometern Länge. Die Hauptstadt des Bundesstaates ist Honolulu, auf der Insel Oahu gelegen, mit 380 000 Einwohnern, Honolulu ist damit auch die größte Stadt des pazifischen Raumes.

                                              

Big Island (große Insel) mit 10458 km² ist die größte Insel des Archipels. Gefolgt von Maui mit 1888 km², Oahu mit 1574 km², Kauai mit 1433 km² bilden diese 5 Inseln das Zentrum des touristischen Lebens. Molokai mit 676 km² und Lanai mit einer Fläche von 361 km² sind zwar touristisch erschlossen, werden aber von sehr vielen Besuchern außer acht gelassen. Die beiden kleinsten Inseln Niihau und Kahoolawe sind für Besucher nicht zugänglich und es gibt auch keine regelmäßigen Verkehrsverbin- dungen dorthin.

Oahu

Beiname: Sammelplatz

Die Insel Oahu bildet das Tor zur übrigen Welt, denn hier liegt der Internationale Flughafen, wo ein Großteil der Fluge von Festland-USA und Japan ankommen.

Wie schon weiter oben erwähnt. befindet sich auf Oahu die Hauptstadt des Bundesstaates. Auf den ersten Blick ist Honolulu nicht viel anders als andere amerikanische Großstädte. Dennoch ist es anders: die Luft ist warm, Palmen sind an allen Orten zu finden und ein buntes Treiben der verschiedenen Einwanderer von Ost und West ist zu finden. 75% der Hawaiianer leben im Großraum Honolulu, die seit 1875 die Hauptstadt der Inselgruppe ist.

                                              

Hier liegt auch der weltberühmte Vorort von Honolulu. Genannt Waiklki und ist das Touristen- zentrum schlechthin. Sehr viele Hawaiibesucher kommen wahrend ihres Aufenthaltes nicht aus diesem Tell der Stadt hinaus. Hier gibt es mehr Hotels, Shoppingcenter und Restaurants als auf allen anderen Inseln zusammen. Die berühmtesten und altersten Hotels sind das "Royal Hawaiian Hotel" und das Moana Hotel. Mit diesen beiden Touristenherbergen begann 1901 die Erschließung der sumpfigen Gegend. Damit war der Grundstein für weitere Bauten und Hotels gelegt.

Trotz aller Nachtelle und Geschmacklosigkeiten des Massentourismus ist diese Stadt doch etwas besonderes. Im Osten von Waikiki befindet sich der erloschene Vulkan "Diamond Head". Über eine Zufahrtsstraße, die durch einen Tunnel fuhrt, gelangt man in das Innere des Kraters. Zum Gipfel gelangt man dann über Stufen. Von dort oben bietet sich dann ein herrlicher Ausblick auf die Südküste.

Fahrt man dann weiter der Straße entlang kommt man zum "Hanauma Bay Beach Park". In dieser sichelförmigen Bucht befinden sich direkt unter der Wasseroberflache Korallenriffs, ein Paradies für Schnorchler und Taucher. Dieser staatlich geschützten Untenwasserpark bildet den idealen Lebensraum für Papageifische, Engelbarsche, Seewalze, Korallen und sonstige exotische Meereslebewesen.

Auf Oahu befindet sich sehr geschichtsträchtiger Boden: Im dritten großen Stadtteil von Honolulu - Pearl Habour, begann am 7. Dezember 1941, mit dem Japanischen Angrifflauf die US-Flotte der 2. Weltkrieg im Pazifik. Noch heute ligt das versenkte Schlachtschiff "Arizona" in der Bucht von Pearl Habour. In dem In der Bucht gelegenen Besucherzentrum, kann man sich über die geschicht-lichen Ereignisse erkundigen. Eine Bootsfahrt zum Wrack und Denkmal sind in der Führung ebenfalls inkludiert.

