Ägypten, wie ich es sehe

Ich habe gerade meinen « BAHAMIAN-HYPNO-TOUR » beeindigd, der angefangen hat am 31 Oktober in Hartfort Beach auf Paradise Island en so eben eindigde am 30 november 1997 in Great Abaco Island auf den Out Islands. Wir sind am Anfang des monats Dezember 1997. Ich habe hier schon gearbeitet, für verschiedene Galas, aber auch bei meine « Egypt-Fakir-Tour » von voriges Jahr, der angefangen hat am 07.09. in Kairo und endigte am 27.10.1996 in Hurghada. Aber ich habe lust, um diesmal ein bischen Tourismus zu machen. Zeit meine beide Söhnen nicht mehr zuhause wohnen, kan ich wieder reisen wie es mir gefält. Ägypten ist wohl eines der mystischsten und aufregendsten Länder der Erde. Schon die Römer und Griechen waren von diesem Land am Nil angetan. Im Verlauf der Jahrtausende entwickelte sich eine rege Geschichte, die bis ins 3. Jahrtausend vor Christi Geburt zurückreicht. Bereits 3200-2780 v.Chr. herrschte hier die erste Dynastie, und Pharao Menes vereinigte Unter- und Oberägypten. Memphis wurde damals zur Hauptstadt ernannt, die Dynastien hatten alle ihre eigenen Religionen.

Eine Reise nach Ägypten ist vor allem eine Reise in die Vergangenheit. Bei den Pyramiden, Tempeln und Gräbern verspürt man den Geist der verstorbenen Pharaonen, einst die großen Herrscher, die sich selbst als Mumien noch in voller Würde zeigen. Gleichzeitig erleben Sie aber auch die Gegenwart: hektisches Treiben auf den Märkten und in den Souks. Der Islam und die Koranleser gehören ebenso dazu, wie die Geschichtenerzähler.

In Kairo beginnt für die meisten die Reise, und hier endet sie auch meistens wieder auch für uns. Die Stadt ist ein Tor in eine andere Welt, in eine Welt, die einen zur Gänze einnimmt. Gleich westlich des Nils liegen die Pyramiden, auf der Ostseite davon das alte Kairo mit der ehemals römischen Festung Babylon, ansonsten ein wildes Drunter und Drüber. Denn 14 Millionen Einwohner sorgen für ein hektisches Leben.

Wer es nicht gesehen hat, wird es nicht glauben: chaotischer Verkehr, zahllose Obst- und Gemüsehändler, Eselkarren, fliegende Händler und selbst Schaf- und Ziegenherden kommen dem Besucher möglicherweise unter. Man hat wirklich das Gefühl, ganz Ägypten trifft sich gerade hier und heute in Kairo, aber das ist hier der ganz normale Alltag. Doch es gibt auch stille Plätzchen in der Stadt. Die Ägypter sind in der Regel sehr kontaktfreudig. Schnell lernt man jemanden kennen, der zu erzählen beginnt, und wenn’s sein muß in mehreren Sprachen.

Von Händlern wird man nicht verschont bleiben, gerade in den Städten und bei Sehenswürdigkeiten kann man sich ihrer kaum erwehren.

Cairo-Tower

Einen herrlichen Blick über die Stadt bis zu den Pyramiden bekommt man vom Cairo-Tower auf der Nilinsel Gezira. Der Turm wurde in den sechziger Jahren erbaut, und beinhaltet Cafes und Restaurants, eine einmalige Möglichkeit, nach dem ersten Trubel in der Stadt, alles von oben zu beobachten.

