Botswana im Friedhof der Flüsse.

Vielleicht stellt sich Ihnen die gleiche Frage wie mir, bevor ich dieses Land bereiste: "Warum scheint Botswana so unbedeutend und unwichtig?" Kaum, dass ich wusste, wo sich Botswana befindet. Es liegt wohl daran, dass es nie einen Burgerkrieg, politischen Umsturz oder Hungersnot gegeben hat. Aus diesen Gründen war Botswana nie groß in den Schlagzeilen. Seit der friedlichen Unabhängigkeit im Jahre 1966 gab es immer eine stabile Regierung. Die Demokratie funktioniert ohne Zwischenfall bis heute. Ein weiterer Grund warum Botswana relativ unbekannt ist, liegt darin, dass es ein Binnenland ist und somit keinen Strand für den Massentourismus bieten kann. Ganz im Gegenteil, es ist für Reisende eine geistige, seelische und körperliche Herausforderung. Für Salonlöwen und feine Damen im Safari-Look ist dieses Land ungeeignet.

Die in folgenden beschriebene Reise wurde von der Safariagentur "Drifters" aus Johannesburg organisiert. Ich war schon am Anfang voriges Jahr in Botswana am Ende meiner « SOUTH AFRICA-FAKIR-TOUR » am 27 und 28 Februar 1985. Aber diesmal wollte ich Privat dahin gehen. Wir haben nun die zweite Woche vom Monat November 1986. Wir, eine Gruppe zu sechst aus aller Herren Länder, trafen uns mit einem erfahrenen Safarileiter in ebendieser Stadt. Meine Schilderung folgt nicht genau dem chronologischen Ablauf, ich mochte vielmehr einen Überblick über Botswana geben aus der Sicht meiner persönlichen Erfahrungen. Eine umfassende Beschreibung ist unmöglich, dazu ist das Land zu vielfältig und verändert sich zu schnell.

Gleich vorweg, zu einer Botswanareise gehört ein Abstecher zu den Victoria Fallen, die sich in Dreilandereck Simbabwe, Sambia und Botswana befinden. Bevor wir den Wasserfall besuchten hatten wir die Möglichkeit auf dem Sambesi eine abendliche Bootsfahrt zu unternehmen. Bei afrikanischen kulinarischen Schmankerln und erfrischenden Getränken konnten wir einen überwältigenden Sonnenuntergang miterleben, der uns einen Vorgeschmack aufkommende Nächte in Afrika geben sollte.

          

Der Sambesi entspringt im Norden Sambias und vereinigt sich 70 km oberhalb der Victoria Falle mit dem Chobe, von wo an er die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe bildet. Mit einer Lange von 2.700 km ist er nach dem Nil, Niger und Kongo der viertlängste Fluss Afrikas, der in Mocambique in den Indischen Ozean mündet. Kurz nachdem der Sambesi Botswana verläst stürzt er sich über die Victoria Falle auf einer Breite von 1,7 km in eine 100 Metertiefe Schlucht, die im rechten Winkel seinen Lauf kreuzt.

        


Diese Schlucht ist geologisch ein bei der Erkaltung von Lava entstandener Riß, der Sich mit Sand der Kalahari gefüllt hat, welcher jetzt wiederum vom Sambesi Herausgeschürft wird. Sehr lange macht er das allerdings noch nicht, bis vor zwei Millionen Jahren floss der Sambesi nämlich noch südwärts und vereinigte sich dort mit dem Limpopo. Erst nachdem er seine Richtung geändert hatte, begann er an besagter Spalte den Kalaharisand zu erodieren. Acht Kilometer haben sich die Victoria Falle seither hinaufgeknabbert. Livingstone sah als erster Weißer im Jahre 1854 die Falle, die von den Schwarzen "Mosi oa Tunye" bezeichnet werden, was soviel wie "Rauch mit Donner" heißt. Mit "Rauch" bezeichnen sie die Gischt, die man von weitem als eine Nebelwand emporsteigen sieht.

Wahrend der Regenzeit stürzen 550.000 m3 Wasser pro Minute in die Tiefe. Die Wassermassen die zuvor über die Falle in die Schlucht donnern sind die Grundlage des weltbegehrten "White Water Rafting". Aus aller Welt kommen die Raftingprofis und riskieren eine Fahrt auf dem noch weiß schäumenden Wasser durch die sich auf bis zu 15 Meter verengende Schlucht. In den seltensten Fallen gelingt es ein Boot ohne Kentern durchzusteuern.