Eine weitere Attraktion bietet die Insel mit seinen unüberschaubaren Ananasfelder. Die Firma Dole unterhält am Rande dieser Feldern ein Informationszentrum. In diesem kann man sich über die Geschichte der Ananas auf Hawaii ebenso erkundigen. wie über die verschiedenen Sorten. Natürlich gehört eine Kostprobe dieser exotischen Frucht dazu.

Im Norden der Insel, nahe dem Ort Laie, befindet sich das "Polynesian Cultural Center". In diesem Center sind sieben Dörfer. die fiji, Samoa, Tonga, Tahiti, Marquesas Inseln, Neuseeland und Hawaii darstellen. Hier wird von Bewohnern In Originaltracht, Kunsthandwerk. Musik und Tanz dargeboten, man lernt wie eine Kokosnuß geöffnet wird. wie man hula tanzt oder eine tahitische Trommel schiagt. Dazu finden am Nachmittag Kanufahrten in prächtigen Kostümen statt. Am Abend wird eine Show geboten. die polynesische Tanze - hula und Musik zum Inhalt haben.

                

Das wichtigste Verkehrsmittel, um von einer Insel zur anderen zu gelangen, ist das Flugzeug. Zwei große Fluglinien unterhalten Verbindungen zwischen den Inseln, die im halb Stundentakt verkehren. So kommen wir auch zu den Nachbarinseln:

Kauai - Die Garteninsel

Kauai liegt 115 km mm Nordwesten von Oahu und ist mit einer Große von 1431 km² die viertgrößte Insel des Bundesstaates. Diese Insel ist mit ihren 5 Millionen Jahren, die älteste des gesamten Archipels. Keine andere Insel ist so zerklüftet und besitzt auch nicht so ausgeprägte Küsten und Canyons wie Kauai. Gerade diese beeindruckende Landschaft macht die Insel einzigartig und dient immer wieder als ideale Kulisse für zahlreiche Filme wie Jurassic Park, Blue Hawaii, etc...

Auf Kauai befindet sich auch der feuchteste Punkt der Erde mit 12 000 mm Niederschlag im Jahr. Grund dieser hohen Niederschlagszahl liegt in den Passatwinden, denen die Insel ausgesetzt ist. Diese hohe Niederschlagsmenge läßt die Vegetation aufblühen und gedeihen. wodurch der Beiname die "Garteninsel" entstanden ist.

            

Zu den Attraktionen der Insel zahlen:

Der Besuch des Waimea Canyons mit seinem 900m tiefen und 19 km langem Tal. Der Fluß hatte sich vor Jahrtausenden durch das poröse Vulkangestein gegraben. Dieses Tal kann durchwegs als Naturwunder bezeichnet werden, man spricht auch vom "Grand Canyon" des Pazifiks. Oberhalb des Canyons fuhrt eine Stral3e. die "Kokee Road" genannt wird. Auf dieser Straße bieten sich immer wieder beeindruckende Blicke in den Canyon. Die Straße führt durch den Waimea Canyon State Park und den Kokee Sate Park bis zum "Kalalau- Aussichtspunkt" In 1255m Höhe. Hier kann es durch Nebel und starken Wind recht kühl werden.

Im Kokee State Park gibt es eine Fülle von Wanderwegen (trails), auf denen man das Gebiet erkunden kann. Ein weiteren Höhepunkt bietet die schroffe "Na Pali" Küste. Dieser Tell der Küste ist nur zu Fuß über den "Kalalau Trail" zu erreichen. Die Klippen fallen an dieser Küste bis zu 1200 m tief in das Meer ab. Zahllose Bäche, enge Taler und Sandbuchten kennzeichnen diesen Teil der Insel.