Koptisches Viertel

Das Koptische Viertel ist einer der ältesten Stadtteile von Kairo. Hier lohnt sich ein Besuch der Kirchen und der bewohnten Klöster St. Gigris und St. Mercurius. Besonders erwähnenswert ist die Al-Moállaqa, die "Hängende Kirche". Sie wurde Ende des 4. Jhdts. und Anfang des 5. Jhdts. errichtet. Die Kirche wurde auf dem Südportal der römischen Festung Babylon erbaut und als Basilika angelegt. Die St. Sergius-Kirche stammt aus dem 5. Jahrhundert, und ist ebenfalls als Basilika angelegt. Erbaut wurde sie über der Krypta, in der sich die Heilige Familie aufgehalten hat. Deshalb wird sie auch gerne als Wallfahrtskirche besucht.

Moscheen

Natürlich gibt es in Kairo eine große Anzahl von Moscheen, von denen hier nur die wichtigsten erwähnt werden:

Al-Azhar-Moschee

Die erste Moschee Kairos zur Zeit der Fatimiden, wurde 971 n.Chr. erbaut. Die Bezeichnung Al-Azhar wurde von Fatma Al-Zahraa, Tochter des Propheten Mohammed abgeleitet. Die Moschee ist die älteste islamische Universität, an der zum ersten Mal im Jahre 975 n.Chr. unterrichtet wurde.

Albaster-Moschee

Sie liegt nördlich der Zitadelle, und bietet ein eindrucksvolles Panorama. Ihre schlanken Minarette verraten es auf den ersten Blick: ihr Vorbild war die Haghia Sophia in Istanbul.

Sultan Hassall Moschee und Schule

Erbaut wurde sie von König Al-Nasser Hassan ihn Mohammed ibn Qala’oun als Moschee und Schule für die vier Konfessionen. Die Moschee liegt am Ende der Al-Qalaa-Straße. Das Grab König Hassan befindet sich im östlichen Teil des Komplexes. Die Moschee wurde aber auch militärisch genutzt, und zeigt sich daher auch als Festung. Ursprünglich gab es drei Minarette, heute ist nur noch eines zu sehen, die beiden anderen sind eingestürzt.

Ägyptisches Museum

Absolute Pflicht ist der Besuch des Ägyptischen Museums. Es umfaßt die reichhaltigste Sammlung pharaonischer Kunstschätze. In diesem Gebäude ist es dem Besucher möglich, die Geschichte von 50 Jahrhunderten in Ägypten "nachzuerleben". Das berühmteste Exponat ist der prächtige Grabschatz des König Tut-ench-Amun.

Die Pyramiden von Gizeh

GIZEH

Der Hauptgrund eines Kairos-Besuch sind unbestritten die Pyramiden von Gizeh zu Kairos Füßen. Sie sind die am besten erhaltenen Pyramiden in Ägypten. Erbaut wurden sie um 2650 v.Chr. Bei der Anfahrt sieht man als erstes die gewaltige Cheops-Pyramide, deren Höhe heute 137 m beträgt. Durch einen schmalen, niedrigen Gang gelangt man zur Grabkammer. Die Altägypter bauten die Pyramiden als Gräber für die Könige, um dort deren Körper bis zur Wiederauferstehung zu bewahren, da sie an ein ewiges Leben glaubten.

Die zweite Pyramide ist die Cheefren-Pyramide südwestlich von der Cheops- Pyramide. Interessant ist auch, daß ihre ursprüngliche Umkleidung an der Spitze noch erhalten ist. Die Länge der Grundfläche beträgt 215,5 m. An der Nordseite besitzt sie zwei Zugänge. Man kann die Reste des Totentempels und die Rampe, die die beiden Tempel verbindet, noch heute sehen. Diese Tempel waren für private Gottesdienste und zur Einbalsamierung der Leichen bestimmt.

Die dritte Pyramide wurde von Mykerinos erbaut und liegt südwestlich der beiden anderen. An den unteren Teilen der Wände ist noch die Granitumkleidung erhalten. Die drei Pyramiden von Gizeh sind von einer Anzahl kleiner Pyramiden umgeben, die für die Gräber der Mitglieder aus der königlichen Familie bestimmt waren.