Nach diesem kurzen Abstecher über die Grenze treffen wir nun einige Vorbereitungen, denn jetzt geht die Safari erst richtig los. Die Treibstoffkannister am Dach unseres TOYOTA-Landcruisers, der speziell für Safaris umgebaut wurde, werden aufgefüllt. Ein einheimischer Wildhüter wird aufgenommen (ist hier in Botswana obligatorisch) und Proviant wird eingekauft. Abseits der Zivilisation werden wir die nächsten vierzehn Tage in Nationalparks und Game Reserves verbringen.


Chobe-Botswana

Im Norden von Botswana liegt der Chobe-Nationalpark mit dem Chobe River der von großen Überschwemmungsgebieten begleitet wird. Eine Besonderheit des Nationalparks sind die großen Elefantenherden, die nachmittags Richtung Flussufer ziehen um ihren Durst zu löschen und zu suhlen. Eine der großen Elefantenherden Afrikas von ça. 200 Tieren, die durch ein Weibchen angeführt werden, ist hier zu Hause. Diese großen Landtiere der Erde (4 m hoch, 6000 kg schwer) leben in Botswana auch noch außerhalb von Nationalparks, was zu großen Problemen in der Landwirtschaft fuhrt, vor allem wenn sie über Maisfelder herfallen.

        

Über eine 50 km lange Sandpiste gelangen wir bis zum Savuti. Vielen wird der Fluß aus der Fernsehserie "Universum" mit dem Titel " Der verlorene Fluß" bekannt sein. Selten führt der Savuti Wasser bis zum Savuti Sumpf. In den Jahren 1893 bis 1957 versiegte er völlig. Seitdem führt er sehr unregelmassig wieder Wasser. Geologen vermuten, daß der Lauf durch tektonische Bewegungen gestört wird. Das letzte Mal führte der Savuti 1982 Wasser, und wenn er fließt, dann tummeln sich in den Fluten Elefanten, Krokodile und Flußpferde. Am Rande des Savuti Sumpfes befindet sich ein Lagerplatz, in dem sich beim Zeltnachbarn ein Elefant an dessen vorbereiteten Abendmahl bedient hat. Auf diesem Gelände ist das nicht ganz ungewöhnlich, da es inmitten absoluter Wildnis liegt.

              

Auch Hyänen und Löwen stellen sich ein. Ein Jahr zuvor hatte ein Elefant, so berichtete uns der Safarileiter, da Wassermangel herrschte, die Duschkabine zerstört um an Wasser zu gelangen. Das weniger Lustige an der Sache war, daß sich eine Safariteilnehmerin unter der Dusche befand. Deutlich sind die frischen Rüsselspuren an der Rückwand der Toilette zu sehen, die ein Elefant, wenn er sich durch das Fenster Richtung Wasser tastet, hinterläßt. Leider gab es in dieser Nacht keinen Besuch von Löwen. Dafür aber versuchte eine Hyäne in der Finsternis unsere Bratpfanne zu verschleppen. Eine tapferer Mitreisender jagte ihr diese in einer Verfolgungsjagd wieder ab. Er wußte es war unser wichtigstes Kochutensil.

        

Nach dieser turbulenten Nacht wurden wir aber beim allmorgendlichen Beobachten des Wildes, dem "Game Watch", von einen Löwenrudel belohnt, nachdem wir bereits vier Tage intensiv nach Löwen Ausschau gehalten hatten. Eine Gruppe von vier Löwinnen und sechs Jungen, die sich an einem Zebra satt fraßen, konnten aus nächster Nahe beobachten werden. Dank des erfahrenen Wildhüters kamen wir derart nahe an die Gruppe heran, daß wir das Schmatzen der Jungen beim Trinken hören konnten. Zusätzlich konnten wir dort Hyänen, Schakale und Geier sehen, die auf die Reste des Zebras warteten.