Fährt man den Highway 50 von der Hauptstadt Lihue in südwestliche Richtung, erreicht man den Ferien-ort Poipu. In diesem Ort findet man neben Hotels und Restaurants auch einige Strande,die zum Baden einladen. Besonders zu empfehlen ist der "Poipu Beach Park" mit seinem einladenden

Strandgelände. Gegenüber diesem befindet sich das Restaurant "Brennekke's Beach Broiler", das für seine gute Küche bekannt ist. In Poipu findet man auch eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Kauai, das "Spouting Horn". Dabei handelt es sich um eine Geysier ähnliche Fontäne, deren Wasser durch eine mit dem Ozean verbünde Lavaröhre schießt. Je höher die Wellen sind, desto höher ist die Fontane.

Ein weitere beliebte Touristenattraktion ist der Wailua Fluß mit seiner am Oberlauf gelegenen Farn Grotte. Die Grotte erreicht man mit Booten, die den Fluß stromaufwärts fahren. Während der Fahrt erhalt man einen guten Eindruck über die Landschaft. Für sportliche Reisende besteht auch die Möglichkeit, mittels Kajak den Fluß hinauf zu paddeln.

Maui - Die "Tal-Insel"

Maui ist die zweitgrößte Insel des Archipels mit einer Flache vom 1.888 km². Die Insel besteht aus zwei Vulkanen: Im Osten befindet sich der 3.055 m hohe Haleakala, im Westteil der Vulkan Puu Kukui mit einer Höhe von 1.764 m. Verbunden sind die beiden Vulkane mit dem flachen "Central Valley". Diese sehr fruchtbare Ebene bietet gute Voraussetzungen für landwirtschaftliche Nutzung. Hier befinden sich auch die bedeutenden Orte Kahului und Walluku. Der erst genannte Ort bildet das wirtschaftlich Zentrum der Insel, wo auch der Flug- und Seehafen angesiedelt ist. In Walluku hingegen, ist der Sitz der Verwaltungsbehörde des Bezirkes Maui angesiedelt. Die im Westteil der Insel gelegene ehemalige Walfängerstadt Lahaina, war bis in das Jahr 1845 sogar die Hauptstadt aller hawaiianischen Inseln. So gehört auch zur Hauptattraktionen Mauis, die Überwinterung der Walevor der Westküste. Alljährlich können hier von Dezember bis April Buckelwale gesichtet werden. In der Stadt Lahaina ist durch die Erhaltung des ursprünglichen Stadtkernes, die Atmosphäre der Walfänger immer noch lebendig.

Der Ort Kihei erstreckt sich entlang der Sud- Westküste und ist ein beliebter Fremdenverkehrsort.

Als drittgroßter Ort der Insel bietet er mit seinen Hotels, Einkaufszentren und Ferienwohnungen den idealen Rahmen für Badeurlauber. Die Sandstrande laden zum Baden ein und sind mit allem Komfort ausgestattet. Vor der Küste liegt die kleine Insel Molokini, die aus einem versunkenen Krater besteht. Nur ein kleiner Teil des Kraterrandes ragt 45m aus dem Wasser und besitzt die Form einer Sichel. Der Kraterrand schützt vor der starken Brandung, und ist die Heimat einer großen Anzahl von Riffischen. Eine Vielzahl von Unternehmen bieten Ausfluge zum Schnorcheln und Tauchen an.

Auf der Insel Maui befindet sich der größte ruhende Vulkan der Erde mit 3055m über dem Meer und 6000m unter dem Meeresspiegel. Der Name Haleakala heißt übersetzt, das "Haus der Sonne". In der Nahe des Kraterrandes findet man eine sehr selten vorkommende Pflanze, genannt Silber-schwert. Der Krater selbst, der 12 km lang, 4 km breit und 915 m tief ist, weist außerordentliche Farben auf. Bei der Farbenvielfalt überwiegen Rot, Gelb, Grau und schwarz. Die Landschaft diente, wegen ihres Aussehens, als Trainingsgebiet für Astronauten des Apollo Programmes.

Von der höchsten Stelle des Vulkanes hat man eine wunderbare Aussicht auf die Insel Maui selbst, sowie zu den Nachbarinseln.