Auf dem Weg zum Taltempel der Cheefren-Pyramide findet man die Statue der großen Sphinx, die man als das berühmteste Monument der Welt bezeichnet. Die Sphinx ist ein großartiges Bauwerk, bestehend aus einem Löwenleib mit Menschenkopf, ungefähr 70 m lang und 20 m hoch. Die Sphinx und die drei Pyramiden von Gizeh sind eines der sieben Weltwunder, die bis heute erhalten geblieben sind.

In Kairo erlebt man den Orient in all seinen Prägungen. Bei Nacht mutiert die tagsüber hektische und mit Verkehrslärm erfüllte Großstadt in eine Märchenstadt mit zahlreichen bunten Veranstaltungen. Die schönsten Veranstaltungen in Kairo sind die Ton- und Licht-Vorführungen bei den Pyramiden und bei der Zitatelle. Hier wird das Märchen aus Tausend und einer Nacht zur Wirklichkeit. Nachdem nun die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kairo besichtigt sind, geht es weiter nach Sakkara.

"Saqqara" gilt als ältester Friedhof Altägyptens und liegt auf einem Wüstenhügel südwestlich von Kairo. Sehenswert ist vor allem die Stufenpyramide von Zoser. Daneben befindet sich eine Gräbergruppe, die zur Besichtigung freigegeben ist. Die Unas-Pyramide heißt übersetzt "Text-Pyramide", und liegt im Süden der Stufenpyramide. Der Name rührt von den Texten an den Wänden der Grabkammer. Unas war übrigens der letzte König der 5. Dynastie.

SAQQARA

Die Grabkammer weist einen mit funkelnden Sternen und blauen Himmel dekorierten Bogen auf und beinhaltet den Granitsarkophag des Königs. Die Gräber des einstmals verehrten Apis-Stiers, der wie Menschen mumifiziert und beigesetzt wurde, sind äußerst interessant. Sie stammen aus der Zeit der 18. Dynastie und des Spätzeitalters. In der Nähe des Serapeums befindet sich der Kreis der griechischen Philosophen. Sehenswert sind hier die Statuen von Plato, Herakleitos, Pythagoras und Pindar.

Nach soviel Geschichte sehnen wir uns nach einer Oase. Die Oase Al Fayum ist die Rettung. Der Hauptort der Oase ist Al Fayum, welcher durch seine bis zu 5 m hohen Wasserschöpfräder bekannt wurde. Die Oase wird im Osten durch eine hohe Hügelkette mit dem Namen Al-Lahun vom Nilltal getrennt. Der Josefsee versorgt die Oase mit Wasser. Wasser ist ein kostbares Gut in Ägypten und soviel wert wie Gold. Auch uns macht die Hitze immer wieder zu schaffen. In den Oasen selbst zeigt sich jedoch ein gemäßichtes Klima. Schon vorgeschichtliche Kulturen wußten dies zu schätzen. Noch heute findet man Spuren aus pharaonischer, griechischer, römischer, koptischer und natürlich islamischer Zeit. Die Oase bietet neben Erholungsmöglichkeiten auch einige Sehenswürdigkeiten an. Aber sie ist vor allem ein herrlicher Ort, an dem man Ägypten auch einmal in Ruhe genießen kann. Wir besuchen die Wasserräder, und genießen das Plätschern des Wassers.

Ebenfalls interessant sind die Wasserquellen, wo das Grundwasser aus etlichen Erdspalten strömt und in einem Hauptkanal durch das Gebiet fließt, die berühmteste Quelle "Ain Al-Sillien" hat Trinkwasserqualität. Auch der drittgrößte See Ägyptens befindet sich hier. Seine Tiefe beträgt zwischen 5 und 12 Metern. Der See ist ein Ziel für Wassersportler, aber auch Fischfang wird hier betrieben. Hier kann man zudem auch ohne weiteres einige Tage und Nächte verbringen. Sowohl Hotels als auch Zeltplätze bieten sich zur Nächtigung an.