        

MOREMI-BOTSWANA

Das "Moremi Wildlife Reserve" befindet sich am östlichen Rand des Okavango- Deltas. Dieses 1.800 km3 umfassendes Wildreservat bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit Lagunen, nicht endenden Wasserwegen und mit Schilf und Papyrus bewachsenen Flußufern. Kaffernbüffel, Löwen, Elefanten, Giraffen und anderes Wild lebt in den Wäldern entlang der Flüße. Flußpferde faulenzen in den seichten Lagunen und in den Hohen segeln Geier und Adler auf der Suche nach Nahrung.

        

Leider wurde dieser wunderschöne Eindruck des "Moremi Wildlife Reserve" am letzten Abend überraschend unterbrochen. Eine Horde von ça. 30 Pavianen vernichtete wahrend unserer Abendbeobachtungen unsere Zeltstatt. Es war ein Schauplatz der Verwüstung. Nach dem sie es geschafft hatten, die Reißverschlüsse der Zelte zu öffnen gingen sie daran, alles zu zerstören was ihnen zwischen die Zähne kam. Mit dabei Zahnpaste, Rasierschaum, Abfuhr- und Verstopfungsmittel und leider auch unsere Tabletten zur Malariaprophylaxe. Als Spielzug verwendeten sie Taschenlampe, Eßbesteck, Kochgeschirr... An allem wurden die Kaumuskel trainiert. Alle Reißverschlüsse, die ihnen den Weg versperrten, machten sie kaputt bis zur kleinsten Toilettasche. Nebenbei verrichteten sie ihre Notdurft, mit Vorliebe auf unseren Luftmatratzen.

        

Zum Gluck hatten wir die Fotoausrüstung mit uns geführt, nur ich selbst hatte die bereits vollgeknipsten Filme (15 Stuck an der Zahl) im Zelt zuruckgelassen. Wie ein Wunder konnte ich in der Nahe alle meine Filme unter einen Baum finden. Ein Pavian hatte meinen Filmbeutel auf den Baum mitgenommen, jede einzelne Filmdose aufgebissen und, nachdem er offenbar Ungenießbarkeit konstatiert hatte, fallen gelassen. Der Safarileiter hatte in diesem Moment alle Hände voll zu tun uns mit seinem Spruch "Don't worry, that's Afrika" zu beruhigen. Nach den Aufräumungsarbeiten und einem kräftigen Schluck aus der Whiskyflasche sah die Welt schon wieder ein bißchen besser aus und am Morgen des nächsten Tages waren wir bereits insgeheim Stolz ein kleines Abenteuer in Afrika gehabt zu haben, zumal wir wußten, daß Paviane aggressiv werden können und in Bedrängnis gegenüber den Menschen sehr gefährlich sind.

Höhepunkt der Reise war die Fahrt mit dem Mokoro (Einbaum) in das Okavango- Delta. Das Okavango-Delta gilt als eine der beindruckendsten Landschaften der Welt. Der Okavango, der im Hochland von Angola entspringt, endet hier im Sandmeer der nördlichen Kalahari in einem Binnendelta, wo er sich auf eine Fläche von 16.000 km² in ein Labyrinth von Kanälen, Seen, Tümpeln, Sumpfen und Schilfdickichten auffächert. Dieses Delta beheimatet einen unglaublichen Wild- und Pflanzenreichtum. Eine Vielfalt ohnegleichen, entstanden durch das Zusammentreffen von Trocken- und Feuchtlandvegetation. Das Okavango-Delta ist unbesiedelt und landwirtschaftlich nicht genutzt.

Delta von Okawango-Botswana

        

Nur weniger als 3% des einfließenden Wassers verläßt im Süden wieder das Delta, wo es in den Boteti-River einfließt und mit ihm endgültig im nirgendwo der Kalahari zu verdunsten. Durch die Filterwirkung der Schilfgürtel wird das Wasser so nährstoffarm, daß im Süden der Fischreichtum stark abnimmt. Trotz massiver chemischer Sprühaktionen, ist die Tsetsefliege glücklicherweise noch nicht ausgerottet, denn sonst hätten sich die Rinderherden schon über das gesamte Delta verbreitet. Die Tsetsefliege ist für Zuchtvieh tödlich, hingegen ist das Wild immun. Auch der Mensch ist durch sie gefährdet, da sie Überträgerin der Schlafkrankheit ist.