              

Eine weitere landschaftliche Attraktion. die sich am Fuße des Haleakala Nationalparks befindet, ist der "Hana Highway". Die sehr enge und kurvenreiche Strecke ist eine der schönsten Landschafts- strecken die man auf Hawaii erleben kann. Vorbei an Wasserfallen, grünen Tälern. Lavaküsten und natürlichen Wasserpools, gelangt man nach 617 Kurven und 56 engen Brücken in die Ort-schaft Hana. Der Ort Hegt mitten einer Hügellandschaft, ca. 1000 Einwohner leben hier. Die Attraktion des Ortes ist der "Hasegawa General Store"- hier gibt es einfach alles, von Benzin über Kartoffelchips bis zu kaltem Bier. Verläßt man den Ort In Östlicher Richtung gelangt man über eine enge, kurvenreiche Straße zu zwei Wasserfallen. die "Wailua Gulch" genannt werden. Danach

führt die Straße an zahlreichen Wasserlaufen vorbei, die durch mehrere Becken f1ießen- sie sind als "Seven scared pools" bekannt.

Die asphaltierte Straße endet dann bei einer verlassenen Zuckermühle. Ein paar Kilometer weiter befindet sich eine kleine Kirche. In welcher der berühmte Atlantikbezwinger Charles Lindbergh begraben liegt. Lindbergh verbrachte die letzten Jahre seines Lebens In der Ortschaft Hana.

Hawaii - Die große Insel

Die Insel Hawaii tragt den gleichen Namen wie der Bundesstaat. Deshalb hat sich auch der Beiname "Big Island" (große Insel) eingebürgert. Der Name "große Insel" kommt auch nicht von ungefähr. Passen doch alle anderen Inseln zusammen bequem in die Fläche von "Big Island". Mit 63% Flache des Bundesstaates bildet die Insel den größten Anteil. Die beiden auf der Insel befindlichen Berge Mauna Kea (4205 m) und Mauna Loa (4104 m) sind die höchstendes pazifischen Raumes. Auf dem Mauna Kea liegen acht große Observatorien, von denen aus das Weltall erforscht wird. Das 85 Millionen Dollar teure Keck-Teleskop ist das größte der Welt. Es wurde 1991 vom "California Institute of Technologie" erbaut.

Kilauea

Man findet hier auch den aktivsten Vulkan der Erde, den 1243m hohe Kilauea. Nach wie vor speit er flüssige Lava, die Richtung Küste strömt und stetig die Landmasse der Insel vergroßert. Dieses Naturschauspiel kann man vom Helicopter aus besichtigen. Eine Saule mit Wasserdampf steigt an dem Punkt auf, wo die flüssige Lava ins Meer stürzt. Lohnenswert ist der Besuch des "Volcano National Park" mit seinem Informationscenter. Hier kann man sich gefahrenlos mit der erdgeschichtlichen Entwicklung auseinander setzen. Weiter bietet das Informationszentrum einen Überblick über die momentane Tätigkeit des Vulkans. Erloschene Krater und Lavaströme sind Zeugen der Tätigkeit unseres Planeten. Zu sehen ist auch ein Lavatunnel, durch den einst heiße Lava schoß. Seit Begin der 90er Jahre ist es nicht mehr möglich. Die Rundfahrt auf der "Chain of Craters Road" zu unternehmen, da Lavaströme ein Passieren unmöglich machen. Heute ist die Straße nach ca. 40 km durch Lavafluß zu Ende.