Neben dem Gebiet rund um Kairo zählt Oberägypten zu den meistbefahrenen Teilen des Landes. Hier findet man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten vor. Die Städte Luxor und Assuan sind weitere Ausgangspunkte. Luxor ist eine ganz besondere Stadt. Sie ist über einem Teil der altägyptischen Stadt Theben erbaut, die von Homer, dem bekannten griechischen Dichter, in der Illias als "hunderttoriges Theben" erwähnt wird.

Tempel von Luxor

Tempel von Luxor

Die Araber wurden durch die hervorragenden Bauten und die riesigen Tempel angezogen. Deshalb gaben sie der Stadt ihren heutigen Namen: Al-oqsor, was übersetzt "Stadt der Burgen" heißt. Luxor war in der Zeit von 2100 bis 750 v.Chr. Residenz der Machthaber. Somit ist die Ehrfurcht der Besucher von Luxor vor den auf beiden Nilufern hoch emporragenden Monumenten leicht verständlich. In der Stadt leben heute 80.000 Einwohner.

Für Besichtigungen sollte man sich auf jeden Fall drei Tage Zeit nehmen, denn es gibt viel zu sehen. Wo man am besten beginnt? Nun, wir bestaunen zunächst einmal die Monumente am östlichen Nilufer: Der Al- 0qsor- Tempel (Luxor- Tempel) war dem Gott Amon geweiht, der jedes Jahr den Hochzeitstag mit seiner Gemahlin Mut feierte. Anläßlich dieses Festes begab sich der Götterzug durch den Nil vom Al-Karnak-Tempel zum Al-Oqsor-Tempel. Am Eingang des Tempels sieht man den großen Pylon und die zwei Kolossalfiguren Rames II., die ihn sitzend zeigen. Von den beiden Obelisken aus Rosengranit steht nur noch einer.

Der zweite wurde nach Paris gebracht und steht dort auf der Place de la Concorde. Nach Durchschreiten des Haupteingangs befindet man sich im Hof Ramses II. Dieser Hof ist zum Teil freigelegt, da die weiße Moschee Abu-Al-Haggag hineingebaut wurde. Zwei Reihen von Papyrusbündelrollen umgeben diesen Hof.

Die weiteren Teile des Hofes wurden übrigens von Amenophis III. erbaut. Der große Säulensaal umfaßt 14 Säulen in zwei Reihen und sorgt für eine mystische Stimmung, was wohl auch in der Absicht des Erbauers lag. Immer kommt das Gefühlauf, in eine andere Zeit versetzt zu werden. Es scheint so, als würde man zwischen zwei Welten hin und hergerissen. Der große offene Hof ist von einer doppelten Säulenreihe umgeben. Auf der Rückseite öffnet sich schließlich eine Vorhalle mit 32 Säulen. An einen Raum mit vier Säulen schließt sich das Allerheiligste an. Alexander der Große ließ darin den Granitschrein für die heilige Amonsbarke erbauen, er trägt seinen Namen.

Der Al-Karnak-Tempel ist einer der prächtigsten Heiligtümer der Weltgeschichte und umfaßt die Tempel für die Götter Amon, seine Frau Mut und deren Sohn Chons, den Mondgott. Bekannt ist das Ganze seit der arabischen Eroberung unter dem Namen Al-Karnak, was mit "die Burg" übersetzt wird. Am Eingang des Tempels befindet sich als Zeichen für die Stärke der Fruchtbarkeit und des Wachstums die Widderhalle, sie führt direkt zum 1. Pylon des Amontempels. Unter den Köpfen der Widder stehen die kleinen Figuren de Königs Rames II.