        

In der Trockenzeit beginnt das Wasser im Okavango-Delta kurioserweise zu steigen. So lange benötigt das Wasser von den Regengebieten am Oberlauf des Flusses in Nord-Angola bis ins Delta. Wahrend der Regenzeit hingegen sinkt das Wasser. Es ist ein einzigartiger Kopfstand der Natur. Mitte der 80er Jahren gab es ein Projekt zur Ableitung von Okavango-Wasser zur Diamantenmine von Orapa. Proteste internationaler Umweltorganisationen konnten dieses Projekt stoppen, denn wurde man dem Okavango bloß 4% seines Wassers entziehen wäre dies das Todesurteil für das Delta. Das jetzt knapp positive Verhältnis zwischen zufließender und verdunstender Wassermenge wurde sich umkehren. Aus dem selben Grund stößt auch das derzeit laufende Wasserleitungsprojekt m Namibia auf größten Widerstand. Es ist eine Wasserleitung vom Norden des Okavango-Deltas bis in die Hauptstadt Windhoek geplant.

        

In einem Dorf wurden nach zähen Verhandlungen, die einen halben Tag dauerten, unsere Mokorofahrer angeheuert. Die Mannschaft zu sechs Männern mußte am Dach des Autos Platz nehmen, acht weitere Personen befanden sich im Auto und dazu kam noch sämtliches Gepäck. Mit diesem hoffnungslos überfüllten Auto ging es nun in wilder Fahrt zu den südlichen Ausläufern des Okovango-Deltas. Mit dem Notwendigsten (aus Platzmangel) ausgestattet ging es nun mit dem Mokoro für vier Tage in die Sumpfe. Unser Safarileiter hat peinlich darauf geachtet, dass nach dem Verlassen der Lagerstätten keine Spuren mehr zu sehen waren.

              

Eine größere Belehrung mußte ich über mich ergehen lassen, das ich einen Apfelbutzen achtlos im Busch fallen ließ. "Es könnte ja sein, daß ein unkontrolliertes Wachsen von Apfelbäumen die Folge ist". Von unserem Safarileiter wurde uns wahrend der vier Tage im Delta die Verwendung von Zahnpaste, Seife und Haarshampoo untersagt, geschweige denn Geschirrspullmittel. Dazu gab es ausreichend Sand. Die Schonung des Deltas war oberstes Gebot. Auch wurden wir auf die Benützung der "Buschtoilette" eingehend vorbereitet. Spaten, Kampfrolle (Toilettenpapier), Feuerzeug (zum Verbrennen des Papiers) und bei Nacht eine zweite Person mit Taschenlampe. Unsere Bootsleute, die sich in der Nacht im Busch mit Palmwein betranken, brachten uns ziemlich wackelig immer weiter m das Delta hinein.

        

Wir gleiten durch kristallklares Wasser, vorbei an duftenden Seerosen, entdecken mit Palmen gesäumte Inseln, wo Reiher nisten und erkunden die seichten Lagunen. Nicht nur Riedfrosche geben in der Dämmerung klirrende Geräusche von sich, auch der triumphierende Ruf des Schreiseeadlers ist zu hören. Dann sinkt die Sonne glutrot hinter den Horizont, Wolken färben sich gelblich und violett. Das Lachen der Hyänen und das helle Heulen der Schakale lehren uns das Furchten. In der Ferne hort man das tiefe Grunzen eines Nilpferdes. Wahrend die Riedfrosche ihr Abendkonzert anstimmen versammeln wir uns am Lagerfeuer und lauschen den Stimmen. Über uns ein phantastischer Sternehimmel mit dem "Kreuz des Südens" als auffälligstes Sternbild auf der südlichen Hemisphäre.

Geschichten und Legenden aus Afrika werden erzahlt oder erfunden, nur spannend und furchterregend müssen sie sein. So verbringen wir die Abende und bei Tag unternehmen wir eine Fußpirsch auf "Chefs Island" denn dies ist bei größter Vorsicht hier im Okavango-Delta noch erlaubt. Wegen des bereits steigenden Wasserspiegel müssen wir manchmal knietief durch Sümpfe waten. Nicht nur das, wir mußten auch noch das Wasser aus den Flüssen trinken. Unmöglich dachten wir, doch Rod unser Safarileiter erklärte uns, daß dieses Wasser durch die Filterwirkung des riesigen Schilfgürtels absolut trinkbar sei. Ein weiterer Grund für die Genießbarkeit liegt darin dass das 16.000 km² große Delta unbesiedelt ist. Wenn wir schon beim trinken des Wassers keine Sorgen haben mußten, so aber doch beim baden in ihm. Wir sollten, so war die Anweisung, schauen, ob sich wohl kein Krokodil am Ufer befindet.