Im Nord-Osten der Insel befindet sich die Stadt Hilo. Mit ca. 44.000 Einwohnern ist Hilo die zweit-größte Stadt des Bundesstaates. Besonders bemerkenswert ist der "Banyan Drive" mit seinen in den 30 Jahren, von berühmten Besuchern, gepflanzten Banyan Bäumen. Ein weitere Höhepunkt ist der in japanischen Stil angelegte "Liliuokalani" Garten. Diese Gartenanlage ist eine der größten fernöstlichen Anlagen die außerhalb Japans errichtet wurden. Sehr belieht ist dieser Garten bei Brautpaaren als Kulisse für das Hochzeitsphoto. Den "Wailuku River State Park" mit seinen eindrucksvollen Wasserfallen besucht man am Besten am Morgen, wenn die Sonne über den Mangobäumen aufgeht. Fahrt man ca. 10 km den in nördlicher Richtung verlaufenden Highway No. 19 entlang, kommt man zu einer Abzweigung, die zur "rain forest road" führt. Man fährt durch dichten Regenwald, vorbei an tropischen Pflanzen und Bäumen. Am Ende der Straße wird man mit einem eindrucksvollen Blick auf die Küste, mit bizarren Felsformationen belohnt.

Zurück am Highway 19 kommt man nach einiger Zeit in die kleine Ortschaft Honomu. Hier zweigt man landeinwärts ab und gelangt nach ca. 5,5 km zum "Akaka Falls State Park". In diesem Park findet man eine Vielfalt an tropischen Pflanzen. Blumen und Bäumen. Folgt man dem Weg, gelangt man an den aus 128m Höhe hinabstürzenden Akaka Wasserfall und den 30m hohen Kahuna Wasserfall.

Auf "Big Island" befindet sich auch die größte Ranch der Vereinigten Staaten, genannt Parker-Ranch. Zwei Drittel des Rind-Fleischbedarfes des Bundesstaates werden von ihr geliefert. In einem Besucherzentrum kann man sich über die Geschichte der Farm und der hawaiianischen Cowboys informieren. Zu diesem Thema gibt es eine Diashow und mehrere Vortrage. Weiter gibt es noch ein Museum. In dem Erinnerungsstucke der Fa. Parker besichtigt werden können.

                                            

Auf der Westküste befindet sich der Ort Kailua-Kona. welcher ein beliebter Badeort ist. Die West-küste ist im Gegensatz zur Ostküste sonnig und niederschlagsarm, daher findet man auch hier die Fremdenverkehrszentren. Auch bietet der Ort, der auf geschichtsträchtigen Boden liegt, so manch interessantes Baudenkmal. Man findet hier die älteste Kirche des Landes, restaurierte Tempelanlagen, genannt Heiaus und historische Monumente. Ein Beispiel dieser Tempelanlagen ist die "City of Refuge". Dieser als "Stadt der Zuflucht" genannte Ort, ist die am besten erhaltene Anlage ganz Hawaiis. Im alten Hawaii wurde das Brechen von heiligen Gesetzen mit dem Tod bestraft. Die einzige Möglichkeit diesem zu entgehen war, sich in eine solche Tempelanlage zu retten. Hier konnte ein Priester die Absolution erteilen und der Schuldige konnte in das normale Leben zurückkehren.

An der Westküste der Insel befinden sich auch die einzigen Kaffeeplantagen der Vereinigten Staaten, die erwerbsmaßig betrieben werden. Der Kaffee wird vertrieben unter dem Namen "Kona Kaffee". Im "Kona Coffee Mill Museum" kann man sich bei einer Tasse Kaffee über die Geschichte und Entwicklung der Pflanze informieren.

Jedes Jahr findet von Kailua-Kona aus, der berühmte "Ironman Triathlon" Wettbewerb statt. Dieser Wettbewerb verbindet die drei Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen und gilt als alljährliche Weltmeisterschaft in dieser Disziplin.