Tempel von Karnak

Tempel von Karnak

Am westlichen Nilufer befinden sich einige weitere wichtige Sehenswürdigkeiten. Z.B. die aus vielen Büchern bekannten Memnonkolosse. Wenn man davor steht, wird man das Gefühl nicht los, daß sie nur ruhen und jederzeit zum Leben erwachen könnten. Sie sind der letzte Rest des Gehdachniestempels von Amenophis III. Die Höhe jedes einzelnen Kolosses beträgt ungefähr 19 m. Weil irgendwann einmal der nördliche Koloß zerbrach, hielt man die Kolosse für eine Darstellung des in Troja erschlagenen Memnon. Aus diesem Grund tragen sie die ihre heutigen Namen. Schon bald rankten sich Legenden um die Kolosse. Vom nördlichen Koloß hieß es, daß täglich bei Sonnenaufgang ein Klageton von ihm ausgehe, den man als Ruf Meinnons nach seiner Mutter Eos gedeutet hatte. Sie weinte um ihn. Der Tau soll schließlich ihre Tränen darstellen.

Die Könige und Königinnen ließen im Südwesten ihre Gräber in die Täler einbauen Die Gräber bestehen aus mehreren Räumen und Korridoren. Das Tal der Könige ist ein absoluter Highlight des Luxorbesuches. Bisher hat man 64 Gräber gefunden, die aus der 18. bis 20. Dynastie stammen. Alle Gräbstätten zu besuchen, wäre unmöglich. Ein Teil der Gräber ist zudem immer geschlossen. Zunehmend ein Problem ist der ständige Zuwachs an Touristen. Durch den Schweiß der Touristen zersetzen sich die wertvollen Wandmalereien. Das Grab mit der Nummer 62 ist das Grab des Tut-Ench-Amun. Die Numerierung der Gräber erfolgte im übrigen in der Reihenfolge der Entdeckungen. Die meisten der Mumien aus den Gräbern sind heute im Ägyptischen Museum in Kairo untergebracht. Den Tempel der Hatschepsut, auch Al-Deer-Al-Bahri-Tempel genannt, ließ Königin Hatschepsut zur Verrichtung von Gottesdiensten, die ihr ihm Jenseits von Nutzen sein sollten, erbauen. Dieser Tempel besteht aus drei Terrassen und einem Korridor.

Nach soviel Monumentalismus und Unbewegtheit kann etwas Bewegung nicht schaden, auch wenn man nur passiv bei der Sache ist. Alle größeren Hotels bieten Bauchtanzveranstaltungen an, sie zählen in diesem Land seit Urzeiten zur Tradition. Nach Luxor geht es entlang des Nils gleich weiter nach Assuan.

Der Nil in Assouan.

Der Nil begleitet uns auf dieser Reise ständig. Und wenn wundert's, er ist schließlich die Lebensader inmitten der Wüste. Nach der Hektik in Luxor kann man sich in Assuan etwas entspannen. Hier herrscht noch Ruhe und man kann sich hier von den Strapazen in Luxor erholen. Assuan liegt am östlichen Nilufer, 899 km südlich von Kairo, und ist ein Bindeglied von Ägypten und dem Sudan. Somit gilt die Stadt auch als Tor zum Herzen Afrikas. Die Stadt zählt zwar 280.000 Einwohner, sie wirkt aber eher wie eine Kleinstadt und lädt zum Bummeln ein. Hier hat sich das traditionelle Ägypten noch bewahrt.