        

Die Wasserverzweigungen und Weiten des Okavango-Systems werden besonders vom Flugzeug aus deutlich. Da bei unserem Rundflug alle Passagiere flugfeste Mägen hatten, was praktisch nie vorkommt hatte der Buschpilot so viel Freude, daß der Rundflug über eine Stunde dauerte. Eine Steilkurve folgte der anderen und zwischendurch flogen wir mit der sechssitzigen Maschine nur wenige Meter über dem Wasser verschiedenste Flußläufe entlang. Der Tourismus in Botswana und besonders im Okavango-Delta wird in Grenzen gehalten, mittels drastisch erhöhter Parkgebuhren. Weiters ist es untersagt im Delta feste Gebäude zu errichten. Die Safari-Unternehmen übernachten deshalb mit ihren Teilnehmern in Zelten.

Der Nxai Nationalpark und die Makgadikgadi Pfanne liegen östlich und südlich des Okavango-Deltas. Es handelt sich hier um eine Busch- und Grassavanne, durchsetzt von ausgetrockneten Salzpfannen, wobei die Makgadikgadi Pfanne mit 6500 km² die größte Salzpfanne der Welt ist. In guten Regenzeiten, wenn Wasser aus dem Okavango-System über den Boteti-River in die Pfanne fließt, ist die gesamte Region nur wenige Zentimeter hoch überflutet. Dann versammeln sich hier für kurze Zeit Millionen Flamingos und Pelikane. In den benachbarten Grassavannen stellen Oryxantilopen, Giraffen, Impalas, Springböcke, Gnus und Zebras den größten Anteil der Tiere. Geparde, Löwen, Hyänen, Schakale und Füchse leben in dieser Tiergemeinschaft beständig mit.

        

Im Nxai Nationalpark schlugen wir unsere Zelte unter den "Three Sisters" auf. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Baobabs oder Affenbrotbäumen. Der Volksmund sagt, "daß die Götter im Zorn die Bäume mit den Wurzein nach oben eingepflanzt haben". Baobabs können über die gesamte Trockenzeit Wasser speichern, da sie die Blätter abwerfen und dadurch die Verdunstung stark reduzieren. Da die Bäume in einem Jahr ça. einen Zentimeter im Umgang zunehmen, kann man leicht das Alter bestimmen. Der Älteste war mit 16 m im Umfang 1600 Jahre alt.

        

Wenn sich der Abendhimmel dunkelrot färbt, die Ränder der Wolken sich vergolden und die ersten Sterne am Firmament zeigen, dann ist es Zeit für das Lagerfeuer. Beim selbst zubereiteten Abendessen und bei kühlen Drinks blicken wir m den Himmel. Wahrend wir über uns die Milchstraße so dicht gepflastert wie ein weißes Band bestaunen, fuhren wir ein nettes Gespräch mit den Gefährten und neu gefundenen Freunden. Wir stellen philosophische Fragen: Wo liegt der Sinn des Lebens? Wie weit hat sich der Mensch von seinem Ursprung entfernt? Wer gibt ihm das Recht seine Umweit zu zerstören? Werden die Naturwunder Botswanas vor dem Zugriff des Menschen verschont bleiben? Wir fanden keine Antwort, dafür aber Respekt vor diesem wilden Kontinent, der die Wiege der Menschheit ist. Selbstverständlich habe ich auch verschiedene meine kleineren Zaubertricks präsentiert. Jeder war von mein können Verbluft, insbesondere die paar einheimische, die mich für einen kleinen Gott hielten.

        

Leider war für die meisten unter uns die Reise zu Ende. Ich hatte in Zwei Tage noch ein paar Auftritte in Gaborone. Verfolgens ging es dann für mich zurück nach Johannesburg, wo ich auch noch ein paar Shows zu präsentieren hatte. Mann sacht oft, erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Bei mir ist es manchmal umgekehrt. Mann kann es sich immer nicht selber aussuchen. Und in ein paar Wochen bin ich in Bolivien und in Januar 1987 in Süd Afrika. Bis bald.

SEUQCAJ NAMED

REIZEN-D

SHOW-TOUR