Die Inseln Molokai und Lanai

Diese beiden Inseln gehören zu den kleinsten bewohnten des Archipels. Molokai weist eine Fläche von 676 km² auf, Lanai mit 361 km² ca. die Hälfte. Molokai ist landschaftlich Interessant, da sich im Norden abfallende Klippen mit bis zu 1000 m befinden, der Westen hingegen ist weltgehend flach. Ehemals befanden sich im Westen der Insel riesige Ananasfelder. die aber in den 90 er Jahren unseres Jahrhunderts stillgelegt wurden. Heute werden auf diesen Feldern grüner Pfeffer, Zwiebeln und Wassermelonen angebaut.

Aufgrund der geringen Bevölkerungszahl und des noch geringen Besucherzustromes findet man hier einsame Strande, die zum Baden einladen. Die Ferienanlage Kaluakoi, im Westen der Insel ist das einzige Touristenzentrum der Insel. Dafür ist ein 18-LochTurniergolfplatz vorhanden, der tagtäglich um 7 Uhr morgens gemäht wird.

Bekannt wurde Molokai allerdings durch die sich auf der Insel befindliche Lepra- Kolonie. Auf einer schwer zugänglichen Halbinsel im Norden befindet sich der Ort Kalaupapa. Der Ort kann nur über einen schmalen Pfad zu Fuß oder mit Maultieren erreicht werden. Diese Kolonie wurde im 19 Jhdt. Gegründet, um der aus dem fernen Osten eingeschleppten Krankheit Herr zu werden. Ein paar Patienten wohnen zwar noch dort, sind aber völlig geheilt. Heute kann man den Ort besuchen und es werden Führungen veranstaltet, die über die Entstehung und Geschichte berichten.

Die Insel Lanai wurde 1922 an die "Dole Company" verkauft, für die geringe Summe von 1,1 Mio US$. Die Firma nutzte hier die landwirtschaftlichen Erfahrungen, die sie mit dem Ananasanbau auf Oahu gewonnen hatte. Somit entstand hier die größte Ananasplantage der Welt.

Durch die weltweiten Überkapazitäten an Ananas, mußte der neue Besitzer den Anbau reduzieren und einige Felder stillegen. Die großen Hoffnungen der Bevölkerung werden nun in den Fremden-verkehr gesetzt, und das entstandene Defizit an Arbeitsplatzen auszugleichen.

                                              

Ausflugsziele auf der Insel sind der "Garden oft he Gods" (Garten der Götter) und der Munro Trail. Der "Garten der Götter" liegt in einem Landschaftsteil, welcher durch seine Vielfalt an Farben und Formen des Gesteines geprägt ist. Zu erreichen ist dieser "Garten" über eine Sand-piste, die nur mit Allrad-Fahrzeugen befahrbar ist. Ein weiterer Höhepunkt des Inselbesuches, ist die Wanderung über den Munro Trail. Dieser Weg führt durch dicht bewaldetes Gelände. In dem Eukalyptus-Bäume, Norfolk- Kiefern, Baumfarne und Wildblumen zufinden sind. Am höchsten Punkt, dem Mount Lanaihale (1027m), hat man an schönen Tagen, einen Überblick über die hawaiianische Inselwelt.

Mit diesem Bericht möchte ich Ihnen, geschatzter Leser, einen Überblick über die Hawaii Inseln geben, die ich gerade beendet habe, ende März 1999, durch das ich schon angenehme Erinnerungen hatte bei meine « Hawaiian-Show-Tour » von 12.06. wo ich in Honolulu in Oahu angefangen habe bis 31.07.1998. in Maunaloa in Molokai. Natürlich gäbe es noch eine Menge zu berichten, dies wurde aber diesen Artikel bei weitem sprengen. Vielleicht aber erkunden Sie die Inseln selbst bei einem Aufenthalt und entdecken die Vielfalt und Schönheit dieses Paradieses.

So, und nun wieder an die Arbeit, dar ich in einer Woche vereise für meine « Florida-Escape-Tour » von 08.04. - 20.05.1999., wo ich in Orlando anfange um zu endigen in Gulfcoast / Clearwater.

Seuqcaj Named

REIZEN-D

SHOW-TOUR