Was wäre der Orient ohne Souks. Das Warenangebot ist einfach umwerfend, und das Feilschen der Händler ein Erlebnis für sich. Ebenfalls ein Erlebnis ist eine Felunkenfahrt auf dem Nil. Ein Thema für sich ist auch das Essen. Ein Restaurantbesuch heißt, eine kulinarische Reise durch die Küche des Orients zu machen. Vorspeisen gehören hier einfach dazu, wobei man immer mehrere verschiedene in kleinen Schälchen bekommt. Unter anderem sind es verschiedene Salate, gefüllte Weinblätter, geräuchertes Dörrfleisch oder auch Eingelegtes. Die Vielfalt ist überwältigend. Als Hauptgericht gibt es unter anderem gefüllte Täubchen, Shawarma (ähnlich dem türkische Kebak), Fisch, Garrielen, Hühnchen und andere Spezialitäten. An die sehr süßen Desserts - Konfekte, Mandelgebäcke, Honigfladen und überbackener Milchreis, muß man sich zum Teil erst einmal gewöhnen. Zum Essen wird, wie es die Tradition verlangt, Wasser getrunken. Wasser ist hierzulande immerhin ein kostbares Gut. Danach gibt es Tee, wobei der Pfefferminztee mit frischen Blättern traumhaft schmeckt. Auch Obstsäfte aus frischem Obst sind bekommen ganz gut. Übertreiben sollte man das Obstessen dennoch nicht, die Auswirkungen von zuviel Obst konnten fatal sein.

280 km südlich von Assuan liegt das Gebiet Abu Simbel mit seinen beiden Tempeln, die von Ramses II. erbaut wurden. Seine Monumente sind überall im Nilltal vorzufinden. Die beiden Tempel von Abu Simbel sind aber die vollkommensten und schönsten Tempel. Sie sind über dreitausend Jahre alt und für dieses hohe Alter noch sehr gut erhalten. Der erste und größere Tempel war den Göttern Amon-Re und Re-Harachte geweiht. Der zweite und kleinere Tempel liegt einige Meter nördlich des großen Tempels. Erbaut von Ramses dem II., war er der Gattin des Königs, Nefertari, und anderen Göttern geweiht. Die beiden Tempel erregten die Aufmerksamkeit der Welt, aïs sie vom Nilwasser des Hochstaudamms bedroht waren. Ägypten rief die ganze Welt um Hilfe auf, und so wurden die Statuen versetzt.

Der große Abu-Simbel-Tempel gehört zu den Monumenten von Rames II. Die Fassade des Tempels ist 33 m hoch und 38 m breit. Vor dem Eingang stellen vier Kolossalstatuen, je de 20 m hoch, Rames II. dar, die kleinen Figuren neben den Beinen sind Mitglieder der Königsfamilie, den Abschluß bildet eine Gruppe Affen, die die Sonne anbeten. Nördlich des großen Tempels liegt der Nefertari-Tempel, angelegt von Rames II. Dieser Tempel ist der Göttin der Liebe und Schönheit, Hathor, und Nefertari, der Lieblingsfrau von Rames II., geweiht. Die Fassade umfaßt sechs Standbilder, vier von Rames II. und zwei von seiner Frau Nefertari. Die Halle hat sechs Pfeiler, die mit dem Kopf Hathors geschmückt sind.

Nach dem kulturreichen Oberägypten empfiehlt sich ein entspannender Abschluß am roten Meer. Schnorcheln, Tauchen, Schwimmen, Segeln oder Surfen, was immer der Gast verlangt, hier wird es geboten. Besonders bekannt sind auch die großen Korallenriffe mit den vielen bunten Fischen im roten Meer. Ein wahres Unterwasserparadies. Und wer noch mehr erleben will, kann hier die eine oder andere Jeeptour oder einen Kamelritt wagen. Eines ist sicher: Ägypten ist ein Land mit vielen Sehenswürdigkeiten und mystischen Geheimnissen. Entsprechend schwer fällt der Abschied und entsprechend gerne denkt man an Wiederkehr. Wenn wundert's, daß selbst die alten Ägypter sich schon die Unsterblichkeit herbeigesehnt haben.

Anfang nächsten Monat, bin ich wieder unterwegs mit meine « India-Fakir-Tour » der anfängt am 03 Januar in Delhi und endigt am 10 März 1998 inGoa.

Seuqcaj Named

    REIZEN-D

    SHOW-TOUR